FDP für bessere Öffnungszeiten beim Wertstoffhof Sarstedt

Kundenfreundliche Öffnungszeiten beim Wertstoffhof in Pattensen
 
Der Wertstoffhof in Sarstedt hat öfter geschlossen als geöffnet

Sarstedter Ortsverband steckt in Versammlung weitere Wahlziele fest


„Díe Öffnungszeiten des Wertstoffhofs in Sarstedt sind für Berufstätige nicht ausreichend“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende der FDP Sarstedt, Dr. Andreas Klingenberg, in der letzten Sitzung des FDP Ortsverbandes am vergangenen Montag.

So sei in der Bevölkerung der Stadt Sarstedt von Betroffenen vermehrt Kritik laut geworden. Die Öffnungszeiten des Wertstoffhofs seien jeweils Montag und Donnerstag von 8.30 bis 16.30 Uhr, sowie jeden 1. Samstag im Monat von 8.00 bis 12.00 Uhr. Die ZAH bemühe sich laut Klingenberg zwar, ihrem Anspruch gerecht zu werden, die Entsorgung bürgerfreundlich und zu einem fairen Preis zu gestalten. Jedoch gebe beispielsweise ein Blick auf die Öffnungszeiten des benachbarten Wertstoffhofs in Pattensen (Dienstag von 9.00 bis 18.30 Uhr, Mittwoch bis Freitag von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr, jeden Samstaq 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr) einen Hinweis darauf, dass dort die Belange der Berufstätigen mehr Berücksichtigung fänden. Die Abfallentsorgung in der Region Hannover sei zwar anders organisiert, dennoch, so regte Klingenberg an, sollte im Sinne von mehr Bürgerfreundlichkeit für Sarstedt eine Überprüfung auf Verbesserungsmöglichkeiten der Öffnungszeiten erfolgen.

Auch Strauchschnittentsorgung verbesserungswürdig


Ähnlich stelle sich auch die die Situation bei der Entsorgung von Baum- und Strauchschnitt in Sarstedt dar. Diese sei nur an der Deponie Moorberg (nächster Termin erst am 12.11.16) kostenfrei möglich. Die Abholung an der Grundstücksgrenze koste hingegen 23,80 Euro. Auch hier zieht Klingenberg die Parallele zur Region Hannover, die mit dem Spruch werbe „Gartenabfall - Entsorgung ganz in ihrer Nähe“. Dort können an 55 landwirtschaftlichen Annahmestellen im Umland Grünabfälle bis zu 1m3 am Tag kostenfrei abgegeben werden. Er regte an, die Abgabe von Grünabfällen an landwirtschaftlichen Annahmestellen auch im Landkreis Hildesheim kostenfrei zu ermöglichen.
Dr. Bernd Fell, Kreistagsmitglied der FDP, hierzu: „Wir werden uns hoffentlich im nächsten Kreistag mit mehr liberalem Gewicht für nutzerfreundlichere Öffnungszeiten und erweiterte Grünschnitttermine einsetzen können.“

Boksbergwäldchen nicht vernachlässigen


Im Verlauf der Ortsverbandssitzung berichtete Heidi Weise von der kürzlich erfolgten Begehung des Boksbergwäldchens durch den Stadtentwicklungsausschuss. Dabei habe sich die Frage gestellt, ob pflegerische Maßnahmen zur Erhaltung und Nutzung notwendig und gewünscht seien. Die selbständige Gärtnerin Weise plädierte dafür, „das Waldstück naturbelassen zu bewahren, ohne es verwahrlosen zu lassen“. Sollte der Bauhof mit dieser Aufgabe personell und sachlich überfordert sein, müsse dieses durch eine externe Waldpflege erfolgen. „Das Boksbergwäldchen gehört zum Stadtgrün. Dort wird unter anderem gejoggt und Fußball gespielt. Es ist ein Erholungsraum. Schon deshalb sollten wir es nicht vernachlässigen“, so Heidi Weise.

Ortsbürgermeisterin Weise: "Dorfgemeinschaftshäuser erhalten und bei Bedarf ausbauen!"

Exemplarisch für alle Dorfgemeinschaftshäuser in Sarstedts Ortsteilen zeigte die Gödringer Ortsbürgermeisterin Weise die vielfältigen Funktionen des Dorfgemeinschaftshauses in Gödringen auf. Für das gesellschaftliche, kulturelle und sportliche Leben eines Dorfes sei das Dorfgemeinschaftshaus äußerst bedeutend. Enorm wichtig sei für sie auch, dass es dem Zusammenleben der Generationen im Dorf diene. In einer Zeit der zunehmenden Wertschätzung dörflichen Wohnens, sind Dorfgemeinschaftshäuser zu erhalten und bei Bedarf auch auszubauen, so die einhellige Auffassung der FDP Sarstedt. Ihr Nutzungsgrad in Bezug auf die Kosten sollte allerdings nachvollziehbar sein. Darüber hinaus sollten auch zunehmend Möglichkeiten erörtert werden, Funktionen der Dorfgemeinschaftshäuser zu optimieren oder auch zwischen ihnen zu kooperieren, was aber vermutlich aufgrund örtlich gewachsener Strukturen nicht so einfach umzusetzen sei.

FDP-Ratsmitglied Eichler: "CDU überzieht derzeit maßlos!"


Nach seinem Bericht zur aktuellen Arbeit aus dem Stadtrat merkte FDP Ortsverbandsvorsitzender und Ratsmitglied Dirk Eichler abschließend an, dass die dortige Arbeit seit Monaten erschwert werde. „Der CDU-Fraktionsvorsitzende Prior überhäuft Rat und Verwaltung mit einer Antragsflut, die in Umfang, Inhalt und Ton von einem krassen Misstrauen vor allem gegen die Stadtverwaltung und besonders in der Person von Bürgermeisterin Brennecke geprägt ist“, so Eichler. Es sei natürlich die Aufgabe der Opposition, laut und deutlich zu sagen, was und wie sie es anders machen würde. Neben richtigen substantiellen Anträgen gäbe es leider auch eine Vielzahl dürftig formulierter Anträge, die, nachdem sie in der Presse veröffentlicht sind, oftmals kurzfristig wieder von den Tagesordnungen der Ratsgremien heruntergenommen werden. „Ein plumper Versuch Priors, den Wählern öffentlichkeitswirksam Aktionismus vorzutäuschen, der hoffentlich nicht verfängt. Er überzieht zur Zeit einfach maßlos“, so das Fazit Eichlers, der abschließend noch die Frage in die Runde warf, was die derzeitige Antrags- und Anfrageflut der CDU den Steuerzahler allein in diesem Jahr zusätzlich gekostet habe und den Bürgerinnen und Bürgern am Ende an praktischem Mehrwert tatsächlich einbringe.
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 17.06.2016 | 15:01  
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