Finderlohn: Kindermusical in Ohof

Glückliche Teens im hoffnungsvollen Gelb: Gruppenfoto während der Probenarbeit
 
Beim Pokern: Nils, Daniel und Simon zeigen, was sie können

Meinersen: Tagungscenter "Gotteshütte" | Was die 18 Kinder mit ihren Mitarbeitern den über 250 Besuchern am Sonntag geboten haben, zählt in die Kategorie "Hervorragend!!!". Rund 10 Tage haben sie die klassische Geschichte von den beiden verlorenen Söhnen in Ohof auf ihre Bedeutung untersucht. Gemeinsam übten sie dabei zu diesem Thema ein komplettes Musical mit Chor, Band, Theater und Tanz ein. Auch wenn sie einer Vorlage von Adonia (www.adonia.de) folgten, so wurde das Stück stark persönlich geprägt. Die Kulissen samt Kostümen wurden in diesen Tagen zusammengestellt. Es waren wohl nur 18 Kinder - und nicht die geplanten 50 - aber dafür hatte jeder eine besondere Rolle und Bedeutung. Die Teens halfen sich gegenseitig - etliche Freundschaften entstanden.
Ein wenig chaotisch startete die Vorführung mit einzelnen Künstlern, die alle im Mittelpunkt stehen wollten und sich dabei gegenseitig behinderten. Es entstand Lärm der erst durch die Töne einer Zug-Flöte in eine gemeinsame Aktionen umgesetzt wurde. Danach folgte die Begrüßung durch einen Vertreter der Ortsgemeinde, denn im Tagungscenter „Gotteshütte“ ist an jedem ersten Sonntag im Monat ein Gottesdienst.
Nach einem gemeinsamen Lieder folgte die Einführung von Freizeitleiter Matthias Boeddinghaus. Mit wenigen Worten umriss er die Entstehung des Musicals, hob den Einsatz Einzelner heraus und betonte die Veränderungen durch die letzten Tage.
Mit „Daheim ist alles so spießig“ eröffnete Chor und Band die Erzählung. Ein Song über die Sehnsucht von jungen Leuten, sich zu entfalten und Neues zu entdecken. Auch das zweite Chorlied sprach von diesem besonderen Lebensgefühl und brachte es auf den Punkt: „Jetzt kann ich atmen, jetzt kann ich singen, jetzt gibt´s für mich kein Verbot!“
Dazwischen explodierte Simon als der Junge Sohn in der Geschichte stilecht und lies sich von Oliver als Vater auszahlen. Es folgte der Abstieg – Geldausgeben und der Versuch Neues auszuprobieren. Beim Einüben der folgenden Szene in einer Bar haben viele etwas beigetragen – das Pokern wurde zum Spiel der Freizeit gekürt.
Wie im echten Leben was das Geld in kürzester Zeit durch „gute“ Freunde ausgegeben – und eine Leere entstand. Besinnlich waren die nächsten Lieder mit Fragen wie „Ist jetzt schon alles vorbei?“ oder „Wie wird es weitergehen?“ und „Wer hat mich wirklich gern?“.
Die Teens behandelten mit diesem Musical Themen wie den Familienstreit von Erstgeborenen und denen an zweiter Stelle. Eigensinn, Genuss und Lebensziel waren ebenso Thema wie die Frage nach der Rolle der Eltern. Sie erzählten aber auch über Gott als Vater, der so besonders mit seinen Kindern umgeht. So sangen sie den Zuhörern zu: „Du bist richtig, bist willkommen, komm herein und sei dabei!“
Mit einer kurzen Predigt hat Matthias Boeddinghaus die Bedeutung für die Zuhörer noch einmal zusammengefasst. Zentral wurde allen klar, dass der Gott der Christen jedem eine zweite Chance gibt. Das Leben ist nicht nur was Menschen daraus machen, oder was ihnen schicksalhaft wiederfährt. Das Leben ist Geschenk –es bleibt immer noch Gottes Möglichkeit offen. Er lädt jeden ein.
Die Zuschauer zeigten ihre Begeisterung durch Szenenapplaus – so oft es das Stück hergab. Wenn man genau hingesehen hat, wischte sich der eine oder andere bei den Worten der Teens auch hier und da eine Träne aus dem Augenwinkel. Auch beim gemeinsamen Essen anschließen haben sich viele lobend ausgesprochen.
Das Musical war eine Veranstaltung des Ohofer Gemeinschaftsverbandes e.V. mit der Stadtmission in Peine.

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2 Kommentare zum Beitrag
1.385
Matthias Boeddinghaus aus Peine am 26.08.2010 um 15:50 Uhr  
17
Simon Schmidt aus Lüneburg am 27.08.2010 um 22:21 Uhr  
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