Ein kritischer Blickwinkel zum Hier und Heute mit Hilfe des Selbstbildnises von Paula Modersohn-Becker
Das Gebet eines bayerischen Pfarrers aus dem Jahre 1864.
Lieber Herr und Gott!
Setz dem Überfluß Grenzen
und laß die Grenzen überflüssig werden.
Nimm den Frauen das letzte Wort
und erinnere die Männer an ihr erstes.
Gib den Regierenden ein besseres Deutsch
und den Deutschen eine bessere Regierung.
Schenke uns und unseren Freunden mehr Wahrheit
und der Wahrheit mehr Freunde.
Bessere solche Beamten, die wohl tätig,
die aber nicht wohltätig sind,
und lasse die, die rechtschaffend sind,
auch Recht schaffen.
Sorge dafür, daß wir alle in den Himmel kommen,
aber wenn DU willst noch nicht gleich.
Amen
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Natürlich läßt sich dieses Satzgeflecht noch weiter flechten.
Aber ich denke es war/ist eine Kunst all diese Ausführungen in dieser Kürze auf die Wunden Punkte unseres Lebens zu richten.
Intressant finde ich auch, daß sich fast jede/r von seinen Lieblingssatz angespochen fühlt und darüber schmunzeln kann.
Diese Anmerkungen treffen auch heute noch zu.
Der Menschen Gier nach Wachstum, führt zu sinnlosen Verbrauch
der Resourcen unserer Kinder und wird von der Regierung gefördert.
"Das Gebet eines bayerischen Pfarrers" sollte eben erst einmal vor der eigenen Tür fegen... denn schon im AT steht etwas zum Splitter im Auge des Anderen und dem Balken im eigenen.
Ich stelle fest, daß es sinnvoll war diesen Aufsatz hier einzustellen. Nach 150 Jahren zeigt er uns immer noch ein Manifest für eine gute Lebensführung auf.
Mal was anderes: Das Selbstbildnis von Paula Modersohn-Becker ist gut gewählt. Ihre Lebensgeschichte ist tragisch, leider viel zu früh verstorben. Ich verehre sie schon lange, und liebe ihre melancholischen Landschaftsstimmungen.
Der Heckenrosenbusch
Es stand einmal die Frage im Raum:
"Stell dir vor, du wärst ein Rosenbusch". . .
Ein Rosenbusch stand eimal vor einem Spiegel. Er sah darin...
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