Johanniter unterstützen bei Evakuierung in Langenhagen - Geburtstag im Einsatz: Glückwünsche für Wunstorfer Rettungsassistent

Rettungswagen im Bereitstellungsraum (Foto: Antje Heilmann/Die Johanniter)
Suppe statt Sahnetorte gab es für Johanniter-Rettungsassistent Michael „Mitschi“ Enge. So feierte der ehrenamtliche Helfer in der Nacht zu heute, Dienstag, seinen 29. Geburtstag. Er unterstützte gestern gemeinsam mit rund 40 weiteren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus dem Nordhannoverschen Ortsverband sowie den Ortsverbänden Deister, Wunstorf-Steinhuder Meer und Hannover-Wasserturm die Evakuierung im Stadtgebiet Langehangen. Um Mitternacht gratulierten dann die Kolleginnen und Kollegen.

Bei Bauarbeiten war am Montag eine Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Um sie gefahrlos kontrolliert zu sprengen, mussten kurzfristig rund 6300 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Wer dabei Hilfe benötigte wurde von Geburtstagskind „Mitschi“ und seinen Kollegen transportiert. Während er mit im Rettungswagen seinem Ehrentag entgegen rollte, waren weitere Johanniter in der Küche der Johanniter in Langenhagen aktiv. Rund 300 Portionen Suppe bereiteten sie zu, damit die Bürger in der Sammelstelle verpflegt werden konnten. „Viele kommen direkt von der Arbeit“, sagt Andreas von Wick, Einsatzleiter der Johanniter. „Deshalb sorgen wir für ein Abendbrot.“ Das galt auch für die zahlreichen Ehrenamtlichen Helfer aus der Hilfsorganisation, der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk (THW). Bei der Ausgabe halfen auch die Leonie und Jaqueline aus der Johanniter-Jugend. Sie wohnen selbst im Evakuierungsradius – und verbrachten ihre Zeit damit, bei der Ausgabe von Getränken und Speisen zu unterstützen. So kam auch das Geburtstagskind zu seiner Kartoffelsuppe, als schließlich alle Betroffenen in der Sammelstelle eingetroffen waren. Für Johanniter „Mitschi“ kein Problem. Seit vielen Jahren engagiert er sich im Bevölkerungsschutz, war zum Beispiel auch dabei, um bei der Flut 2013 zu helfen.

„Das Engagement ist bewundernswert“, sagt Hermann Fraatz, Mitglied im Johanniter-Regionalvorstand Niedersachsen Mitte. Er bedankte sich bei allen Helferinnen und Helfern. „Ihr seit immer da, wenn man euch braucht.“ So hatte auch Neu-Bürgermeister Mirko Heuer seinen Dank ausgedrückt, als er während einer kurzen Pause bei den Helfern vorbeischaute. Für die war der Abend mit der erfolgreichen Sprengung und der Aufhebung des Sperrgebietes noch nicht vorbei. „Mischi“ und seine Kollegen aus der Transportkomponente sorgten dafür, dass alle, die Unterstützung beim nach Hause kommen benötigten, diese auch erhielten. Bis alle wieder daheim waren und die Betreuungsstelle aufgeräumt war, ist es fast früher morgen geworden. „Ein langer Tag“, sagt Andreas von Wick, der abschließend ein positives Fazit zog.
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1 Kommentar
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Elke Matschek aus Ebsdorfergrund | 06.11.2014 | 18:08  
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