Johanniter messen sich mit russischen Rettern - Wunstorfer nehmen an internationalen Wettkampf in Perm teil

Das Team unten von links Dr. Sami Mohtadi und Patrick Huse, oben von links Michele Sciacca und Kim Anders.
Die Johanniter aus dem Ortsverband Wunstorf-Steinhuder Meer beweisen ihr Können im internationalen Vergleich: Rettungssanitäter Michele Sciacca, Patrick Huse, Kim Anders sowie Notarzt Dr. Sami Mohtadi folgen am 06. Juli einer Einladung des Territorialen Zentrums für Katastrophenmedizin Perm (Russland) und nehmen am dortigen Rettungswettkampf teil. Die Freundschaft zwischen dem Rettungszentrum in Perm und der Johanniter-Akademie in Hannover besteht seit über 20 Jahren. Der Leiter der Johanniter-Akademie Bildungsinstitut Hannover Kersten Enke schickt das Wunstorfer Team nach Teilnahmen in den Jahren 2008, 2012 und 2014 in diesem Jahr bereits zum vierten Mal als deutsche Vertreter in den Wettkampf. „Der Wettkampf stellt eine besondere Herausforderung an unser Team dar“, erklärt Mohtadi. Denn die Russen besitzen einen hohen Standard in ihrer Ausbildung und der Qualität ihrer Leistungen.

Rettungsdienstpersonal aus Perm nimmt seit 2002 regelmäßig erfolgreich an den Landeswettkämpfen der Johanniter teil, die zugleich als Vorbild für die Organisation und Durchführung des Wettkampfes vor Ort dienen. Die ehrenamtlichen Johanniter aus Wunstorf scheuen den internationalen Vergleich nicht und haben bereits mehrmals an ähnlichen Veranstaltungen unter anderem in der Türkei und in Polen erfolgreich teilgenommen.

Der 20-stündige Wettkampf umfasst Theorie- und Praxis-Tests. Gezeigt werden müssen etwa eine Herz-Lungen-Wiederbelebung sowie erweiterte Maßnahmen zur Wiederbelebung und ein Tragetest, bei dem ein „Patienten-Dummy“ über einen Hindernis-Parcours getragen werden muss. Im Anschluss an den Wettkampf und der Bekanntgabe der Sieger wird in der Nacht noch bis zum Morgen gefeiert, an den darauf folgenden Tagen bis zum 09. Juli werden die Johanniter Gelegenheit zur Besichtigung der Stadt Perm und der Umgebung erhalten.

Die Basis für den Kontakt nach Russland bildet die Schule für Katastrophenmedizin in der Partnerregion, die nach dem Vorbild der Johanniter-Akademie in Hannover unter maßgeblicher Mitwirkung Kersten Enkes aufgebaut worden ist und im vergangenen Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum gefeiert hat. Die Initiative wurde im Rahmen der Mitte der 1990er Jahre eingerichteten Partnerschaft zwischen der Region Perm und dem Land Niedersachsen ins Leben gerufen. Aufgrund der regelmäßigen Teilnahme der Permer Mannschaft an den Landes- und Bundeswettkämpfen der Johanniter haben sich zwischen den Rettern bereits Freundschaften entwickelt.
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