Glück auf! - Einsatzerprobung für Rettungshunde unter Tage

Rettungshundeteams am Standbilder der heiligen Barbara. Schutzpatronin aller Bergleute. (Foto: K+S Kali GmbH)
Weit über 100 Jahre dauert die Geschichte des Bergbaus im Bokeloher Kalibergwerk "Sigmundshall" der K+S Kali GmbH.
Neben dem Menschen kamen in grauer Vorzeit einzig Pferde in den Stollensystemen unterhalb der Erdoberfläche zum Einsatz.

Bis zum heutigen Tag.

Das Szenario spiegelt einen möglichen Unglücksfall unter Tage wieder. Durch einen plötzlichen Deckensturz werden zwei der Kumpel in einer Tiefe von gut 1.000m verschüttet und anschließend als vermisst gemeldet.

Zur Unterstützung der Such- und Rettungsmaßnahmen werden erstmalig die Rettungshunde der Johanniter-Unfall-Hilfe aus dem Ortsverband Hannover-Wasserturm an die glücklicherweise nur simulierte Einsatzstelle alarmiert.
Nach kurzer Zeit vermelden die auf die Suche nach unter Trümmern verschütteten Menschen trainierten, vierbeinigen Lebensretter durch lautes Bellen den Fund der vermissten Bergleute.

Mit dem Ergebnis, dass der Einsatz von Rettungshunden auch unter diesen besonderen Bedingungen eine Möglichkeit darstellt, die Rettungsmaßnahmen in einem etwaigen Unglücksfall um einen weiteren Baustein zu ergänzen, endete diese besondere Einsatzübung.
Vorausgegangen war diesem Tag eine länger andauernde, intensive Vorbereitung und die Auseinandersetzung mit etwaigen Vor- und Nachteilen des Einsatzmittels. Natürlich auch mit einem ganz besonderen Augenmerk auf mögliche Belastungen der für den Einsatz vorgesehenen Hunde.
Nach Abschluss dieser Vorbereitungen erfolgte die "Einsatzerprobung" am heutigen Tag unter Leitung des Werkssicherheitsingenieurs Michael Neureiter und dem Leiter der Grubenwehr Reinhard Teichner.
Die beiden Border Collies "Evan" und "Tonks", die Labardor Hündin "Shari" und der Schäferhund "Hulle" wurden neben ihren HundeführerInnen auch durch die Tierärztin der Rettungshundestaffel begleitet, um stets ein prüfendes Auge auf die Vierbeiner zu haben.
Es stellte sich nicht nur heraus, dass das gesamte Einsatzteam die Seilfahrt bis zur 750 Meter Sohle sehr gut meisterte, sondern auch die weitere Fahrt zur Einsatzstelle und die Suche durch die Hunde selbst, unter den gegebenen Bedingungen und bei den hohen Temperaturen, keinerlei Probleme barg.

Die heute gewonnenen Erkenntnisse werden zunächst ausgewertet und diskutiert und werden dann die Grundlage bilden, um künftig über einen möglichen Einsatz diesen besonderen Rettungsmittels unter Tage zu entscheiden.
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