Altpapier hat in der Region eine aktuelle Diskussion entfacht. In den vergangenen Tagen berichtete unsere Zeitung mehrfach über dieses Thema. Der Grund: Private Firmen, die den Sekundärrohstoff aufkaufen, überbieten sich derzeit im Kampf um den höchsten Preis. Während das Gros der Händler fünf bis sechs Cent pro Kilogramm zahlen, gibt es andere, die bis zu neun Cent geben.
Gundram Mock, Vorstandsvorsitzender der Anstalt Abfallwirtschaft (AW) Sachsen-Anhalt Süd, sieht das Werben der Aufkäufer kritisch und macht zudem darauf aufmerksam, dass private Haushalte laut Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz auch beim Altpapier einem unterliegen. Zudem seien die Papiererlöse Teil der Kalkulationen der Abfallwirtschaft. Höhere Gebühren, wenn das Altpapieraufkommen und damit die Einnahmen sinken, wären demnach nicht auszuschließen.
In unserer aktuellen Wochendebatten wollen wir mit euch ins Gespräch kommen: Werft ihr eigentlich Altpapier in die blaue Tonne, verkauft ihr es oder gebt es einer Kindereinrichtung, die damit etwas Geld für Projekte erwirtschaftet? Lohnt sich das Sammeln und Verkaufen aus eurer Sicht überhaupt noch? Und vielleicht erinnert sich der eine oder andere auch an Zeiten, in denen Altpapier fleißig gesammelt wurde. Schreibt eure Meinung!
Altpapier muss heute in der blauen Tonne entsorgt werden, da es keine Annahmestellen wie zu DDR-Zeiten mehr gibt. Ich würde aber Altpapier in der nächstgelegenen Annahmestelle abgeben, ohne auf die Vergütung zu achten.
Diese Diskussion hatten wir hier in der Region Hannover auch vor einiger Zeit.
Von 3 Firmen sind zur Zeit nur noch 2 übrig, die Altpapier abholen. Die Abfallwirtschaft der Region und ein privater Anbieter.
Angeblich soll der Preis für Altpapier seitdem wieder gesunken sein. Die privaten Abholer sind nur interessiert, wenn der Preis hoch ist.
Peter
am 19.10.2010 um 21:43 Uhr
Natürlich kann ich die Bedenken von Herrn Mock gut verstehen, das nun etwas in seiner Kalkulation durcheinander kommt. Aber so ist das nun mal in der Marktwirtschaft. Plötzlich tut sich in diesem relativ geschützten Bereich eine Konkurrenz auf. Jetzt ist unternehmerisches Denken gefragt, dass kann aber nicht heißen, laut aufzuschreien und die Gebühren zu erhöhen. Also alles auf die Kunden abzuwälzen. Das ist ja in den letzten Jahren schon immer wieder geschehen.
Das ist natürlich ein Dilemma. Auf der einen Seite die Abfallwirtschaft, die rentabel sein muss und auf der anderen Seite das Interesse der kleiner Unternehmer die eine Geschäftsidee haben. Und zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, was man auch bedenken sollte.
In Naumburg sollen es je schon mehrere Unternehmer sein die Altpapier annehmen. Die Zeit wird Zeigen ob sich dieses Geschäft lohnt.
Ich selber habe schon einmal Papier dort abgeliefert, war nicht schlecht. Die Mühe hatte sich gelohnt. Bei Gelegenheit werde ich auch wieder etwas dort hin bringen.
So ganz kann ich Herrn Mock nicht zustimmen.
Mit dem Erwerb einer Zeitung geht diese in meinen Besitz über und als Eigentümer habe ich das Recht sie zu veräußern. Da auch ich wirtschaftlich denken muss, bekommt sie der Meistbietende.Läuft auch bei EBAY so. :-)
Da die Abfallwirtschaft ihre Gebühren eh ständig erhöht kann er mich mit diesem Argument nicht überzeugen.
Wir bringen unsere Zeitungen in den Kindergarten. Da können die lieben Kleinen auch mal ein Eis essen gehen oder ähnliches. Pappe und Schredderpapier kommt weiterhin in die Blaue Tonne. Wer auf dem Land wohnt, verfährt nicht seinen Sprit wegen ein paar Pfifferlingen für den vollen Kofferraum. Problematisch finde ich das Klauen aus den Tonnen. Das ist Diebstahl und sollte verfolgt werden, da es am Ende alle trifft, wenn die Müllgebühren erhöht werden. Leider wird dadurch auch nach anderen Entsorgungslösungen gesucht, wenn man mal so die Waldeinfahrten und Straßengräben betrachtet...Die Kosten werden sowieso auf die Bürger umgelegt und sei es nur durch das Anbringen eines Chips an der Mülltonne...Gründe dafür finden sich immer. Wäre doch mal ein Wunder, wenn Gebühren gesenkt werden, weil man z.B. weniger Müllautos braucht zum Papiereinsammeln.
Das Herr Mock Gebührenerhöhung ankündigt, wenn das Altpapier an private Aufkäufer abgegeben wird, ist ja wohl der blanke Hohn. Die Gebühren werden so oder so erhöht. Unverständlich ist für mich, dass Gewerbebetriebe zwar verpflichtet sind ihren Abfall durch den AW entsorgen zu lassen, dann aber selber entscheiden können, bei wem ihr Abfall entsorgt wird. Demgegenüber private Haushalte aber gezwungen sind, ihr Altpapier an den AW abzuführen, da habe ich die freie Marktwirtschaft wohl doch noch nicht verstanden. Jedenfalls werde ich mit meinem Eigentum machen, was ich will. Wenn der AW etwas gegen seine Misere unternehmen möchte, könnte er vieleicht ein Augenmerk darauf legen, dass keine Personen Altpapier aus den blauen Tonnen entnehmen und dies dann privat verkaufen, denn das ist Diebstahl am AW.
Klaus Zipfel
War das zu DDR zeiten schön, es klingelte an der Tür und davor standen ein paar Pioniere oder Schüler und fragten nach Altpappier, Zeitungen gebündelt, waren besonders beliebt da es für ein Kilo mehr Geld gab. An große Gewinne mit Pappier haben die wenigsten Menschen gedacht, aber zur Aufbesserung mancher Schülerkasse oder ein kleines Zubrot für manchen Rentner, war das eine feine Sache. Gebühren erhöhen in diesem Fall, wäre nur eine Gewinnerhöhung der entsprechenden Unternehmen
Altpapier sollte jeder selbst entsorgen können, die blauen Tonnen sind zwar okay und ich nutze sie auch meistens, aber wer sich die Arbeit macht und dann noch nebenbei ein paar Euro zurück bekommt, das ist doch völlig in Ordnung. Und das es unterschiedliche Anbieter gibt und dabei Wettbewerb entsteht und das dann auch unterschiedliche Aufkaufpreise entstehen ist auch normal. Wir sollten in unserer eh schon überfrachteten Welt nicht alles überreglementieren. Lasst doch den Leuten die Freiheit mit ihrem Eigentum, und das ist das Altpapier aus meiner Sicht zweifelsohne, machen zu können was man will.
Da kann ich ihnen nur bei stimmen auch wenn es mir schwer fält.
werner
am 26.10.2010 um 14:53 Uhr
Der Altpapier klau wird nicht nur Nachts, sondern auch direkt am Tag gemacht,
Es sind keine Kinder die sich ihr Taschengeld aufbessern, sondern es sind dreiste RENTNER, die auch noch frech werden.
Ichhabe schon zum wiederholten mal, ein und den selben Rentner, erwischt wie er sich an der Blauen Tonne zuschaffen macht. Auchals ich ihn darauf hingewiesen habe er befinde sich auf einem Privatgrundstück,noch das er sich an meinem Eigentum vergreift hat ihn interessiert.
Verrate tmir nun mal was man noch gegen diese unvernünftigen Menschen unternehmen kann, denn Anzeigen bringt nichts.
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