Volker Pispers lässt sich nicht einschüchtern

Auf den Punkt gebracht,

aber immer dann, wenn der Wahnsinn übergroß geworden ist, werden die, die auf den Wahnsinn hinweisen, für wahnsinnig erklärt!

. . . . Volker Pispers lässt sich nicht einschüchtern. Er beschreibt die Gründe für das Versagen vieler Medien.
Albrecht Müller:

Es ist ja üblich geworden, die Kritik an Medien in Deutschland harsch zurückzuweisen und zu diesem Zweck die Kritiker mit dem Pegida- bzw. Querfront-Etikett zu stigmatisieren. Pispers beeindruckt diese selbstbewusst auftretende Gegenwehr offensichtlich nicht. Er belegt die Misere unserer Medien, er verweist auf die hohe Konzentration im Printbereich und spricht schonungslos von Gleichschaltung, was ich eingeschüchterter Mensch nicht mehr tue. Hier sind 12 Minuten und 41 Sekunden Pispers. Es lohnt sich, dieses Video anzuschauen. Und es weiterzuleiten, damit möglichst viele Menschen um Sie herum diese Fakten kennen. Albrecht Müller.

Die Grundberichterstattung ist auf Linie gebracht

Pispers lässt ähnlich, wie wir das auch auf den NachDenkSeiten tun, gelten, dass es gute Produkte von Journalistinnen und Journalisten gibt. Er weist aber mit Recht darauf hin, dass die „Grundberichterstattung“ zu wichtigen Fragen, wo man uns etwas „lernen“ lassen will, immer dieselbe ist.

Pispers benennt den Niedergang des Spiegel als kritisches Organ.

Er erwähnt, was 30 Jahre Privatfernsehen angerichtet haben.

Er verweist auf die Macht von Friede Springer und Liz Mohn von Bertelsmann.

Pispers klärt darüber auf, dass Hartz IV nicht von Hartz sondern von der Bertelsmann Stiftung entwickelt worden ist.

Er nennt andere Oligarchen der deutschen Medienlandschaft: Funke, Neven DuMont, Burda, Madsack, Schaub, … und er zeigt, wie sich Blätter wie die Süddeutsche Zeitung unter der Regentschaft eines dieser Oligarchen zum Schlechteren verändert haben.

Pispers weist darauf hin, dass unsere Medien ganz offen dafür streiten, dass Regierungen, die nach Wahlen von linken Mehrheiten gebildet werden könnten, nicht oder nur im Hürdenlauf zu Stande kommen.

Und er zeigt die Methoden dieser Medien auf und die Spielchen, die sie treiben.

Hier dazu eine Passage nahezu wörtlich in Pispers harter Sprache:

„Sie hetzen die verarschten Pendler auf die verarschten Lokführer.

Genauso wie sie die verarschten Hartz-IV-Empfänger auf die verarschten Griechen hetzen.

Und die Obdachlosen auf die Flüchtlinge.


Die reichen Familien haben die Sache im Griff. Sie brauchen keinen Schießbefehl. Sie brauchen keine Mauer. Die brauchen keine Stasi, um die Menschen zu kontrollieren. Die haben den Stacheldraht durch die Köpfe der Menschen gezogen.“ Usw.

Dieses Stück von Pispers ist wirklich stark. Es gehört in den Politikunterricht in der Oberstufe.

Oder laden Sie in der Weihnachtszeit Ihre Freunde und Nachbarn ein, führen ihnen die 12 Minuten 41 Sekunden vor und diskutieren darüber. Wetten, dass das interessanter wird, als die Diskussion über den nächsten Urlaub.

Ausschnitt aus Volker Pispers' Programm "Bis neulich 2015".

P.S.: Was in dem Video fehlt, will ich nicht verschweigen: der Blick auf das Fernsehen und den Hörfunk, gerade auch der Blick auf die Öffentlich-rechtlichen Medien. In der Debatte um den Militäreinsatz in Syrien sind beispielsweise das Versagen und die Einseitigkeit der ARD, vor allem des NDR, der für das Aktuelle, also für Tagesschau und Tagesthemen zuständig ist, wieder einmal sichtbar geworden.
Mit Dank übernommen

Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“
Paul Sethe, Gründungsherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, stellte dies 1965 fest. Er ergänzte seine Aussage: „Da die Herstellung von Zeitungen und Zeitschriften immer größeres Kapital erfordert, wird der Kreis der Personen, die Presseorgane herausgeben, immer kleiner. Damit wird unsere Abhängigkeit immer größer und immer gefährlicher.“

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4 Kommentare
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Silvia B. aus Neusäß | 08.12.2015 | 22:12  
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Hans-Joachim Zeller aus Marburg | 09.12.2015 | 00:10  
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Romi Romberg aus Berlin | 09.12.2015 | 00:47  
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Ingeborg Steen aus Moormerland | 09.12.2015 | 20:50  
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