Gedenkstätte Berlin - Hohenschönhausen: Das Grauen...

von Bernd Stache aus Neustadt am Rübenberge | am 02.02.2010 | 427 mal gelesen | 3 Kommentare | 6 Bildkommentare | 43 Bilder
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Wachturm der früheren Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit und heutigen Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

"Es war das Grauen". Diese Worte kamen immer wieder über die Lippen des Mannes, der uns Ende Januar 2010 durch die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der früheren Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit, führte. Seine Worte waren authentisch, denn der heute 54-Jährige saß im Alter von 27 Jahren selbst in dieser Untersuchungshaftanstalt ein - als Bürger der DDR, dessen Wunsch nach Freiheit hier endete.
Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen befindet sich auf dem Gelände einer ehemaligen Großküche im Nordosten Berlins. Dort wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ein sowjetisches Speziallager errichtet. Nach der Schließung dieses Lagers im Oktober 1946 entstand im Keller des Gebäudes das zentrale sowjetische Untersuchungsgefängnis für Ostdeutschland; die Gefangenen nannten es "Das U-Boot". 1951 übernahm das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) das Gefängnis. Im Jahr 1961 wurde das "U-Boot" durch einen Neubau ersetzt und bis 1989 als zentrale Untersuchungshaftanstalt genutzt. Tausende politisch Verfolgte waren an diesem Ort inhaftiert, darunter nahezu alle bekannten DDR-Oppositionellen. Die Untersuchungshaftanstalt lag in einem militärischen Sperrbezirk, der von der Außenwelt - mitten in Berlin - hermetisch abgeschlossen war. In dem Gebiet, das man auf keinem Ostberliner Stadtplan fand, waren etliche Diensteinheiten des MfS untergebracht.
Mit dem Ende der DDR wurde die Haftanstalt in Berlin-Hohenschönhausen am 3. Oktober 1990 geschlossen. Auf dem Gelände der damaligen zentralen Untersuchungshaftanstalt des MfS befindet sich seit 1994 diese Gedenkstätte: seit Juli 2000 als eine selbstständige Stiftung öffentlichen Rechts.
Die Gedenkstätte befindet sich in der Genslerstr. 66, 13055 Berlin. Im Internet unter www.stiftung-hsh.de gibt es alle wichtigen Informationen.

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3 Kommentare zum Beitrag
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Hubert R. aus Isernhagen am 02.02.2010 um 23:06 Uhr  
11.200
Horst Schmiedchen aus Wennigsen am 10.02.2010 um 21:38 Uhr  
1.600
Bernd Stache aus Neustadt am Rübenberge am 11.02.2010 um 12:28 Uhr  
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