Echt oder unecht? Woran erkennt man einen Meteorit?

NWA869 Chondrit: Magnetismus
 
Unkalassifizierter NWA Chondrit: Schmelzkruste (oben)
 
NWA869: Regmaglypten
 
NWA2997 L5 Chondrit: Metallische Einsprengsel
 
Gibeon Oktaedrit IVa: Widmanstättensche Ätzfiguren
Nicht nur wenn sie in der freien Natur nach Meteoriten suchen, sondern vor allem, wenn sie auf Mineralienmessen oder bei eBay Meteorite kaufen wollen, stoßen sie auf eine entscheidende Frage: Ist das ein echter Meteorit, oder nur ein Stein von der Erde?

Auch ohne mineralogische Vorkenntnisse können sie schnell herausfinden, ob ein Stein möglicherweise ein Meteorit ist, oder nicht. Die Methode, die ich hier beschreibe, ist in 97% aller Fälle erfolgreich. In etwa 3%, bei einigen seltenen Arten von Meteoriten, liefert sie falsche oder unklare Ergebnisse. Von den folgenden Kriterien müssen nicht alle erfüllt sein, aber mit etwas Erfahrung kann man schnell lernen, wann man mit dem Resultat zufrieden sein kann und wann nicht.

1. Magnetismus: Fast alle Meteorite enthalten Eisen und Nickel, beziehungsweise eine Legierung aus beiden. Das gilt auch für Steinmeteorite, die mit etwa 92% den Löwenanteil der Meteoritenfälle stellen. Ob das Untersuchungsobjekt Nickeleisen enthält, genauer gesagt, ob es ferromagnetisch ist, kann man leicht mit einem Magneten nachweisen. Lässt sich der Stein von einem Magneten anziehen, hat er den ersten Test bestanden. Ausnahmen sind Meteorite vom Mond und vom Mars. Die enthalten in der Regel keine ferromagnetischen Stoffe, würden den Test also nicht bestehen. Allerdings sind Mond- und Marsmeteorite extrem selten.
2. Spezifisches Gewicht: Meteoriten haben im Allgemeinen ein deutlich höheres spezifisches Gewicht, als gewöhnliche Steine von der Erde. Das liegt an ihrem hohen Eisenanteil, der selbst bei LL Chondriten, Steinmeteorite, die sehr wenig Eisen enthalten, noch bei 18,5 Gewichtsprozenten liegt. Zum Schnelltest können sie die Probe in die Hand nehmen und mit einem ähnlich großen Stein von der Erde vergleichen. Wenn sie das spezifische Gewicht direkt bestimmen wollen, wiegen sie die Probe, bestimmen sie ihr Volumen, beispielsweise im Wasserbad, und dividieren sie die beiden Werte. Steinmeteorite haben ein spezifisches Gewicht von um die 3,5 Gramm pro Kubikzentimeter, Eisenmeteorite liegen bei etwa 7,8 g/cm3 . Bei Achondriten und Steineisenmeteoriten liegen die Werte dazwischen. Ausnahme sind hier die kohligen Chondrite mit etwa 2,5 g/cm3 , die jedoch sehr selten sind. Wenn sie die Probe in ein Wasserbad gelegt haben, vergessen sie nicht, sie anschließend gründlich zu trocken. Sonst rosten die oberflächennahen Eisenanteile.
3. Schmelzkruste: Da Meteorite bei ihrem Flug durch die Erdatmosphäre einer starken Reibungshitze ausgesetzt waren, ist ihre Oberfläche angeschmolzen. Diese Schmelzkruste ist sehr dünn, einige zehntel Millimeter und bei frisch gefallenen Meteoriten schwarz bis dunkelbraun. Je länger ein Meteorit auf der Erde der Verwitterung ausgesetzt ist, um so heller wird die Schmelzkruste. Übrigens sind Meteorite kalt, wenn sie am Boden ankommen. Im Flug luftgekühlt, sozusagen. Geschichten von Bränden, die von Meteoriten ausgelöst wurden, oder von glühenden Steinen, die vom Himmel fallen, gehören in das Reich der Märchen und Legenden. Das einzige heiße und aufgeschmolzene Gestein, das man in der Natur findet, ist Lava, die frisch aus einem Vulkan kommt. Verwechseln kann man die Schmelzkruste gelegentlich mit der Verwitterungskruste von basaltartigen Gesteinen. Wenn die einige 10000 Jahre an der Erdoberfläche liegen, bilden sie oft ebenfalls eine schwarze Kruste.
4. Regmaglypten: Ein Merkmal, das einige Meteorite, aber nicht alle, aufweisen. Regmaglypten sind kleine Mulden auf der Oberfläche, die in etwa aussehen wie die Abdrücke von Daumenkuppen in Plastilin. Sie entstehen ebenfalls beim Flug durch die Atmosphäre.
5. Chondren: Die meisten Steinmeteorite enthalten kleine Silikatkugeln aus Olivin, Pyroxen und/oder Plagioklas mit Durchmessern von einigen zehntel Millimeter bis zu mehreren Millimetern. Die Chondren sind eingebettet in die sehr feinkörnige Matrix des Meteoriten. An Bruchflächen oder besser an plangeschliffenen Stellen sind sie leicht zu erkennen. Ausnahmen sind die Achondrite, wie Mond- und Marsmeteorite oder die HED Gruppe, die Howardite, Eukrite und Diogenite sowie andere noch seltenere Sorten, die, wie der Name schon vermuten lässt, keine Chondren enthalten.
6. Strichfarbe: Wie bestimmt man die Strichfarbe? Ganz einfach: Streichen sie mit der Probe über die raue, unglasierte Rückseite einer Keramikfliese. Geeignet ist jede raue Keramikoberfläche, ein unglasierter Teller, eine professionelle Reibplatte, wie man sie in Läden für Laborbedarf kaufen kann, was auch immer. Die Farbe des Abriebs des Probekörpers ist die Strichfarbe. Die meisten Meteoriten hinterlassen keinen Strich, es sei denn, sie sind bereits stark verwittert. Die Strichfarbe können sie benutzen, um zum Beispiel Hämatit, ein Eisenerz, von einem Meteoriten zu unterscheiden. Hämatit besteht Test 1 und 2, kann, wenn es leicht verwittert ist, auch vortäuschen, Test 3 bestanden zu haben. Aber seine Strichfarbe ist rot bis braun. Die Strichfarbe von Magnetit, einem anderen Eisenerz, ist grau bis schwarz. Überhaupt ist die Strichfarbe von Mineralien, die sie auf der Erde finden, sehr oft farbig, und es gibt nur wenige Gesteine, die keinen Strich auf einer rauen Keramikoberfläche hinterlassen. Nur würde ich davon abraten, diesen Test auf einer Mineralienbörse durchzuführen. Das könnte Ärger geben.
7. Nickeltest: Da bis auf wenige Ausnahmen alle Meteoriten Nickel enthalten, Mineralien auf der Erde jedoch meistens nicht, empfiehlt sich im Zweifelsfall ein Nickeltest. Auch Nichtchemiker können den leicht durchführen, da es mittlerweile Teststreifen und Teststäbchen gibt. Grund: Da sich die Menschen durch übertriebene Hygiene immer mehr Allergien anzüchten, nehmen auch die Fälle von Nickelallergien zu. Würden die Leute ihre Kinder ganz normal im Dreck spielen lassen, anstatt sie jedes mal zu desinfizieren, wenn sie mal im Freien waren, gäbe es das Problem nicht (Zumindest nicht in diesem Ausmaß. Stichwort: Bauernhofeffekt). Schlecht für die Menschen – gut für uns. Nickeltests kann man in jeder Apotheke kaufen. Leider sind einige der Teststäbchen etwas zu unempfindlich, um Nickel durch einfaches abwischen der Oberfläche des Probekörpers nachweisen zu können, aber im Abrieb des Strichfarbe Tests befinden sich genügend Nickelatome, damit deren Nachweis eindeutig gelingt. Allerdings sind die Teststäbchen nicht wirklich billig, kosten rund 10 Euronen für 20 Tests, von denen man mindestens zwei verbrät, um sich mit dem Test vertraut zu machen. Daher empfehle ich den Nickelnachweis erst dann, wenn alles andere versagt hat, oder sie einen abschließenden Test möchten, um „100%“ sicher zu sein.
8. Kein Meteorit ist es, wenn er stark zerklüftet ist, und/oder Blasen auf der Oberfläche aufweist. Wenn ein solches Stück Test 1 besteht, handelt es sich vermutlich um Hochofenschlacke, andernfalls um erstarrte Lava. Meteoriten zeigen im Allgemeinen eine glatte Oberfläche, gelegentlich mit Regmaglypten und/oder Fließspuren, haben aber niemals Blasen oder Klüfte. Risse, gefüllt mit oft hellerem Material als die Schmelzkruste kommen dagegen öfters vor. Ausnahmen sind verwitterte Pallasite, Steineisen Meteorite, bei denen Teile der „Steinfüllung”, meist Olivin, herausgefallen sind. Die sind aber sehr selten.
9. Sollten sie in der freien Natur einen möglichen Meteoriten finden, informieren sich über die örtliche Geologie und Mineralogie, damit sie wissen, welche Gesteinsarten sie ausschließen müssen. Falls sie die Probe in einem Gebiet gefunden haben, in dem Nickelerz oder Eisenerz abgebaut wurde/wird und das spezifisches Gewicht des Steins dem eines Eisenmeteoriten entspricht, dann werden sie ihre Probe unter Umständen eingehender untersuchen müssen, als hier beschrieben, um herauszufinden, was es wirklich ist. In diesem Fall hilft anschleifen, polieren und ätzen, um Widmanstättensche Ätzfiguren oder Neumannsche Linien sichtbar zu machen. Diese Figuren entstehen aufgrund des speziellen Kristallgefüges von Eisenmeteoriten und kommen bei keinem Gestein auf der Erde vor, können bisher auch nicht künstlich erzeugt werden. Allerdings erfordert es ein wenig Übung und Erfahrung, um Ätzfiguren sichtbar zu machen.
10. Sollte immer noch unklar sein, um was es sich bei der Probe handelt, hilft ein Blick in ihr Inneres. Aber: Zerschlagen sie das Objekt keinesfalls mit einem Hammer. Wenn es wirklich ein Meteorit sein sollte, wäre es doch schade um ihn. Erheblich besser ist es, eine (möglichst kleine) Fläche mit einer feinkörnigen Schleifscheibe anzuschleifen. Sie sollten dabei möglichst materialsparend vorgehen, eine Fläche von einem Quadratzentimeter reich vollkommen aus. Vergessen sie aber nicht, eine Schutzbrille aufzusetzen! Und zwar eine, die wirklich dicht abschließt, damit sicher keine Splitter oder Funken in die Augen fliegen. Zudem sollten sie darauf achten, dass die Probe nicht erhitzt wird. Also nur kurz an die Schleifscheibe gehen, dann abkühlen lassen. (Einfache Verständnisfrage: Woran erkennt man die Leute, die diesen Test durchgeführt haben? An den zerschundenen Fingern.) Wie interpretiert man nun den Befund? Da es vermutlich ein Stein- oder Steineisenmeteorit ist, einen Eisenmeteoriten hätten sie bereits in den vorangegangenen Tests als solchen identifiziert, müssen wir jetzt ein wenig ins Detail gehen. Nehmen sie eine Lupe und sehen sie sich die angeschliffene Stelle an. Sie zeigt jetzt frisches Material ohne Verwitterungsspuren und ohne Schmelzkruste. Wenn sie metallische, glänzende Einsprengsel mit Durchmessern von wenigen Millimetern sehen, haben sie einen H, L oder E Chondrit. Sollten sie gelbliche Bereiche finden, prüfen sie mit einer Präpariernadel, notfalls tut es auch eine Nähnadel, ob dieses Material spröde ist. Dabei handelt es sich sehr wahrscheinlich um Troilit, ein Eisensulfat, das nur in Meteoriten vorkommt. Runde silikatartige Strukturen sind die in Punkt 5 erwähnten Chondren. Die kommen ebenfalls nur in Meteoriten vor. Falls im Inneren des Steins Hohlräume sind, ist er mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Meteorit. Wenn sie weder metallische Einschlüsse noch Chondren finden, bedeutet das nicht, dass es kein Meteorit ist. In dem Fall sind weitere Untersuchungen nötig. Vergleichen sie das Aussehen der Schnittfläche mit den anderen ortstypischen Gesteinen. Wenn sie nichts vergleichbares finden, sollten sie einen ortskundigen Mineralogen zuziehen. Aber lassen sie sich von dieser Beschreibung nicht verwirren. Es ist nicht schwieriger, einen Meteoriten zu bestimmen, als Gesteine oder Mineralien von der Erde. Mit etwas Übung und Erfahrung können sie anhand der Schnittfläche schnell herausfinden, ob und wenn ja um welche Klasse von Meteoriten es sich handelt. (Zumindest so in etwa...)
11. Falls sie auf einer Mineralienmesse oder bei einem Meteoritenhändler einen Meteoriten kaufen wollen, sich aber (noch) nicht so richtig mit der Materie auseinandergesetzt haben und trotzdem nicht übers Ohr gehauen werden wollen, dann sollten sie darauf achten, dass der Händler Mitglied bei der IMCA, der International Meteorite Collectors Association ist und ihnen den Meteorit zusammen mit einem Echtheitszertifikat verkauft. Mitglieder dieser Organisation verpflichten sich, für die Echtheit ihrer Meteorite zu garantieren. Sollte sich herausstellen, dass ein IMCA Mitglied Mist verkauft, fliegt er heraus. Daher können sie bei jedem IMCA Mitglied von dessen Seriosität ausgehen, sie können ihn sogar auf der ICMA Webseite anhand seiner Mitgliedsnummer überprüfen. Ich möchte damit nicht behaupten, dass alle Leute, die nicht bei der IMCA sind, automatisch unseriös sind, nur sollte man sich dann vor einem Kauf über sie informieren. Wenn ihnen irgend jemand einen „Meteoriten“ verkaufen will, aber nichts über dessen Herkunft sagen kann, dann lassen sie die Finger davon. Solche Angebote findet man gelegentlich bei eBay, nicht zwingend von Betrügern, aber von Leuten, die keine blasse Ahnung haben. Lassen sie sich auch nicht auf Angebote ein, in deren Beschreibung sie Wiedersprüche und/oder sachliche Fehler finden. Ich würde auch nichts kaufen, das leicht esoterisch angehaucht als “Sternschnuppe” bezeichnet wird. Gemeint dürften winzige Splitter vom Barringer Krater sein. Anders sieht es bei unklassifizierten NWA Meteoriten aus. NWA steht für Nord West Afrika und unklassifiziert heißt lediglich, dass der Meteorit noch von keinem Institut analysiert worden ist und auch keinen Namen hat. Meistens sind es gewöhnliche Chondrite, von denen sie auch größere Stücke günstig erwerben können. Trotzdem sollten sie sich immer vorher gründlich überlegen, was sie da eigentlich kaufen und von wem. Hier ist ihre Intelligenz gefragt! Und die definiert Susan Sontag als „den guten Geschmack im Umgang mit Informationen“, der bisher einzigen Definition von Intelligenz, der ich uneingeschränkt zustimmen kann. Also, beweisen sie guten Geschmack und lassen sie sich nicht linken.


Nachdem sie jetzt wissen, wie sie einen Meteoriten als solchen erkennen können, was hält sie davon ab, selbst welche zu suchen? Die extrem niedrige Wahrscheinlichkeit, jemals einen zu finden. Die besten Chancen haben sie in der Sahara, da sich dunkle Steine gut vom hellen Sand abheben, aber selbst dort können sie als Tourist monatelang herumwandern, ohne etwas zu entdecken. Zu den Meteoritenfallen in der Antarktis, etwa Allan Hills, können sie nur als Forscher reisen. Dennoch gibt es eine ganze Reihe privater und zum Teil sehr erfolgreicher Meteoritenjäger. Wenn diese Leute von einem neuen Meteoritenfall erfahren, reisen sie in das entsprechende Gebiet und suchen dort oft ein halbes Jahr, um einige Gramm bis mehrere Kilogramm an außerirdischen Material zu finden. Wenn sie – wie ich – diesen Aufwand scheuen, bleiben immer noch die Mineralienbörsen und Meteoritenhändler. Dort kann man oft für wenige Euronen kleine Proben kaufen. Große Einzelstücke oder seltene Arten kosten natürlich schnell richtig viel Geld. Falls sie Meteorite ansehen, aber nicht selbst kaufen wollen, empfiehlt sich ein Besuch in den entsprechenden Museen. Hier kann ich speziell die riesige Meteoritenausstellung in Wien und das Meteoritenmuseum in Nördlingen empfehlen. Apropos Nördlingen: Das Ries ist, ebenso wie das Steinheimer Becken, ein Einschlagkrater. Hier traf vor rund 17 Millionen Jahren ein (Doppel-) Planetoid die Erde. Wenn sie im Sommer zufällig das Ries besuchen, können sie versuchen, in einem der Steinbrüche Impaktgestein, Glasbomben, Flädle oder Strahlenkalk, zu finden. Fragen sie aber vorher den Betreiber des Steinbruchs, oder nehmen sie an einer Führung teil. Ein paar hundert Kilometer weiter östlich können sie weiteres Auswurfmaterial aus den beiden Einschlagkratern finden: Grüne Moldavite. Das sind Tektite, glasartiges Material, das entstand, als beim Einschlag Gestein verdampfte, mit sehr hoher Geschwindigkeit wegflog und beim Flug durch die Atmosphäre kondensierte und in diesem Fall in Tschechien landete. Aber dazu mehr in einem späteren Artikel.

B Göpfert, Waldperlach, 15.2.2010
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7 Kommentare
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Werner Szramka aus Lehrte | 07.03.2010 | 12:04  
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Karl-Heinz Mücke aus Pattensen | 11.03.2010 | 09:41  
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B Göpfert aus München | 11.03.2010 | 15:43  
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Jens Schade aus Hannover-Döhren-Wülfel-Mittelfeld | 06.08.2016 | 10:36  
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