Geschichte der Nebraer Kirche (3) !

Südseite der Kirche
 
1
Mai 2007

Nebra (Unstrut): Manni57 | 1316 wurde wahrscheinlich mit der Grundsteinlegung der Bau einer Kirche in der neuen Stadt ins Auge gefasst.
Darauf deutet eine Inschrift an der Südseite der Kirche hin.
"Am 4then(oder 5then oder 6then)Mai wird der gerade hundertjährige Eckstein gelegt im Jahre 1416 nach Christi,wenn du diesen Titel kennst."
Nach Übersetzung durch des Pfarrers Dr. Bergner,Bau-und Kunstdenkmäler des Kreises Querfurt.
Die frühere Geschichte gibt es hier in diesem Link nachzulesen:
http://www.myheimat.de/nebra-unstrut/gedanken/gesc...

Fortsetzung .... !
Auszüge aus dem Kirchenregister bis 1976 :

1641 - die Auswirkungen des 30jährigen Krieges verschonen Nebra auch nicht:
am17.-19. April wird die Stadt überfallen,geplündert und eingeäschert.
Auch die Kirche wird stark zerstört.
1657 - wird der Wiederaufbau unter der Leitung von Christian v. Nißmitz begonnen.
1661 - wird die Kirche ausgemalt und mit Sprüchen verziert.
1665 - die Stadt wird durch ein Großfeuer zerstört,auch der Kirchturm steht in Flammen und die Glocken werden zerstört.
1666 - zwei neue Glocken werden von Meister Jakob Wenzel aus Magdeburg gegossen,die große Glocke wird umgegossen bekommt aber bald darauf einen Riss.
1671 - bekam die Kirche eine neue Orgel,nachdem die alte 1641 bei einem Brand zerstört wurde.
Diese Orgel wird heute noch gespielt.
1732 - wird ein Altaraufsatz vom Bildhauer Johann Ernst Brünner aus Nebra angefertigt und aufgestellt.
1735 - im September wird der neue Altaraufsatz bemalt.
In das spätgotische Portal der Kirche wird eine Kirchentür im Barockstil eingebaut.
1831 - ein Neubau der Kirche kann trotz einer Notwendigkeit nicht erreicht werden.
Die Kirche wird außen und innen renoviert,die Bretter der Decke werden abgenommen,abgehobelt und wieder eingesetzt.
25.12.1831 - die renovierte Kirche wird neu eingeweiht.
1853 - das baufällige Pfarrhaus wird abgerissen und durch ein neues ersetzt.
Das Doppelhaus ist als Dienstwohnung für den Oberpfarrer und den Diakonus.
1876 - eine neue große Glocke mit einem Durchmesser von 142cm aus der Werkstatt der Gebrüder Ullrich aus Laucha kommt zu den beiden vorhandenen aus dem Jahre 1666 dazu.
1914 - das Pfarrhaus wird neu eingedeckt und eine Wasserleitung gelegt.
1917 - am 2.Juli werden die große und mittlere Glocke beschlagnahmt und für militärische Zwecke abgenommen.
1924 - wird im Diakonat ein Gemeinderaum eingerichtet.
23.November 1925 - drei neue Glocken aus Stahl treffen ein,sie wiegen 1965,923 und 518kg.
Die Glockenweihe findet am 1.Advent statt.
1934 - wird eine elektrische Beleuchtung und eine Fußbodenheizung installiert.
1946 - in Nebra entsteht eine katholische Gemeinde.
1949 - die Kirche erhält eine neuen Innenanstrich.
1951 - hält die katholische Kirche ihren 1. Gottesdienst im eigenen Haus in der Bahnhofstraße ab.
1961 - in der Kirche werden die obere Empore und die Patronatsloge herausgenommen.
1971 - am 21.Januar wird ein erster gemeinsamer Gebetsabend mit der katholischen und evangelischen Gemeinde in der katholischen Kapelle in der Bahnhofstraße abgehalten.
1972 - ab Februar erfolgt eine Teilrenovierung der Kirche:
Die unteren Emporen werden abgenommen,ein neuer Altar aus Freyburger Kalkstein wird gesetzt,der Taufstein bekommt einen neuen Standort,der Emporenaufgang wird umgesetzt und in den Rundbogen zwischen Turmhalle und Kirchenschiff wird eine Glaswand mit Pendeltüren eingebaut.Die Wände werden frisch gekalkt.
Am 14.Mai versammelt sich eine große Gemeinde zum Festgottesdienst.
1973 - im September und Oktober wird der Turm neu eingedeckt und die Turmhaube abgenommen.
1974 - ab März werden die Dachdeckerarbeiten fortgesetzt,die Nordseite des Kirchenschiffes wird umgedeckt und die Südseite neu eingedeckt.
1975 - der Marktplatz wird bis an die Kirchenstufen mit Platten belegt,ebenso die Straße an der Südseite der Kirche.

2002 - 20.11. der Kirchturm bekommt eine neue Spitze,der Dachreiter ist 5,50 Meter hoch und wird von einen 2 Meter hohen Kreuz gekrönt.
An den finanziellen Möglichkeiten scheiterte die Wiederentstehung der Erker und der Turmuhr.
In den etwa 80 000 Euro Gesamtkosten waren aber Zimmermannsarbeiten zur Erneuerung des Dachstuhl sowie die Neueindeckung und die Sanierungsarbeiten der Mauerkrone enthalten.

Am 13.Juli gab es die letzte Möglichkeit dem Spiel der Orgel aus dem 17.Jahrhundert
zu lauschen.Einen Tag später begann eine Halberstädter Firma mit der grundhaften Sanierung des Instrumentes.Desweitern wurden Maler -und Holzarbeiten im Emporenbereich durchgeführt.
Die Gesamtkosten lagen dabei um 61 000 Euro.
Am 12.Juni 2009 kam es zu einem festlichen Wiedereinweihungskonzert !

Ein besonderer Dank für die Bereitstellung des Bild-und Textmaterials geht diesmal an R.Hartmann.
Leider kann Ich Euch keinen neuen Bilder aus der heutigen Zeit anbieten,da ich vom Pfarrer keine Genehmigung erhalten habe ein paar aktuelle Bilder anzufertigen (online Kram) und seinerseits Desinteresse an der Nebraer Heimatgeschichte offen zum Ausdruck brachte !
Da bleibt mir bloß zu hoffen das es noch interessierte Bürger in unserer Umgebung gibt und diesen Beitrag zu schätzen wissen und Roswitha Hartmann keinen Ärger bekommt das sie mir das Material zur Verfügung gestellt hat !

http://www.myheimat.de/nebra-unstrut/gedanken/will...

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