Super-Stimmung beim „32. Blues in Lehrte“

Einmal im Jahr, am ersten „Samstach“ im September, haben die Blues Fans das Reiseziel Lehrte fest eingeplant. 600 Karten gingen im Vorverkauf weg, und man rechnete wie die vergangenen Jahr mit 1200 Besuchern.

Pünktlich um 16 Uhr eröffnete die stellvertretende Präsidentin des „Blues in Lehrte e.V.“, Claudia Grumser, das „32. Blues in Lehrte“ auf dem „Rodelberch“. Sie dankte Radio Leineherz für die Unterstützung und musste schweren Herzens die Absage des erwarteten Gastes, der 12-jährigen Amber aus Hannover, verkünden. Aber man freue sich über die Künstler, wie die Marius Tilly Band aus Hannover, Mojo Hands aus Dänemark, Tim Mitchel und Nikki Hill jeweils aus den USA, die heute „die Party steigen lassen“. Für die musikalische Unterhaltung in der Umbauphase der Bühne freute man sich auf Greyhound George & Andy Grünert.

Was einmal mit „Freundeskreis Blues Festival“ und einer Auto-Tour zum Nord Cup gestartet wurde, hatte vor Jahrzehnten großes Interesse am Blues geweckt. Früher, noch in den Kinderschuhen der Veranstaltung beim Sehnder Open Air dabei, entwickelte sich 1984 der erste „Blues in Lehrte“ – damals noch ein reines Provisorium. 400 Fans im strömenden Regen feierten die Künstler. Es war ein absolutes Verlustgeschäft mit viel Risiko, aber es hatte Spaß gemacht, erklärte Pressesprecherin Susanna Veenhuis.

Der Regen begleitete das Festival schon von Anfang an, so dass früher sogar „ein aufgespannter Regenschirm im Logo“ enthalten war, so Veenhuis. Aus rechtlichen Gründen wurde 2004 „zähneknirschend“ der Blues in Lehrte e.V. gegründet. Mittlerweile umfasst er hundert Mitglieder, die jeder einen Beitrag von 12 Euro im Jahr zahlen.

Blues in Lehrte hat einen eigenen Merchandisingstand, an dem T-Shirts, Cappies, Bücher und auch ein Uhrmodell in limitierter Stückzahl erworben werden kann. Dabei bekommen Mitglieder günstigere Konditionen. Die Veranstaltung wird durch rund 80 ehrenamtliche Helfer unterstützt, und für das leibliche Wohl war gesorgt. Einen Luftballonwettbewerb gab es auch dieses Jahr wieder. In der zweiten Umbau Phase ließ man die, mit ausgefüllten Postkarten, aufsteigen. „Vergangenes Jahr hat es ein Luftballon 173 Flugkilometer geschafft“, erklärte Claudia Grumser auf der Bühne.

Vollkommen normal ist der Besuch in Lehrte für Familie Hennies aus Wipshausen bei Edemissen. Hier ist der Termin jedes Jahr im Kalender fest eingetragen. „Seit Jahren sind wir sehr gerne mit der ganzen Familie hier“, meinte Gera Hennies. Anders bei Andre Oelmann aus Arpke mit seiner Freundin Michaela Kittelmann, die zum ersten Mal hier waren – und „sehr begeistert sind. Die zurückliegenden Jahre wollten wir immer wieder hier her kommen, aber haben es doch nicht geschafft.“ Nun hatten sie im Vorverkauf die Karten erworben und planen den Besuch auf jeden Fall für das nächste Jahr wieder ein. Sicher ist: Der Blues in Lehrte geht weiter.

Fotos: Lutz Akemann
Artikel übernommen von Sehnde-News
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