Goldgräberstimmung im Landespfingstzeltlager der Johanniter-Jugend

Spaß steht im Vordergrund. (Foto: Peer Gongoll/Johanniter-Jugend)
 
Lagerhochzeit (Foto: Peer Gongoll/Johanniter-Jugend)

Waldabenteuer für 215 Kinder und Jugendliche auf dem Zeltlagerplatz „Stolle“ bei Göttingen

Auf dem Zeltlagerplatz „Stolle“ in Rosdorf bei Göttingen trafen sich vom 22. bis 25. Mai bei bestem Wetter 215 Kinder und Jugendliche aus ganz Niedersachsen und Bremen zum traditionellen Landespfingstzeltlager. Unter ihnen auch 23 Teilnehmer aus dem Johanniter-Ortsverband Wunstorf-Steinhuder Meer. Einer der Höhepunkte war neben dem gemeinsamen Gottesdienst das Geländespiel „Goldgräber“ am Sonntag.

Passend zum diesjährigen Motto „Johnny goes Wald“ wurde das Gelände der „Stolle“ zur Bühne für Waldolympiade und Waldwerkstatt. Zum Einsatz kam alles, was die Natur bereithält – Stöcke, Zweige, Moose, Flechten, Blätter. Nicht nur für den Bau eines Outdoor-Schlafplatzes, auch für die Erste Hilfe sind solche Materialien wichtig. Um einen Knochenbruch zu schienen, nutzten die Kinder Stoffreste und Äste, für eine Trage kamen Stämme und Tücher zum Einsatz. Thomas Mähnert, Vorstand im Landesverband Niedersachsen/Bremen, stattete am Samstag der Johanniter-Jugend auf der „Stolle“ extra einen Besuch ab und überzeugte sich persönlich von den kreativen Outdoor-Erste-Hilfe-Erfahrungen der Teilnehmer.

Die Kinder und Jugendlichen berichteten sichtlich beeindruckt von den gruseligen Erlebnissen der legendären Nachtwanderung, die bei keinem Zeltlager fehlen darf. Das Organisationsteam griff tief in die Trickkiste – von Stroboskop-Blitzen, geheimnisvollen Tonbandaufnahmen bis hin zu gespenstischen Masken und Kostümen. Für die jüngeren Teilnehmer fand eine gesonderte, weniger unheimliche Nachtwanderung statt.

Begeistert starteten die Teilnehmer am Sonntag ins Geländespiel, bei dem Waldgeister, Trolle und Goldgräber aufeinander trafen. Jedes Team baute sich ein Lager, versuchte dem Gegner die eine oder andere Goldmünze abzuluchsen und den Gewinn sicher auf die Bank zu bringen. Am Ende freuten sich die Goldgräber über den Sieg, die Trolle erhielten einen Sonderpreis für den besten Hüttenbau.

Beim anschließenden Gottesdienst zogen wieder alle gemeinsam an einem Strang. Unter freiem Himmel feierte die Johanniter-Jugend mit Simone Mertins, Pastorin der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Rosdorf, die Entsendung des Heiligen Geistes. Gemeinsam sangen sie laut und ausgelassen das Lied „Laudato si“.

Vier Tage Spannung und Spaß bei Hüttenbauen, Lagerfeuer und Nachtwanderung liegen hinter der Gemeinschaft. „Es ist wieder klasse, so viele andere Johanniter kennenzulernen. Auf dem Pfingstcamp herrscht immer eine tolle Stimmung. Für alle Beteiligten ist das eine ganz besondere Erfahrung“, freut sich Ortsjugendleiterin Jennifer Carretero Capparos. So fanden sich auch diesmal wieder 15 heiratswillige Pärchen für die traditionelle Lagerhochzeit. Aus Wunstorf traten Rosamaria Decknatel und Lena Walter-Brümmer vor den „Traualtar“. Geburtstag im Pfingstlager ist auch immer etwas Besonderes. In diesem Jahr wurde Christoph Eichler 14 Jahre alt und mit einer gemeinsamen Geschenksuche im Wald wurde dieses Ereignis begangen. Am Fundort des Geschenkes gab es dann Kuchen für alle.

Das Freibad des Zeltplatzes sorgte bei gutem Wetter, aber kühlen Wassertemperaturen für besonderes Beachfeeling. Einige Kinder und Jugendliche wagten sich ins kühle Nass – andere, wie z. B. Jugendgruppenleiter, badeten dann auch einmal unfreiwillig.

Und da so viel Programm hungrig macht, hatte auch das Küchenteam alle Hände voll zu tun: 320 Schnitzel, 75 Kilogramm gegarte Nudeln und 520 Wiener Würstchen wollten verdrückt werden, 1600 Liter Kaltgetränke und 12 Kilogramm Kakao standen für Durstige bereit. Außerdem sorgten 700 Scheiben Käse, 1500 Portionen Marmelade und Nussnugatcreme sowie 205 Kilogramm Obst für ein ausgewogenes Frühstück – eine beeindruckende Bilanz.

Das Landespfingstzeltlager der Johanniter-Jugend findet alle zwei Jahre an unterschiedlichen Orten im Landesverband statt. Damit so ein Camp gelingt, braucht es ein Organisationsteam: In diesem Jahr bestand es aus 18 erfahrenen ehrenamtlichen Köpfen. Sie bereiteten das Zeltlager nicht nur vor, sondern sorgten auch für einen reibungslosen Ablauf und hatten immer ein offenes Ohr für alle Teilnehmer.

„Ich danke allen Beteiligten für die wieder einmal gelungene Organisation. Das gesamte Team lebt unsere Werte wie Verantwortung, Toleranz, Gemeinschaft und Glauben vor. Besonders auf einem Zeltlager können diese von den Kindern und Jugendlichen übernommen und weitergetragen werden“, sagt Bodo Dannhöfer, Fachbereichsleiter Jugend im Landesverband Niedersachsen/Bremen.
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