29.600 Stunden im Einsatz während des Kirchentages - Eckhard von Hirschhausen bedankt sich bei Johannitern / Wunstorfer helfen im Sanitätsdienst

Die Johanniter (v.l.) Roman Louis, Sarah Heckermann und Nils Bronder aus dem Ortsverband Wunstorf-Steinhuder Meer sowie (liegend) Steffen Krohme aus dem Ortsverband Deister.
 
Die Johanniter leisten traditionell als evangelische Hilfsorganisation den Sanitätsdienst beim Evangelischen Kirchentag - und sichern dabei auch die Veranstaltungen ab. (Foto: Johanniter Tobias Grosser)
Damit wir klug werden – das Motto des 35. Deutschen Evangelischen Kirchentags ist auch für die Johanniter aus dem Regionalverband Niedersachsen voll aufgegangen. Mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen sind die rund 20 ehrenamtlichen Helfer aus den Ortsverbänden Wunstorf-Steinhuder Meer, Deister, Hannover-Wasserturm und dem Nordhannoverschen Ortsverband am gestrigen Sonntag wieder Zuhause angekommen. Insgesamt hatten mehr als 1.000 ehrenamtliche Helfer der Johanniter aus ganz Deutschland das „Johanniterdorf“ bezogen und fünf Tage lang bei hochsommerlichen Temperaturen erfolgreich im Sanitätsdienst, in den Fahr- und Begleitdiensten für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und in der Kinderbetreuung für das Wohl der Gäste gesorgt – 29.600 Helferstunden kamen dabei zusammen.

Insgesamt 1.806 Fälle zählten die rund 400 Sanitäter und Rettungsassistenten sowie 14 Ärzte, in denen sie Erste Hilfe leisteten. 181 Mal musste der Rettungsdienst ausrücken. „Ein Großteil der Einsätze entfiel aufgrund der hohen Temperaturen auf Kreislaufbeschwerden, aber auch leichtere Verletzungen wurden versorgt“, berichtet Dr. Thorsten Lukaschewski, ärztlicher Leiter der Johanniter-Unfall-Hilfe beim Kirchentag. In vielen Fällen hatten die Patienten nicht genug getrunken oder litten an Erschöpfung, das gesamte Einsatzaufkommen sei aber für eine Großveranstaltung eher gering gewesen und ohne ernstere Zwischenfälle verlaufen. Vielen Besuchern sei mit Sonnencreme, Wasser und Sonnencaps, die die Johanniter bereithielten, geholfen worden. Einen besonderen Schwerpunkt bildete der Veranstaltungstag am Donnerstag, an dem 763 Hilfeleistungen und 51 Einsätze mit dem Rettungsdienst registriert wurden. Dabei waren auch die Johanniter aus dem Ortsverband Wunstorf-Steinhuder Meer gefragt. Sie unterstützen den Sanitätsdienst und sicherten dabei Veranstaltungen mit ab. "Es hat großen Spaß gemacht", sagt Roman Louis. "Die Stimmung war toll."

Der Johanniter-Fahrdienst beförderte 5.634 Menschen mit Mobilitätseinschränkungen auf insgesamt 1.295 Fahrten und machte auch vor dem Bordstein nicht halt: Von dort begleiteten Helfer der Johanniter-Jugend die Gäste zwischen Unterkunft und Veranstaltungen sicher ans Ziel. Besonders am Ankunfts- und am Abreisetag waren die Ehrenamtlichen verstärkt auch am Hauptbahnhof im Einsatz, um an- und abreisenden Kirchentagsbesuchern ihre Hilfe anzubieten. Insgesamt 1.150 Stunden wurden im Begleitdienst erbracht. Erstmals bei einem Kirchentag gab es einen emmisionsfreien Fahrdienst mit Fahrradrikschas, die auch für Rollstühle geeignet sind.

„Ich ziehe ein positives Fazit - wir sind mit dem Einsatzverlauf sehr zufrieden“, resümierte Projektleiter Thomas Hanisch bei der abschließenden Stabsbesprechung. „Dank des beeindruckenden Helfer-Engagements meisterten wir auch kurzfristige Einsatzspitzen am Donnerstag. Trotz der Hitze, den besonderen strukturellen Herausforderungen in der Stadt Stuttgart und der doch knappen Helferzahlen lief alles noch besser und reibungsloser als wir erwartet hatten. Ich denke, dass wir unsere vielfältigen Dienstleistungen für den Kirchentag und seine Besucher bewährt zuverlässig und professionell erbracht haben.“
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