1. April

April April …



Eenmoal in d’ Joahr – jeden eersten Dach in d’ Aprilmoant – faalt een Süük över de Eer. Jeden Minsch will de anner vergöäkeln un vernaarbruuken dat dat man so stufft. Woneem dat kummt, dat weet ikk nich. Dor moot ikk moal ünnerdörkrupen – villicht koam ikk joa an de Wuddels ran. Ov ikk loat dat eenfach, denn de Minsch moot joa ok nich aal weeten.
Liekers – ikk hevv dat in mien Lääven foaken genooch sülven doahn – oahnungslos Minschenkinner mit Kattuun in de April stüürt. Je wieder dat wee, ümso düchdiger hett mi dat hööcht.
Wenn een dat denn sülven moal ankummt, dat man een annern upsäten is, denn hett de eerste Biet so’n Schmoak van een spütter Zitron. So sünd wi Minschen woll anlächt. In d’ Öller givt sükk dat denn meist een bietji, denk ikk. Bi mi is dat up jederfall so, denn ikk kann bi sowat blods noch schmüstern. Dat hevv ikk Ostermoandach wäär faststeält.
Ostermoandach full van d’ Joahr up de eerste April. Alleen dat tosoamenfall’n is doch all Spiegöäkenkroam.
Well denkt an so een hoogen Fierdach an Vernaarbrukeree? Ikk ni nich – wor ikk doch so een eernsthaftigen Keerl bün. Dat moot ikk nu glieks ok moal särgen.
Nu röpt mi an disse Gemengseldach us Frünndin Christoa an. See is van Natur her ok een heel binnerhaftiged Froominsch. See vertell mi mit son bietji flüchten in d’ Stiäm, dat hör Jung us wat brocht har – dat he us nich richtich funnen har – dat he dat buten vöör de Poort hensett har, un dat dat denn gau in d’ Woater muß. Up jederfall wee dat een bleuend Roos ut sien Tuun.
Ikk har joa so niks flinker to doon as noa buten to rönnen – wiel, son moi Geschenk wull ikk joa nich verdröögen loaten.
Ikk kiek an de eerste Poort – luur üm d’ Hörn noa de tweede Poort – schuffel de Padd hoch, ov he de bleuend Roos villicht an de Tuunpoort ovsett hett – niks to finnen. Verdekkselt nochmoal – schull ikk so bi mi – de hett all irgendwell anners mitgoahn loaten. In mien Biersichkeit wee ikk us Noabersdeern woll ok all upfall’n. See reep mi to: „ Suchst du euren Hund, Onkel Ewald?“ Nä mien Deern – anter ikk all een bääten füünsch – ikk söök een bleuend Roos. „Da kann ich dir auch nicht helfen“ kreech ikk noch halv to hörn, as ikk noa dat luut bimmelnd Schnakkfatt hensuus. Ikk greep de Hörer – een bleuend Roos har ikk woll saachter anfoat – un ut de Droaht krupt mi us Frünndin Christoa tomööt.
„Na – hast du die blühende Rose gefunden?“ In disse Momang is mi Unschülldsengel upgoahn, dat dat binnerhaftige Froominsch mi gewaltich wiet in d’ April stüürt har
.

ee
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2 Kommentare
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 01.04.2014 | 18:47  
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Roswitha Bute aus Soltau | 02.04.2014 | 08:45  
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