Kardinal Meisner in Potsdam

Foto Horst Gürtler
Potsdam: Jeutner | Der frühere Erzbischof Joachim Kardinal Meisner besuchte am 22. September 2016 die Potsdamer Sternkirche, um sich dort die Ausstellung „Breslauer Holzschnitte“ mit Werken des Künstlers Bodo Zimmermann anzusehen.

Meisner selbst wurde 1933 in Breslau geboren und ist ein Kenner der schlesischen Kunst. Daher interessierte er sich sehr für die Arbeit des bereits 1945 in Kriegsgefangenschaft verstorbenen Bodo Zimmermann. In seinen 43 Lebensjahren hatte er eine Vielzahl von Holschnittwerken geschaffen, die im Original kaum erhalten geblieben sind. Deshalb zeigte die Ausstellung in Potsdam hochwertige Reproduktionen ausgewählter Werke des Künstlers.

Zusammengestellt wurde die Ausstellung von Pfarrer i.R. Joachim Jeutner. Er wirkte viele Jahre an der Sternkirche und ist ein Verwandter von Bodo Zimmermann.

Die beiden Theologen Meisner und Jeutner kamen bei ihrem Treffen fast brüderlich vertraut ins Gespräch und tauschten sich über schlesische Kunst aus. Dabei interessierte sich Kardinal Meisner sehr für die bewegende Biografie und das Werk von Bodo Zimmermann. Die hatte Jeutner in jahrelanger Sucharbeit in Museen, Sammlern und Antiquitätenhändlern recherchiert und so einen Überblick über das bedeutsame Lebenswerk seines Großonkels bekommen.

Derzeit arbeitet er an einem Werksverzeichnis, welches er dann gern an das Schlesische Museum in Görlitz übergeben möchte. Dort zeigte man auch schon Interesse und freute sich, dass die Ausstellung in Potsdam mit Kardinal Meisner einen ausgewiesenen Kenner und Bewunderer schlesischer Kunst begrüßen konnte.

Fotos von Horst Gürtler
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