Besuch bei der Künstlerin RoseMarie Biermann im Atelier am Roden, Iserlohn-Letmathe,

Künstlerin Rosemarie Biermann, geb. 1952 in Menden/Sauerland


einschließlich der „Fälscherwerkstatt“ am 10. August 2014


An diesem Nachmittag erfuhr ich im Atelier der Künstlerin folgendes:

Verarbeitet werden brillante Ölfarben auf Leinwänden, dabei entstehen
ABSTRAKTE sowie SURREALISTISCHE ARBEITEN,
die sich dem Betrachter unter dem Motto
- Das Auge sieht, der Geist versteht –
erschließen sollen.
Die Künstlerin erklärte mir:
„Meine Motive nehmen häufig den Charakter von Landschaften an, die aber nicht real reproduziert werden, sondern sich als Visionen mit eher surrealem und meta-physischem Charakter darstellen.

Es ist nicht die Nachahmung der realen, von uns wahrgenommenen Welt wichtig, sondern ich befasse mich mit ihrer Umgestaltung bzw. Verfremdung, die beim Betrachter Vorstellungen eher traumhafter, geheimnisvoller Art wecken.

Diese so entstandenen Visionen schaffen eine neue Realität, die die Seele meiner Bilder ausmacht. Wahrgenommene äußere Realität wird durch innere Vorstellungen und Visionen neu interpretiert. Es ergibt sich eine neue Bildrealität. Die subjektive und objektive Betrachtungsweise verschmelzen.

Darüber hinaus schließe ich mich Renoir an, der gesagt hat, dass das Wesentliche in einem Gemälde nicht erklärbar ist.
Es liegt am Betrachter, was er erkennt und wie er diese Kompositionen empfindet.

GEGENSTÄNDLICHE MALEREI

Die künstlerische Wiedergabe der sinnlich konkreten Erscheinung funktioniert an der Leinwand durch das Spiel mit Wirklichkeit und Illusion durch unsere Wahrnehmung, wie wir die Dinge sehen und wie unser Geist das Gesehene erschließt.

DIE FÄLSCHERWERKSTATT

Hier werden ausschließlich Bilder von Künstlern gefälscht, deren Urheberrechte abgelaufen sind. Zudem sind alle Bilder auf der Rückseite als legale Fälschung gekennzeichnet. Auf künstliche Patina wird bewusst verzichtet.

Diese Bilder werden in aufwändiger Arbeit in Farbgebung, Motiv, Pinselführung und Ausdruckskraft so gemalt, dass der Eindruck auf den Betrachter der gleiche ist wie im Original.

Geringe Abweichung ist durchaus gewollt und bestätigt den Charakter eines handgemalten Bildes, im Gegensatz zum millionenfach hergestellten leblosen Druck.“


Die Künstlerin freute sich über mein begeistertes Interesse und meine detaillierten Fragen, die den Gesprächsstoff nicht versiegen lassen wollten. So hatten wir beide einen wunderschönen Nachmittag, an dem Sie, liebe myheimat-Mitglieder, gerade teilhaben.
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 17.08.2014 | 09:22  
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