Osterspaziergang

Blässhuhngelege
Nur ein kleiner Spaziergang!

Das Wetter ist zu verlockend um zu Hause zu bleiben. Spontan bin ich mit meiner Angetrauten zu einem Spaziergang nach Hagenburg aufgebrochen. Lange Wege sind nicht mehr das wichtigste für meine Frau, sie möchte nur raus um die Natur zu bewundern. Mit dem Auto bis Hagenburg, dann schön langsam in Richtung Südpolder/Winzlar. Plötzlich bleibt meine Frau stehen. Sieh mal, da ist was Rotes im Gras. Es dauert ein wenig bis ich auch den roten Hals eines Fasanen entdecke. Dann hören wir gurrende Geräusche und gleichzeitig sehen wir einen zweiten roten Hals. Es sind streitende Fasanen die sich im hohen Gras, direkt am Wegesrand, einen Kampf liefern. Fast wie im Fernsehen, nur Naturgetreu.

Etwas weiter kommen wir an eine kleine Heckengruppe. Es ist kaum Grün dran. Meinem geübten Blick entgeht ein gutgetarntes Drosselnest dennoch nicht. Eine Weile schauen wir zu, das Drosselweibchen sitzt stocksteif auf dem Gelege, hat uns aber immer im Auge. Bis auf Schrittweite kommen wir an das Nest, dann gehen wir weiter. Überall zwitschert und singt es, unverkennbar ist der Frühling da. Die Blüten vom Löwenzahn liegen wie ein Teppich auf einer ungemähten Wiese, Balsam für die Seele. Einige Schritte weit ins Gras sitzt ein Schmetterling auf einem Grashalm. Mein erstes Pfauenauge sitzt so perfekt im Sonnenlicht in der Pose, ich muss ihn einfach fotografieren. Fast bäuchlings pirsche ich mich an, den Auslöser im Gefühl, mein Auge auf mein Motiv gerichtet. Der Schmetterling hat Erbarmen mit einem alten Mann und lasst sich die Fotosequenz gefallen. Mir hat`s gefallen und meine Frau lächelt.

Fast sind wir am Laubfroschtümpel angekommen, wir drehen um. Die vielen Fahrradfahrer, die ums Meer fahren, haben uns eigentlich nicht gestört. In der Ferne sehe ich den Kalimandscharo von Bokeloh, er ist mir im Sonnenlicht auch ein Foto wert. Ebenso das „Gelbe Haus“ oberhalb der Meerbruchwiesen. Die Natur hat sich der gelblichen Farbe des Gebäudes angepasst meint man, wenn man sich das Bild betrachtet. An den Hagenburger Teichen fällt mir noch ein Schwanengelege auf. Es wird schon durchgehend bebrütet. An einer anderen Stelle bekommen wir dann doch noch „Ostereier“ zu sehen. Das Gelege eines Blässhuhnes gibt den Blick auf sieben gepunktete Eier frei.

Zufrieden und auch ein wenig müde, die Seele wieder vollgetankt mit neuen Eindrücken, machen wir uns auf den Heimweg. Schön, das wir noch in einer so intakten Natur leben können, wie hier am Steinhuder Meer.
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3 Kommentare
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Gabriele Schulz aus Laatzen | 21.04.2014 | 15:31  
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Karl-Heinz (Kalle) Wolter aus Neustadt am Rübenberge | 01.05.2014 | 15:59  
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Helmut Metzner aus Wunstorf | 01.05.2014 | 17:12  
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