Theatersaison 2015/2016 in der Stadthalle Neusäß

"Ein Volksfeind" mit Rufus Beck am 27. September (Foto: © Christian Kaufmann)
 
"Die Marquise von O." am 16. April 2016 (Foto: © Mark Noormann)
Die Abosaison 2014/2015 ging gerade mit einem Glücksmoment im doppelten Sinn des Titels zu Ende, mit einem intelligenten Boulevardstück voller Sprachwitz, glänzend gespielt von Barbara Wussow und Peter Bongartz. Das Abo bescherte unvergessliche Momente mit Doris Kunstmann, Helmut Zierl, einen funkensprühenden Geschlechterkampf mit Suzanne von Borsody, fesselnde Klassiker mit Shakespeare und Schiller. Ins Musikabo brachten Berliner Lieder kessen Schwung. Die Beatles-Night riss auch Jüngere mit, und Christian Auers Hochstapler-Revue bestach mit bayer. Bazis und lasterhaften Frauen.

Das neue Abo-E startet mit Ibsens Volksfeind, prominent besetzt mit Rufus Beck, inszeniert von Chr. Brück, dessen Don Karlos das letzte Abo glanzvoll eröffnete, und endet mit Kleists berühmt berüchtigter „Marquise von O.“, der Selbstfindung einer jungen Witwe zwischen Kriegs- und Liebeswirren aus derselben Theaterschmiede. Ein Ensemble stellt sich in Neusäß vor mit „Die Päpstin“ nach dem Bestseller von Donna W. Cross. Der Name ist Programm: „theaterlust“. Die prallen, lustvollen Inszenierungen sorgen überall für Furore, v.a. mit der bestechenden Anja Klawun als Päpstin. Im Abo-Bonus zeigt Klawun als „Gretchen 89ff.“ in einem spritzigen Theater-Kabarett Lutz Hübners ihre heitere Seite in köstlichen Variationen über Faust und die Bretter, die die Welt bedeuten.

Das Abo-U serviert die Fortsetzung von Jeff Barons Erfolgskomödie „Neuer Besuch bei Mr. Green“ mit Dirk Bender in der Hauptrolle des unkonventionellem Alten voller feinsinnigen jüdischen Humors, der sich gegen traditionsverbissene Junge schlitzohrig behauptet. Wer ist da jung, wer alt, fragt man sich mit dem Autor. In der Kriminalkomödie „REIZende Leich‘“, der bayerischen Version des Broadway-Klassikers „Faithfull“ sorgen 3 bay. Vollblutschauspieler, Winfried Frey, Bernhard Ulrich und Petra Auer für spannende Unterhaltung auf hohem Niveau. Den Abschluss des Abos U liefert einer der größten Theatererfolge der Nachkriegszeit, „Des Teufels General“. Zuckmayers Schauspiel über Widerstand und Mitläufer im 3. Reich errang ungeahnte Popularität durch die Figur des draufgängerischen Fliegergenerals Harras, der die Sabotage seiner Gefährten, die anders als er ihre Opposition gegen Hitler in die Tat umsetzten, mit seinem Flug in den Tod sühnt. Das Stück steht und fällt mit der Hauptrolle. Gustav Knuth schrieb mit der Premiere in Zürich 1946 Theatergeschichte. Gerd Silberbauer demonstrierte u.a. in der Schachnovelle seine enorme Wirkung als Charakterdarsteller mit Ecken und Kanten, ideale Voraussetzungen für „Des Teufels General“.

Das Musik-Abo 2015/16 startet mit H.-U.Höfles musikalischem Streifzug durch die Kriminalliteratur unter dem Motto „Der Kommissar geht um“. Die spektakuläre ABBA-Night des Kulturgipfels löst überall, zuletzt auf der Freilichtbühne euphorische Begeisterung aus. Den fulminanten Abschluss des Abos liefert seit langer Zeit wieder einmal eine wunderschöne Operette, „Eine Nacht in Venedig“. Christian Auer, der Münchner Musiker, Komponist und Regisseur, der in Neusäß schon mehrfach, zuletzt mit der spritzigen Hochstaplerrevue punktete, inszeniert sie mit Münchner Sängern, Profis, unterstützt von Solisten und Chor von Elisabeth Haumanns erfolgreicher Augsburger Theaternachwuchsschmiede Young Stage.

Wenn wir Ihr Interesse wecken konnten auf unsere Abos, ernstes, unterhaltendes oder musikalisches, melden Sie sich bei Frau Egger unter Tel. 4606-145, Fax: 4606-143, E-Mail: kulturbuero @neusaess.de. Wir schicken Ihnen gerne in Kürze unser neues Abo-Heft
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.neusässer | Erschienen am 04.04.2015
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