Stadt im Wandel: Das Stadthaus in Wismar

Wie das Gebäude des Stadthauses (links) vor der Restaurierung aussah. Archivfoto (Mai 2013): Helmut Kuzina
Wismar: Marktplatz | Erbaut wurde das Stadthaus im Jahr 1858 im Stil der englischen Tudorgotik, und zwar mit einer Haupt- und Feuerwache im Erdgeschoss, mit Wohnungen im ersten sowie mit Gefängnisräumen im zweiten Obergeschoss.

1915 und 1916 erfolgte der Einbau von Toilettenanlagen und der Umbau einer Obergeschosswohnung zu Geschäftsräumen. 1919 wurde in dem Gebäude das Polizeiamt und 1938/39 eine Befehlsstelle für den örtlichen Sicherheits- und Hilfsdienst eingerichtet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielten zivile Behörden ihren Sitz im Stadthaus, das Stadtbauamt, das Ratsarchiv und das Gesundheitsamt.

Zu Beginn der 1990er Jahre zog die Tourismuszentrale in neu gestaltete Räume ein. Bei einer Untersuchung des Gebäudes stellten Bausachverständige jedoch Feuchteschäden im Dachraum und in den Außenwänden fest, vor allem durch Hausschwamm und andere Nassfäulepilze.

Wegen der Sanierungsmaßnahmen ab 2013 musste die Touristeninformation zunächst in die Gerichtslaube des Rathauses und dann in das Welterbehaus in der Lübschen Straße umziehen.

Nach dem Ende der Baumaßnahmen wurde das Stadthaus am 27. Juli 2015 als Bürgerservice-Center eröffnet, in dem jetzt das Bürgerbüro, das Einwohnermeldeamt, der Bereich Wohnungswesen und Wohngeld sowie die Finanzverwaltung der Stadt zu finden sind.

September 2015, Helmut Kuzina
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