Wie erhalte ich die christliche Kultur im Sinne Luthers? Wer lobt mich wenn ich den Opfern in Nepal Geld schicke?

Ich würde das Gebet gern ergänzen: "Bitte bewahre unsere christliche Gemeinschaft vor geistigem Vandalismus. (Foto Kirche Memleben)
 
Ich hoffe, dass dieses Kreuz einmal im Eingangsbereich der zukünftigen Asylbewerberunterkunft einen Platz findet. So in circa einem Jahr. Bis dahin soll das Heim fertig sein.
Zeitz: Zeitz | Nun gut, Nepal gehört nicht zum Einzugsbereich der Mitteldeutschen Zeitung. Aber trotzdem wage ich es einmal, das Thema Spenden an dieser Stelle aufzugreifen. Denn ich überlege gerade, ob ich mich an dem Spendenaufruf für Nepalopfer beteiligen soll.

Macht es einen Sinn zu spenden? Zumal ich ja nicht einmal namentlich erwähnt werde, dass ich mich beteiligte. Viel schöner wäre es doch wenn man über mich berichten würde. Aber als Christin dürfte ich so gar nicht denken. Wenn ich etwas Gutes tue, sollte ich dies so tun, dass niemand etwas davon erfährt. Denn im Matthäusevangelium, Kapitel 6 steht geschrieben: Matthäus - Kapitel 6

Vom Almosengeben

1 Habt acht auf eure Almosen, dass ihr die nicht gebet vor den Leuten, dass ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt anders keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel.
2 Wenn du Almosen gibst, sollst du nicht lassen vor dir posaunen, wie die Heuchler tun in den Schulen und auf den Gassen, auf dass sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin.
3 Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, auf dass dein Almosen verborgen sei; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten öffentlich.

Es ist nicht immer leicht als Christ. Denn auch ich bin auf Erden ein Mensch mit einem gewissen Geltungsbedürfnis. Wenn ich sehe, dass Menschen in Not sind macht es sich doch gut als "Spender oder Helfer" öffentlich benannt zu werden.

Immer wenn ich meine alten Kleider aussortiere und diese in Altkleidercontainer diese als "Spende" dort einwerfe, bekomme ich als Christin ein schlechtes Gewissen. Ich gebe etwas ab, was ich nicht mehr gebrauchen kann. Weil die Hüften breiter wurden oder mir die Farbe eines Pullovers nicht mehr gefällt. Weil der Stoff der Hose dünn wurde oder das Muster des Kleides nicht mehr der Mode entspricht. Da frage ich mich hin- und wieder schon, habe ich mit meiner Kleiderspende wirklich Gutes getan?

Als praktizierender Christ frage ich mich hin- und wieder schon einmal:
"Wie großmütig bin ich eigentlich im wahren Leben wenn ich etwas hergebe, was ich ohnehin nicht benötige?"

Ich gehe noch einen Schritt weiter mit meinen Gedanken. In diesem Fall als Bürgerin der Gemeinde Elsteraue. Mit Blick darauf, dass in Tröglitz die geplante Asylbewerberunterkunft in Flammen aufging, würde ich gern Gutes tun und frage mich: "Wie würde Gott mein Handeln wohl bewerten wenn ich demnächst einigen Asylbewerbern leeren Wohnraum anbieten würde. Wäre es tatsächlich ein Akt christlicher Nächstenliebe? Zumal ich weiß, dass mir jeder Quadratmeter Wohnraum vom Staat bezahlt wird? Im Grunde habe ich durch die Vermietung meiner Wohnungen ja keinen Schaden sondern sogar einen Gewinn. Im Falle Tröglitz kann ich sogar darauf hoffen, dass ich in den Medien als hilfsbereites Mitglied der Gemeinde Elsteraue vorgestellt werde.

Das Leben als Christ ist nicht immer einfach. Auch wenn es um das Beten geht, heißt es irgendwo in der Bibel, bei Matthäus, dass das Gebet nicht in der Öffentlichkeit stattfinden sollte.
"Vom Beten. Das Vaterunser

Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, die da gerne stehen und beten in den Schulen und an den Ecken auf den Gassen, auf das sie von den Leuten gesehen werden..."

Dieser Gedanke kam mir kürzlich, als den Medien zugestanden wurde, ein Tröglitzer Friedensgebete zu präsentieren. Aber vielleicht gehört es heute inzwischen zur christlichen Kultur, dass man sich als fromme Gemeinschaft präsentiert. Aber man könnte es vielleicht auch etwas als geistigen Vandalismus innerhalb der Kirche betrachten. Zumindest wenn man zu Gebetsversammlungen ruft. Mehr oder weniger als friedliche Gegenveranstaltung zu einer politischen Demonstration.

Bereits heute weiß ich schon, mit welcher Spende ich in circa einem Jahr an der Einrichtung der zukünftigen Asylbewerberunterkunft beteiligen werde. Ich habe noch einen Segensspruch übrig, der nicht zu den Tapeten meiner Wohnung passt. Das kleine Kreuz mit dem Spruch, „Der Herr segne dieses Ha
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20 Kommentare
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Basti S. aus Aystetten | 28.04.2015 | 12:36  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 28.04.2015 | 17:20  
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Kornelia Lück aus Zeitz | 28.04.2015 | 17:35  
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Constanze Seemann aus Bad Münder am Deister | 28.04.2015 | 19:37  
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Barbara Steffens aus Ebsdorfergrund | 28.04.2015 | 20:03  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 28.04.2015 | 20:06  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 28.04.2015 | 20:12  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 28.04.2015 | 20:13  
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Barbara Steffens aus Ebsdorfergrund | 28.04.2015 | 20:28  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 28.04.2015 | 21:13  
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Kornelia Lück aus Zeitz | 29.04.2015 | 12:27  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 29.04.2015 | 17:16  
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Jokkel aus NMB aus Naumburg (Saale) | 11.05.2015 | 22:09  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 13.05.2015 | 16:01  
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Jokkel aus NMB aus Naumburg (Saale) | 15.05.2015 | 23:57  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 16.05.2015 | 02:00  
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Barbara Steffens aus Ebsdorfergrund | 16.05.2015 | 15:02  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 16.05.2015 | 17:54  
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Gerd Szallies aus Laatzen | 18.05.2015 | 10:45  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 18.05.2015 | 17:29  
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