Wiesn-Nostalgie um 1910 … und 2015?

Ensemble Auf geht‘s beim Schichtl (Foto: © Bild: www.aufgehtsbeimschichtl.de CC)
 
Winfried Frey (Foto: © Bild: www.winfriedfrey.de CC –)
München: Gut Nederling |

Um sein 30-jähriges Bühnenjubiläum zu feiern, ließ es der bekannte und beliebte Volksschauspieler Winfried Frey www.winfriedfrey.de - völlig zu Recht - richtig krachen und erfüllte sich einen lang gehegten Traum.
Alle ungeduldigen Anhänger der weltberühmten Münchner Wiesn - und natürlich nicht nur die - konnten sich vom 10. - 13. September 2015 im Theater Gut Nederling www.gut-nederling.de, also bereits 9 Tage vor dem traditionellen “O’zapft is“, auf die einmalige Atmosphäre einstimmen, denn eine besondere Wartezeitverkürzung war angesagt.

Mit “Auf geht’s beim Schichtl“ brachte das - zugleich auch als Moderator, Autor und Theaterregisseur tätige - Allround-Talent eine musikalische Komödie aus dem Schaustellermilieu des Jahres 1910, dem 100-jährigen Jubiläum des Münchner Oktoberfestes, welches Prinzregent Luitpold und vor Allem das zuständige Gremium des Magistrats mit ihren Bürgern legendär feierte auf die Bretter, die die Welt bedeuten.


Bereits die erste Szene stimmt beim Kampf des scharfen Leo, seines Zeichen Messerwerfer und Schausteller-Chef der “Schichtl-Menschen-Schau“ mit seinem besten Freund Rudi, dem große Rudini im Kostüm eines gewaltigen Bären darauf ein, dass es eine bärige Unterhaltung werden wird, welche Winfried Frey mit einem illustren Ensemble darbietet.

In Anlehnung an die alteingesessene Tradition der Wiesn-Schausteller werden Erinnerungen und Träumereien an die gute Alte Zeit wach, wie sie die Oide Wiesn präsentiert und bei dem Wunsch nach einer friedlichen Wiesn zwischen den Schausteller-Kontrahenten jäh die Fragen der Gegenwart aufwirft: was wird 2015 bringen? Wird es friedlich und ohne Konflikte, bzw. gar Eskalationen angesichts der Flüchtlingssituation bleiben? Bleiben Schreckensszenarien wie beim Oktoberfestattentat auch wirklich aus?

Eine Horrorvorstellung entsteht auch für den Schichtl, der aus allen Wolken fällt, als er eine Woche vor Oktoberfesteröffnung erfährt, dass ihm – und dies ausgerechnet beim Jubiläum - sein bewährter Stammplatz auf der Wiesn von einer anderen Schaustellerin, streitig gemacht wird. Balbina Freudhäuser die Teufelin, will mit ihrer Arena-Schau "Das Teufelsrad “ das erste Mal auf die Wiesn und dazu - auf eine Du-Beziehung zum Prinzregenten setzend - auch gleich den besten Platz.

Mit viel List und weiblicher Tücke buhlt Sie um die des verliebten und darüber nahezu um den Verstand gebrachten Rudini als Helfershelfer, der damit zwischen alle Fronten gerät und fast seine Freundschaft zum Schichtl und dessen Existenz gefährdet.

Der, ohne zu Viel zu verraten und wie nicht anders zu erwarten, gute Ausgang ist eine politische Entscheidung geprägt von Lebenserfahrung, menschlicher Größe und kompetenter Klugheit, wie sie gerade heute so gefragt wäre und damit spannt sich erneut ein Bogen in die das gegenwärtige Geschehen.

Winfried Frey ist als Wachtl Heinze, dem technischen Beauftragten des DÜRV (Vorgänger des TÜV) nicht nur das Zünglein an der Waage im Wettbewerb, sondern brilliert vor Allem als Herr der unvollendeten Halbsätze und hat mit gelungenen Gags stets den Schalk im Nacken, Mit der “SMS Selbst Manufakturierter Schnellbrief = Postkarte“ steuerte Thomas Darchinger einen der ganz besonderen Lacher bei und gibt überzeugend den ebenso charmanten Frauenhelden als engagierten Schichtl = scharfer Leo. Gewaltig in jeder Hinsicht Harald Helfrich als Rudini und die Überraschung schlechthin Girgl Floßmann. Jubilarsgattin Petra Auer gibt ihrer Rolle eher weibliche, denn teuflische Züge, während Elisabeth Grünebach mit dem französischen Flair Erdings für Verwirrungen sorgt und Kathrin Anna Stahl das Herz des scharfen Leo im Visier hat.
Sonja Schroth und Julian Wittman als die Schichtl-Musikanten Bebbi und Paul sorgen stets für den richtigen Ton und runden ein ohne Umbau bleibendes, sich durch das ganze Stück ziehendes, sehr gelungenes Bühnenbild akustisch ab.

Weitere Vorstellungen, wenn die Wiesn 2015 bereits Vergangenheit ist, am 05., 06. und 07. November 2015, 20.00, sowie 08. November 2015, 19.00, im Stadttheater Neuburg an der Donau www.neuburg-donau.de und 12. November 2015, 20.00, im Kulturzentrum Trudering www.kulturzentrum-trudering.de
Tickets für € 24,90 unter: München Ticket: www.tickets.aufgehtsbeimschichtl.de
Vorverkauf zudem an den bekannten Vorverkaufsstellen in Neuburg, u. A. Touristeninformation und unter www.neuburg-donau.de/tourismus/tourist-information.de
Weitere Informationen unter: www.aufgehtsbeimschichtl.de

Erich Neumann, freier Journalist www.presse.ag
Postfach 14 43, 87612 Marktoberdorf
GSM +49 160 962 86 676
e-Mail e.neumann@cmp-medien.de
www.cmp-medien.de

© Bild: www.aufgehtsbeimschichtl.de CC – Ensemble Auf geht‘s beim Schichtl
© Bild: www.winfriedfrey.de CC – Winfried Frey
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