Team Lebensretter gewinnt beim Kleinfeldturnier in Nussbach

Mannschaften spendeten Preisgelder für die Hilfe für Leukämie -und Tumorkranke
 
Team Lebensretter der Stefan-Morsch-Stiftung gewann das Kleinfeldturnier in Nussbach
Nußbach: Sportplatz |

„Team Lebensretter“ steht auf den Fußballtrikots der Stefan-Morsch-Stiftung. Am vergangenen Samstag trat ein Team aus Mitarbeitern und Freunden beim Kleinfeldturnier der Redboys Nussbach (Kreis Kusel) an. Dort konnte man nicht nur Fußball, Leidenschaft und Kampfgeist der Hobbyfußballer aus der Umgebung sehen. Egal ob der FCK-Fanclub - Supporters 8.3 oder die Red Boys Nußbach, egal ob die SpVgg Captain Morgan, die Vet Concept, der SV Nussbach oder die Bierrussia Fraktur - die Mannschaften leisteten jede auf ihre weiße ganz konkrete Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke: Die einen spendeten ihre Preisgelder oder steckten etwas in die Spendendose, die anderen ließen sich typisieren.

Susanne Morsch, Vorstandsmitglied bei der ältesten Stammzellspenderdatei Deutschlands, ist begeistert: „Nicht nur unsere Mannschaft sollte die Trikots des Teams Lebensretter tragen. Ich finde jeder, der bei diesem Turnier mit geholfen und mitgemacht hat, ist ein Mitglied unseres Lebensretter-Teams“. Sie dankte dem SV Nussbach und den Red Boys, die das Turnier organisiert und ausgerichtet haben.

Beide hatten sich dafür stark gemacht, dass die Stefan-Morsch-Stiftung in Nussbach dabei war. Pro Jahr erkranken etwa 11 000 Menschen an Leukämie – allein in Deutschland. Viele davon sind Kinder oder Jugendliche. Wenn Chemotherapie und Bestrahlung nicht helfen, ist eine Stammzelltransplantation die letzte Chance. Das funktioniert jedoch nur, wenn sich gesunde Spender als mögliche Lebensretter zur Verfügung stellen. In der Spenderdatei der Stefan-Morsch-Stiftung sind nahezu eine halbe Million Spender registriert. Beim Kleinfeldturnier auf dem Gelände des SV Nussbach ließen sich rund 40 Spieler und Zuschauer registrieren. Mannschaften spendeten zudem ihre Preisgelder, so kamen insgesamt fast 350 Euro an Geldspenden dazu.

Oliver Gall, Vorsitzender des FCK-Fanclubs Redboys Nussbach“ freut sich: „Wir wollen die Zusammenarbeit wiederholen.“ Er dankte allen Helfern, die das Turnier möglich gemacht haben. Susanne Morsch, selbst ein Fan der Kaiserslauterner Roten Teufel, sieht das ähnlich, zumal die Stefan-Morsch-Stiftung das Turnier souverän gewonnen hat: „Die Spiele sind alle zu Null ausgegangen“, sagt sie stolz. Aber besonders froh, ist sie über die Hilfe, die hier geleistet wurde:

Die Speichelproben, der neu gewonnenen Spender, sind inzwischen im Labor der Stiftung eingetroffen und werden nun auf die für eine Transplantation relevanten genetischen Gewebemerkmale (HLA-Werte) untersucht und in der Datei gespeichert. Kommt man als Spender für einen Patienten in Frage, nehmen Mitarbeiter der Stiftung den Kontakt auf und betreuen die potenziellen Spender bei allen Schritten.

Eine solche Typisierungsaktion hat immer nachhaltige Wirkung – vielleicht wird schon in wenigen Wochen oder Monaten eine Spender, der sich am Samstag in Nussbach hat typisieren lassen, einem Menschen Hoffnung auf Leben schenken können. In jedem Fall aber bietet die Typisierung die Chance, dass nach Jahren, aber auch noch Jahrzehnte später Leben gerettet werden kann. Zugleich wird durch einen solchen Aufruf diese weitestgehend unbeachtete Form der Lebendspende in der Öffentlichkeit thematisiert.

Weitere Informationen unter der kostenlosen Hotline 0800 – 76 67 724, info@stefan-morsch-stiftung.de oder auf der Homepage www.stefan-morsch-stiftung.de

Die nächste Gelegenheit sich typisieren zu lassen:



Samstag, 27. Juni, 14 Uhr, 1. Doorsline Penalty Cup, Sportplatz, Römerstraße, in Wolfersweiler
Sonntag, 28. Juni, Ramstein, Rheinland-Pfalz-Tag
Montag, 29. Juni, 17 bis 20 Uhr, Mehrzweckhalle, Ernst-Heinz-Str., in Wolfersweiler
Donnerstag, 2. Juli, 16.30 bis 20.30 Uhr, Kulturhalle, Parkstr., in Hasborn
Sonntag, 5. Juli, Edenkoben, Familientag des Südwestdeutschen Fußballverbandes
17.-19.Juli, Bostalsee, Feuerwehrtage des Landkreises St. Wendel

Wie funktioniert eine Stammzellspende?


Um die Stammzellen beim Spender zu entnehmen, gibt es heute zwei Varianten: Bei der klassischen Methode der Knochenmark-Entnahme entnehmen Mediziner etwa 0,8 bis 1,5 Liter Knochenmark-Blut-Gemisch aus dem Beckenknochen des Spenders – niemals aus dem Rückenmark. Dieser Eingriff dauert zirka eine Stunde. Die zweite Methode ist die Entnahme peripherer Blutstammzellen aus dem Blut – ähnlich wie bei einer Plasmaspende oder Dialyse. Dazu wird dem Spender vorher ein körpereigener Botenstoff verabreicht, der die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut übergehen lässt. Dieser Botenstoff löst beim Spender im Vorfeld oft grippeähnliche Symptome – wie Kopf- und Gliederschmerzen aus. Diese verschwinden aber mit der Entnahme der Stammzellen.

Ist eine Online-Registrierung möglich?


Über die Homepage der Stefan-Morsch-Stiftung (www.stefan-morsch-stiftung.de) kann man sich jederzeit als Stammzellspender erfassen lassen. Über den Online-Registrierungsbutton auf der Startseite kommt man zur Einverständniserklärung. Dort müssen eine Reihe von Gesundheitsfragen beantwortet werden, deshalb sollte die PDF „Wie werde ich Spender?“ vorab genau gelesen werden. Nach dem Ausfüllen der Einverständniserklärung bekommt man ein Registrierungsset mit genauer Anleitung zugeschickt. Für Spender, die jünger als 40 Jahre sind, entstehen dabei keine Kosten.

Die Stefan-Morsch-Stiftung mit Sitz in Birkenfeld ist die älteste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ bietet die gemeinnützige Stiftung seit 1986 Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Hauptziel der Stiftung ist, Menschen zu werben, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. So werden täglich Stammzell- oder Knochenmarkspender aus der stiftungseigenen Spenderdatei von mehr als 400 000 potentiellen Lebensrettern weltweit vermittelt. Die Stiftung ist Mitglied der Stiftung Knochenmark- und Stammzellspende Deutschland (SKD).
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