Kunstworkshop der Klasse 6a der Mittelschule Neusäß im Augsburger Museum H2

  Schüler erleben die Welt „in farbe“ im Museum H2

Kunst macht Schule und wie! Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a der Ganztagesschule Am Eichenwald in Neusäß trieben es mit ihrer Lehrerin Erika Strehle einen Vormittag lang in Augsburg ganz schön bunt. Für sie stand nämlich ein besonderer Kunstunterricht auf dem Stundenplan. Auf Einladung der Lechwerke AG ließen sie sich von Dr. Stefan Schrammel durch die Ausstellung „in farbe“ der Gesellschaft für Gegenwartskunst (GfG) führen. Die Eichenwald-Schule in Neusäß hatte sich im Rahmen des Partnerschulen-Programms der „Bildungsinitiative 3malE – Bildung mit Energie“ der Lechwerke AG für das Programm beworben – und als eine von drei Schulen den Zuschlag erhalten.
Bei einem Kunst-Workshop konnten die Schüler die farbigen Bilder von Künstlern wie Paul Cezanne und Paul Klee, von Franz Ackermann und Thomas Schütte im Augsburger Museum H2 hautnah und mit allen Sinnen erleben, Bilder anschauen, interpretieren und anschließend selbst künstlerisch aktiv werden.
Wie ein roter Faden zogen sich die drei Themenbereiche Figur – Landschaft – Abstraktion durch die Ausstellung „in farbe“. Die Kinder folgten interessiert den Schilderungen des Architekten und Künstlers Stefan Schrammel und erforschten mit ihm die verwendeten Malmittel der Künstler. „Das schaut aus, wie wenn Kaffee ausgeschüttet worden wäre“, bemerkte Veronique, und tatsächlich hatte der Maler Kaffee verwendet. Abdu interessierte besonders der Künstler Andy Hope, der eigentlich Andreas Hofer heißt. Und Sarah begeisterten die Augen aus Stoff bei den traurigen Goldfischen im Glas, einem Aquarell von Laura Owens.
Eindeutiges Lieblingswerk aller war jedoch die knallbunte Collage von Jean Tinguely, in dem die Kinder kleine Alltagsgegenstände wie Lutscher, Glanzbilder, Malkasten, Figuren, Knöpfe und Korken entdecken konnten – und Grashüpfer Flip, Freund der Biene Maja, der sich ganz eitel in einem Spiegel betrachtet. Alles nur Kinderkram? „Von wegen!“, erklärte Stefan Schrammel. „Jede Zeit hat ihre Ausdrucksmöglichkeiten. Und man muss ganz genau hinschauen, wenn man Kunst verstehen will.“ Entsprechend hoch motiviert waren die Kinder, als es darum ging, Kunstwerke unterschiedlicher Epochen mit den Exponaten zu vergleichen oder Begriffe wie Abstraktion und Bildkomposition an ausgewählten Beispielen zu interpretieren.
Ob Kaffee, Tinte, Holzkohle, TippEx, Farbmarker oder Seide: Die von Schrammel in einer Kiste gesammelten Ausgangsmaterialien der Künstler konnten von den Schülerinnen und Schülern mühelos den Exponaten zugeordnet werden. Nach dem pädagogischen Motto „Eindruck gewinnen – Ausdruck geben“ experimentierten abschließend alle Kinder im Lernraum des Museums mit verschiedenen Materialien, Techniken und Farben. Die Kunstwerke wurden danach in einer Galerie der Fantasie ausgestellt und von allen bewundert, bevor die Nachwuchskünstler sie mit nach Hause nehmen durften. Mit vielen Anregungen zur weiteren Gestaltung der in der Ausstellung gewonnenen Eindrücke ging der bunte Vormittag im H2 zu Ende. Klasslehrerin Erika Strehle: „Es war für die Schülerinnen und Schüler ein besonderer Tag, da sie sonst kaum Gelegenheit haben, außerhalb der Schule ein Museum zu besuchen.“
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