Kreisfusion Osterode - Göttingen: Offener Brief an den Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen und die Vorsitzenden der Fraktionen im Landtag

Offener Brief von Ingeborg und Rainer Dittmannvon(Hohegeiß) an den Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen und die Vorsitzenden der Fraktionen im Landtag


Sehr geehrter Herr Ministerpräsident!
Sehr geehrte Damen und Herren!

In der Zeitung lesen wir, dass der Gesetzentwurf zur Fusion des Nachbarkreises Osterode am Harz mit dem Landkreis Göttingen in den Landtag zur Beratung eingebracht werden soll. Also drängt die Zeit!
Wir bitten Sie mit diesem Schreiben, in der Staatskanzlei und im Landtag mit den Abgeordneten noch einmal die Vor- und Nachteile dieses Zusammenschlusses ganz genau und sachlich abzuwägen, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Bei der Harzer Bevölkerung findet diese „Fusion“ mittlerweile keine Akzeptanz mehr, wenn es jemals eine überhaupt gegeben hat. Ganz im Gegenteil: Auch bei etlichen anfänglichen Befürwortern im südlichen Westharz nehmen die Bedenken mehr und mehr zu.
Sicher sind von Osterode rege Verbindungen nach Göttingen und von Goslar eher in den Raum Braunschweig, allein wegen der Verkehrslage und –wege seit alters her. Aber von Goslar auch nach Wernigerode und Halberstadt und von Osterode in den Raum Nordhausen und umgekehrt. Und wirtschaftliche Beziehungen lassen sich von Landkreisgrenzen sowie nicht bremsen, dass wissen Sie so gut wie ich und dass darf auch nicht sein. Sachsen-Anhalt ist uns mit dem Zusammenschluss dreier Harzkreise zum Landkreis Harz zuvorgekommen. Aber er war richtig. Und der große Harzkreis dort braucht einen starken Partner auf niedersächsischer Seite. Nur dann kann der Harz zusammenhalten und –bleiben.
Ein Großkreiß „Westharz“ kann auch ein wenig die Fehler, die bei der letzten Gemeindereform gemacht wurden, wieder gutmachen und z. B. den sinnvollen und erforderlichen Zusammenschluss von Städten und Gemeinden über die jetzigen Landkreisgrenzen hinweg ermöglichen.
Bitte, Herr Ministerpräsident, meine Damen und Herren, bremsen Sie Ihre Kollegen in Göttingen und Osterode und ermöglichen Sie allen Beteiligten, die ganze Sache noch einmal neu zu überdenken.

Ingeborg und Rainer Dittmann
Braunlage-Hohegeiß 03.05.2015
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