Im Gedenken an die Vertreibung jüdischer Bürger aus Naumburg während der Zeit des Nationalsozialismus wird der Naumburger Bürgerverein am 3. Juni 2010, ab 13.00 Uhr, weitere 6 Stolpersteine verlegen lassen. Im Andenken an Annemarie und Gustav Gutkind, Peter und Johannes Hollaender, Elly Landsberg und Dr. Arhtur Samter werden die Stolpersteine in der Raschstraße, der Kösener Straße, der Parkstraße und am Spechsart verlegt. Die Aktion findet im Rahmen des europaweiten Kunstprojektes von Gunter Demnig statt.
Dies ist bereis die 2. Aktion des Naumburger Bürgervereins dieser Art. Es wurden bereits 4 Stolpersteine in Naumburg verlegt.
Info: gunter.demnig@stolpersteine.com
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Die weiteren Stolpersteine werden in der Parkstraße, in der Kösener Straße, in der Raschstraße und an der Spechsart verlegt. Heute haben wir uns gemeinsam mit der Stadt Namburg die Verlegestellen angeschaut. Die Steine werden jeweils im Fussweg vor den Häusern verlegt. Die Verlegung findet am
3. Juni 2010 ab 13.00 Uhr statt. Jeder der Interesse hat, ist gern dazu eingeladen. Gemeinsam mit dem Stadtarchiv der Stadt Naumburg wird nach weiteren Adressen geforscht und soll an das Schicksal der jüdischen Bürger unserer Stadt während des Nationalsozialismus erinnert werden.
Die Verlegung findet erst um 14.30 Uhr statt. Gunter Demnig wird alle 4 Stolpersteine selbst verlegen. Wer dabei sein möchte, ist sehr herzlich eingeladen. Die Verlegungen beginnen um 14.30 Uhr in der Parkstraße 21, anschließend in der Kösener Straße 27, dann an der Spechsart 5 und zum Abschluß in der Raschstraße 8. Insgesamt liegen dann in Naumburg 10 Stolpersteine.
Eine interessante Aktion. Ist demnächst geplant, auch in Laucha mal ein paar Stolpersteine zu verlegen? Eine Stadt, in der bei den Kommunalwahlen 2009 die NPD 13,5 Prozent und zwei Sitze im Stadtrat erreicht, hätte sicher einige Stolpersteine nötig.
es ist noch garnicht so lange her, da lief ich mit meinem Hund die Kösener Stasse entlang. Es war dunkel aber sehr warm. Ich hatte nur meine Sandalen an.......
Da sah ich vor mir etwas helles glänzendes. Der erste Gedanke an eine leere Zigarttenschachtel oder ein stück Glas, so etwas war es nicht. Ich beugte mich runter , um genaueres zu sehen. Im schein der Taschenlampe sah ich, das dort ein Metallstein eingesetzt wurden war. Mir war nicht klar, was das zu bedeuten hatte. ich hatte von so etwas noch nichts gehört.
.....ich wollte damit nur sagen, das dieser Stolperstein , kein Stolperstein ist. Mann kann ihn auch in Sandalen passieren, ohne zu stolpern. Aber er hat mich zu nachdenken angeregt und somit hat er wohl seine wahre Bestimmung bei mir nicht verfehlt.
Einen Dank an die Leute, welche sich die Mühe gemacht haben, dieses Projekt zu verwirklichen. Mann macht sich Gedanken....................
vielen Dank für den Bericht, Olaf!
Es ist nur ein kleines Zeichen, viele Menschen werden achtlos hinübergehen oder sich sogar gegen eine Erinnerung an diese Menschen aussprechen.
"Ob die Polen auch Stolpersteine verlegen?
Schlesien müsste voll davon sein!"
Gute Idee, in Polen haben die Nazies mit Ihrer Vernichtungspolitik besonders schlimm gewütet. Nicht nur Schlesien, ganz Polen müße geradezu damit gepflastert sein !
>> "...viele Menschen werden achtlos hinübergehen oder sich sogar gegen eine Erinnerung an diese Menschen aussprechen."
> "Das glaube ich nicht!"
Ich schon.
Wer nicht grad alt ist, hat mit der Zeit eh nichts am Hut und kennt die nur aus dem Geschichtsbuch - wie alles andere aus dem Geschichtsbuch eben auch. Also wird es zumindest nicht beachtet - was aber auch nichts Schlimmes ist.
Und sich dagegen aussprechen könnten auch viele - allein schon, weil es ja (auch) Kunstprojekt ist und das dann Geschmackssache ist.
Ist aber alles nichts Schlimmes, sondern eben andere Meinungen, Ansichten, Geschmäcker...
"Es ist doch so, man kennt die Leute nicht - warum soll ich mir da Gedanken machen?"
Das - finde ich - sind die falschen Gedanken. Natürlich kenne auch ich die Leute nicht.
Wenn sich jedoch niemand Gedanken macht, weil er eben die Leute nicht kennt, wie weit her ist es dann mit mit unserem Grundgedanken - der Menschlichkeit?
"Auf einem Friedhof bleibe ich auch nicht an jeden Grab stehen."
Ich auch nicht an jedem - aber an vielen!
"Ist aber alles nichts Schlimmes, sondern eben andere Meinungen, Ansichten, Geschmäcker..."
Es muss nicht jedem Menschen gefallen, aber als Andenken finde ich es schon in Ordnung.
> "Das - finde ich - sind die falschen Gedanken. Natürlich kenne auch ich die Leute nicht. Wenn sich jedoch niemand Gedanken macht, weil er eben die Leute nicht kennt, wie weit her ist es dann mit mit unserem Grundgedanken - der Menschlichkeit?"
Muss man beim Nachdenken, aus der Geschichte lernen und aus dem Gedenken aber immer einen Bohei, ein Brimborium, einen Hype oder anderen lauten, auffälligen Aktionismus machen oder gutheißen, nur damit die Restwelt befriedigt ist und einem keinen Scheiß unterstellt?!
> "Es muss nicht jedem Menschen gefallen, aber als Andenken finde ich es schon in Ordnung."
Ich finde es als Andenken in Ordnung aber auch, dass es abweichende Meinungen geben kann. Und wenn man etwas aus der schlimmen Zeit 33-89 gelernt haben sollte, dann das, dass Meinungsfreiheit etwas Schützenswertes ist und man Menschen nicht wegen Äußerlichkeiten verfolgt, abwertet, diskriminiert, denunziert, usw.
"...aus dem Gedenken aber immer einen Bohei, ein Brimborium, einen Hype oder anderen lauten, auffälligen Aktionismus machen oder gutheißen..."
...muss und sollte man nicht.
"nur damit die Restwelt befriedigt ist und einem keinen Scheiß unterstellt?!"
Nein - und schon gar nicht - was ich jetzt erst gesehen habe, einen "Uraltbeitrag" als "Schützenhilfe" nutzen.....
"...aber auch, dass es abweichende Meinungen geben kann."
Das war für mich noch nie ein Problem!
"Und wenn man etwas aus der schlimmen Zeit 33-89 gelernt haben sollte, dann das, dass Meinungsfreiheit etwas Schützenswertes ist und man Menschen nicht wegen Äußerlichkeiten verfolgt, abwertet, diskriminiert, denunziert, usw."
Dieser Satz sollte das Schlusswort in diesem 2 Jahre alten Beitrag sein!!!!
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