Von der Museumsmühle zum Mühlenmuseum Gifhorn

Die Holländermühle im Eingangsbereich des Mühlenmuseums (ein Erd- oder Wallholländer)
Wettmarer Müller: Fortbildung und Ausflug

Zum zweiten Mal in diesem Jahr brach im Oktober 2014 eine Gruppe mit Müllerin, Müllern und angehendem „Jungmüller“ und „Neu-Müller“ der Bockwindmühle Wettmar auf zu einem die Gemeinschaft stärkenden Ausflug, aber vor allem auch zu einer fachlichen Fortbildung. Ziel war das weithin bekannte private Mühlenmuseum in Gifhorn. Auf dem 16 ha großen Gelände am Stadtrand befinden sich 13 Originalmühlen unterschiedlicher Bauart oder originalgetreue Nachbauten aus aller Welt.
Der interessierte Reisende findet darüber hinaus ein Backhaus, ein Brothaus und ein sog. „Trachtenhaus“, in dem kleine Speisen und Kaffee und Kuchen genossen werden können. Für Fachleute, wie Müllerinnen und Müller, ist neben den Mühlen vor allem die Ausstellung über Mühlengeschichte und –technik im Eingangsbereich interessant: Gibt es eine Frage zur antiken persischen Horizental-Windmühle? Hier findet man ein Modell.

Da den Wettmarer Müllern vor allem auch an der Erweiterung ihrer Fachkompetenzen gelegen war, hatte sich der Leiter des Museums, Philipp Oppermann, ein renommierter Mühlenexperte, nach Vorabsprache gern für seine Kollegen Zeit genommen. So erfuhren sie vielmehr, als wenn sie – zwar Fachleute – sich im Mühlenmuseum allein auf den Weg gemacht hätten. So erhielten sie Hintergrundinformationen über die Entstehung und Weiterentwicklung des Museums, die allein von dem privaten Eigentümer Horst Wrobel, einem „Mühlenbessenen“ getragen wurde und wird, und zwar ohne jegliche öffentliche Förderung oder ein Milliionenerbe im Hintergrund!

Im Freigelände konnten sie Mühlen aus vielen Ländern und auch von anderen Kontinenten sehen und feststellen, wie die Technik aus fernen Zeiten und fernen Ländern im Grundprinzip der Technik der Bockwindmühle in Wettmar erstaunlicherweise ähnelt.

Ein Besuch in der gerade arbeitenden Tiroler Wassermühle, der Kauf von frischem Brot im Backhaus und ein abschließendes Gespräch mit dem Museumsleiter im Café „Trachenhaus“ rundeten die Fahrt ab und gaben Anregungen zur Lösung anstehender Fragen in der Wettmarer Bockwindmühle.
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Dieter Goldmann aus Seelze | 25.11.2014 | 13:04  
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