Achtersieg durch Kombination von Erfahrung und Stärke

Teresa Claus kurz vor dem Sieg
Bei der 53. Bamberger Ruder-Regatta auf dem Main-Donau-Kanal in Bamberg-Bug gelangen den Sportlern der Rudergesellschaft Speyer stolze zehn Siege. Komplettiert wurde die Regattaausbeute durch fünf zweite, drei dritte und zwei vierte Plätze. Eindeutiger „Regattastar“ wurde Elias Archinger mit einer 100%igen Ausbeute, er konnte alle seine vier Rennen gewinnen. Ebenfalls vier Siege verbuchte Ralf Burkhardt, bei sechs Starts.
Als einzige Juniorin ging Ernestine Archinger an den Start, wie stets technisch sehr sauber ruderte sie im Juniorinnen-A-Einer zwei Mal auf Rang vier. Im Doppelzweier mit ihrer Partnerin Tamara Kessler vom RV Saarbrücken gelangen zwei schöne zweite Plätze. Im Leichtgewichts-Frauen-Einer A war Teresa Claus mit einem Doppelsieg das Maß der Dinge. Im ersten Rennen wies sie bei ihrem Sieg die Konkurrenz klar auf die Plätze und bewies im zweiten Lauf Nervenstärke. Nur 100 Meter vor dem Ziel lag sie noch zurück, setzte sich dann mit Willensstärke im Endspurt, unter dem Beifall der Zuschauer, im Fotofinish durch.
Elias Archinger setzte sich sowohl im Männer-Einer A als auch B über die 1000-Meter- wie die 1500-Meter-Distanz drei Mal beeindruckend durch und hielt die Konkurrenz jeweils mit deutlich mehr als einer Länge Vorsprung auf Distanz. Philipp Nowicki und Elias Kolbenschlag waren im Doppelzweier der Männer A als auch im Männer-A-Zweier-ohne Steuermann unterwegs. Im Skullboot, dem Doppelzweier, gelang der zweite Platz, im Riemenboot Rang drei.
Für die Masters ging es über die Standarddistanz von 1000 Metern. Erstmals am Start für die RGS war Corinna Bachmann. Im Masters-Frauen-Doppelvierer B (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre) gab es für sie gleich den ersten Sieg in der Renngemeinschaft RG Speyer/Frankfurt RG Nied/WSV Neckarrems vor dem RC Tegel/Bamberger RG. Der Start in der offenen Klasse der Frauen im Doppelzweier brachte Platz drei. Im Masters-Einer C (Mindestalter 43 Jahre) wollte Ralf Burkhardt seinen Leistungsstand testen, das gelang hervorragend. Dem Speyerer gelang ein klarer Sieg im vollen Feld. Im Doppelzweier C mit Peter Gärtner ließ er einen zweiten Platz hinter dem WSV Neckarrems aber deutlich vor dem SV Planeta Radebeul folgen. Ebenfalls im Doppelzweier waren Gerhard Kayser und Norbert Herbel unterwegs. Nach einem sauber herausgeruderten zweiten Platz am ersten Tag folgte Rang drei im zweiten Lauf vor dem RV Nürnberg in der Altersklasse F (Mindestdurchschnittsalter 60 Jahre). Es siegten jeweils die Topfavoriten und mehrfache World Masters Sieger dieser Klasse Werner Busch und Werner Rösch in der Renngemeinschaft Crefelder RC/Lauffener RC Neckar. Im Masters-Doppelvierer mussten sich Ralf Burkhardt, Peter Gärtner, Harald Schwager und Thomas Dresel, Mannheimer RG Rheinau mit deutlich jüngerer Konkurrenz auseinandersetzen. In einem technisch nahezu perfekten Rennen, konnte der Sieg des Straubinger RC zwar nicht verhindert werden, der zweite Platz vor dem RC Lech Kaufering/RC Deggendorf belohnte das Quartett mit der Genugtuung „die Jungen“ geschlagen zu haben. Im zweiten Lauf, jetzt in der Besetzung Ralf Burkhardt, Peter Gärtner, Harald Schwager und Andreas Kabs, gelang das nicht für möglich gehaltene: Auf der ersten Streckenhälfte kauften die Speyerer mit beherztem Einsatz auch dem Straubinger RC den Schneid ab und siegten dann verdient. Im Masters-Achter ging es für die Renngemeinschaft RG Speyer/Mannheimer RG Rheinau in der Besetzung Ralf Burkhardt, Thomas Dresel, Ottmar Gärtner, Peter Gärtner, Ingo Janz, Andreas Kabs, Ralf Mattil, Harald Schwager und Steuerfrau Silke Pattloch nicht nur zu Wasser um den Sieg, sondern es galt auch gegen die Zuschauer anzurudern, die den Achter der Bamberger RG siegen sehen wollten und nach vorne trieben. Das konnte klar verhindert werden und letztlich jubelten die Speyerer Fans über den Sieg mit fast einer Länge. Die Krone auf eine gelungene Regatta setzte dann der Speyerer Achter in der Offenen Klasse. Von den Gegner offensichtlich unterschätzt setzte sich die Speyerer-Combo mit den drei gerade zu den Senioren aufgestiegenen Philipp Nowicki, Elias Kolbenschlag und Elias Archinger sowie den Masters Ralf Burkhardt, Peter Gärtner, Ingo Janz, Andreas Kabs, Harald Schwager und Steuerfrau Silke Pattloch schon am Start leicht an die Spitze. Der Vorsprung auf den Passauer Männer-Achter konnten die Speyerer bis auf eine halbe Länge ausbauen und dann bis ins Ziel verteidigen.
„Die Kombination aus Erfahrung und Kraft brachte uns den Sieg“, kommentierte der völlig erschöpfte Philipp Nowicki direkt nach dem Rennen mit einem breiten Grinsen im Gesicht über den unverhofften Abschlusssieg.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.