Unsere Radtour führte nach Loccum

Rehburg-Loccum: Kloster Loccum | Unsere Radtour führte nach Loccum
Loccum liegt etwa 50 km nordwestlich von Hannover in der Nähe des Steinhuder Meers. Es befindet sich westlich der Rehburger Berge und wird in Süd-Nord-Richtung von der Fulde (Zufluss des Steinhuder Meerbachs) durchflossen. Die Grenze zu Nordrhein-Westfalen verläuft entlang der Loccumer Gemarkung rund 3 km westlich des Ortskerns.
Der Gesche Koellarsweg erinnert an die Hinrichtung der Bauersfrau als Hexe in Loccum
Der Namensursprung von Loccum wird im Namen Lucca gesehen. Es gab hier ein Adelsgeschlecht derer von Lucca, Erbauer der Luccaburg. Die Namensherkunft könnte im Slawischen liegen, wo Lucca als Ausdruck für dt. 'Wiese' gedeutet werden kann. Es wird vermutet, dass sich hier im sächsischen Siedlungsraum um das 8. Jahrhundert slawischsprachige Wenden niederließen.
• In Loccum wurden von 1581 bis 1661 etwa 33 Menschen in Hexenprozessen hingerichtet, überwiegend Frauen. Erstes Opfer der Hexenverfolgungen war 1628 Magdalene bey der Koppeln, einer der anderen Prozesse wurde gegen Gesche Köllers geführt.[2] Die meisten Verurteilten wurden auf dem "Rosenbraken" verbrannt, einem Flurstück zwischen Klosterforst und Bundesstraße 441. In der Loccumer Überlieferung gilt der kleine Teich am Hang oberhalb von Bachteich und Fulde als sogenannter Hexenteich, an dem die Wasserproben vermeintlich stattfanden.

• Eine Schule wurde erstmals 1593 erwähnt. Das Kloster hatte diese eingerichtet und in der ehemaligen Frauenkapelle untergebracht. In diesem Gebäude wurden die Kinder bis zu einem Schulneubau 1963 unterrichtet.
• Von Dezember 1898 bis Sommer 1936 war Loccum an die Steinhuder Meer-Bahn angeschlossen, diese führte von Wunstorf nach Uchte.
• Von 1921 bis Anfang der 1980er Jahre war Loccum ebenfalls an das Netz der Deutschen Reichsbahn bzw. Deutschen Bundesbahn angeschlossen (Bahnstrecke Stadthagen–Stolzenau). Die Strecke führte von Leese über Loccum und Münchehagen weiter in Richtung Wiedensahl nach Stadthagen. Noch heute sind Streckenverläufe und alte Bahndämme auf Luftbildern zu erkennen. Das ehemalige Bahnhofsgebäude dient heutzutage als Wohnhaus.
• Am 19. März 1955 wurde im Kloster Loccum ein Staatskirchenvertrag für das Land Niedersachsen unterzeichnet. (Loccumer Vertrag)
• Die Gemeinde Loccum besaß ein eigenes Wappen, bis sie am 1. März 1974 mit vier weiteren Gemeinden in die neue Stadt Rehburg-Loccum eingegliedert wurde.[4]
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Elfie Haupt aus Einbeck | 16.07.2016 | 13:13  
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