Höfesterben in Deutschland. Wohin mit dem Überschuss an hoflosen Bauern? In der Kantine des VW-Werkes in Wolfsburg hat man eine Lösung gefunden: Sie machen dort Currywurst daraus!
So jedenfalls war mein erster Gedanke, als ich die Gewerkschaftszeitung Metall, Ausgabe Februar 2009, auf Seite 28 aufschlug. Dort steht wörtlich im dritten Absatz: “Verarbeitet werden nur Schweinebacke, -speck und -bauch von deutschen Bauern“. Immerhin soll die berühmte Bratcurry einen 80-prozentigen Fleischanteil beinhalten. Und keine Zusatzstoffe. Das Besondere aber sind wohl die Köche und Hersteller der Wurst, denn die sind keineswegs in der NGG (Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten) organisiert sondern sind echte IG-Metaller im VW-Haustarif. Die Wurst geht laut Beitrag über die Hälfte in die Frühstücks-Brötchen der Werksbeschäftigten, der Rest der Produktion in den (Edeka)-Handel oder andere Autowerke.
Bleibt nur die Frage… was verwenden die wohl für ihren nicht minder berühmten Ketschup, der bei Kraft produziert wird … ?
Quelle: Metallzeitung 2/2009, Bezirk Niedersachsen. Beitrag „Die Meister der VW-Currywurst“ von Annette Vogelsang.
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