Berg am Laimer Theatersommer – Tristan und sei Oide

Wann? 27.07.2014 19:30 Uhr

Wo? Behrpark Berg am Laim, Baumkirchner Straße 26, 81673 München DE
Tristan und "sei Oide" im Kreise der Wagner-Weiber (Foto: Artanos/Franz Still)
 
Die Brauer-Combo: Tristan, Kurwenal, Ludwig und Marke (Foto: Artanos/Franz Still)
München: Behrpark Berg am Laim |

Am Samstag, 12. Juli, ist Premiere: Artanos lädt zum „Aufstand der Wagner-Weiber“, wie das Stück „Tristan und sei Oide“ im Untertitel heißt. Hat die Truppe nach gut zwanzig Jahren Berg am Laimer Theatersommer einen Ausflug in die Welt der Oper vor? Ja – und nein: Gesungen wird wohl ab und an, und auch Wagners Opernheldinnen treten auf. Das Theaterstück von Rolf Stemmle gibt ihnen allerdings einen völlig neuen und ausgesprochen kurzweiligen Rahmen

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Mission Isolde

„Wagners Weiber warnen weitere“, so lautet die Parole, denn Brunhilde hat es satt: wieder soll in einer Oper von Richard Wagner eine Frau sterben. Die Walküre Brunhilde verbündet sich daher mit den anderen „Wagner-Weibern“, um den drohenden Tod zu vereiteln: mit Elsa aus dem „Lohengrin“, Elisabeth aus dem „Tannhäuser“, Senta aus dem „Fliegenden Holländer“ und Evchen aus den „Meistersingern“. Das aktuelle Opfer ist Isolde, die wegen eines gewissen Tristan den Liebestod erleiden soll. Gemeinsam finden sie sich in der Heimat von Tristan und Isolde ein, um erst einmal alles auszuspionieren und dann zuzuschlagen. Zur Rettung von Isolde scheint jedes Mittel recht – Überredungskünste, Intrigen oder ein Anschlag auf den „Liebestod-Verursacher“ Tristan. So recht von Erfolg gekrönt ist das zunächst nicht, doch die Wagner-Weiber geben nicht auf …

„Wenn ich den Hopfensee seh …“

Der Autor hat dem berühmten Liebespaar eine neue Heimat gegeben: Er verlegt seine Version der Geschichte an den ebenso idyllischen wie fiktiven Hopfensee, umrahmt von Bergen mit schönster Aussicht – ideal für den Bau von Schlössern, Nobelherbergen oder Festspielhäusern. Da lässt nicht nur Wagner, sondern dazu noch Ludwig II. grüßen. So spart Stemmle nicht mit Anspielungen in diese Richtung und mischt bayerische Klangfarben in den Text. Dabei wird aus Burg Kareol die örtliche Wirtschaft, aus König Marke der Besitzer der Brauerei Marke Königsbier, und der „Showdown“ findet nicht auf dem Schlachtfeld, sondern im künftigen Biergarten statt. Aber keine Sorge: auch ohne intime Kenntnis der Opern, der bayerischen Geschichte oder Mundart wird man sowohl der Handlung problemlos folgen, als auch herzlich lachen können! Denn das Drama ist immer gewürzt mit einer guten Portion Humor, ironisch-selbstironischen Untertönen und überraschenden Wendungen auf dem Weg zum (Happy?) End.

Die „Festspiel-Termine“

Premiere zum diesjährigen Sommertheater ist am 12. Juli um 19.30 Uhr. Weitere Vorstellungen mit gleicher Beginnzeit finden am 13. Juli, 19./20. Juli und 26./27. Juli statt. Zu sehen ist Artanos bei gutem Wetter auf der Freilichtbühne im Behrpark an der Baumkirchner Straße 26 – bei schlechtem Wetter in der Aula der Maria-Ward-Realschule, Josephsburgstraße 22 – und bei freiem Eintritt! Zum Schluss noch ein Tipp: Das Programmheft bietet wie immer viel Wissenswertes rund um Stück und Ensemble – diesmal sogar mit kleinem Opernführer … Es wird am Beginn jeder Vorstellung verkauft. Näheres zu Ort, Zeit, Ensemble und Stück finden Sie auch im Internet unter www.artanos.de.
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