Zum Gedenken an den schwäbischen Jesuitenpater Rupert Mayer Wegkreuz in Zöschingen wiedererrichtet

Zöschingen: Friedhof | Weg- und Flurkreuze prägen das Landschaftsbild vieler schwäbischer Regionen. Seit Jahrhunderten sind sie ein Ausdruck der katholischen Volksfrömmigkeit.

So auch auf den Fluren im Einzugsbereich der St.-Martins-Pfarrei in Zöschingen im Landkreis Dillingen (Donau). Am Standort der Kreuze kreuzen Wegstrecken, wo sich Menschen begegnen. In doppelter Hinsicht stellen die Kreuze deshalb wichtige Orientierungspunkte im menschlichen Leben dar. Einmal als Wegmarkierung für Wanderer, zum anderen als Hinweis und Einladung zum Innehalten und Gebet. Diese Grundlagen kamen bei der kürzlich stattgefundenen Weihe des neu erstellten Wegkreuzes oberhalb des Zöschinger Friedhofes an der Gabelung nach Syrgenstein durch den Zöschinger Seelsorger Pater Darius Peter Hirsch MIC deutlich zum Ausdruck. Das Kruzifix, das vor einigen Jahren den Witterungsverhältnissen zum Opfer fiel, wurde dank einer Stiftung des in Giengen an der Brenz aufgewachsenen Realschulpädagogen und Kolpingmitglieds Heiner A. Baur neu errichtet.

Das auf der Höhe gelegene Wegkreuz wurde auf Anregung des heute im Südschwarzwald lebenden pensionierten Lehrers und Koordinators der süddeutschen Kursisten des renommierten Katholisch-Sozialen Instituts der Erzdiözese Köln in Bad Honnef im Gedenken an den schwäbischen Jesuitenpater Rupert Mayer geweiht. Dieser unterhielt, nicht zuletzt durch seinen Kriegskameraden, dem katholischen Priester Leonhard Traub aus Landshausen, regelmäßige Kontakte in das Bachtal. Der am 3. Mai 1987 durch Papst Johannes Paul II in München selig gesprochene Volksseelsorger stand der katholischen Soziallehre und der kath.-sozialen Bewegung zeitlebens nahe. Deshalb, so Baur in seiner Kurzbetrachtung, „stehe das Wegkreuz auch für die Angehörigen der katholisch-sozialen Gruppierungen, die im Sinne des beliebten Jesuiten und entschiedenen Widersacher des NS-Regimes tätig waren.“ Stellvertretend war deshalb für das Kolpingwerk aus dem Bezirk eine Delegation der Syrgensteiner Kolpingsfamilie unter Leitung ihres Vorsitzenden Hans Dittrich bei der Vorabendmesse und der anschließend Weihe des Wegkreuzes anwesend.

Hans Dittrich

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