Im Land der blühenden Ölfelder
Rapsblüte allerorten ist das Gelbe vom Mai. Riesige gelbe Blütenteppiche überziehen das Land mit einem herrlichen Kontrast zum jungen Frühlingsgrün, und jährlich werden es mehr. Was heute dem Auge des Wanderers schmeichelt und ursprünglich als Viehfutter und Gründüngung diente, sind unsere Ölreserven der Zukunft.
Sprudelnde Ölquellen, rauchende Gasfackeln und riesige Förderanlagen wie in den Golfstaaten sucht man auf diesen “modernen“ Ölfeldern vergebens. Einmal im Jahr kommen die Bauern mit ihren Erntemaschinen und ernten den Stoff, aus dem Bio-Dieselkraftstoffe hergestellt werden. Denn Rapsöl ist der Hauptgrundstoff zur alternativen Treibstoffherstellung in Europa.
Geeignete Fahrzeuge vorausgesetzt, könnten nach der Berechnung von Experten, einmal bis zu 25% des heutigen Kraftstoffbedarfs auf diese Weise ersetzt werden und das Land unabhängiger von Importen machen. Skeptiker dagegen befürchten, dass mit der Zunahme des Rapsanbaues eine Verringerung der Anbauflächen für Getreide einhergeht, was wiederum den Preis für Brot steigen lässt.
Fakt ist jedoch, das Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen die Zukunft gehört. Die gelben Rapsfelder stehen dafür gerade zu dieser Jahreszeit als weithin leuchtendes Zeichen.
Das Gelbe vom Mai als leuchtendes Zeichen gefällt mir auf den Feldern sehr gut - mit dem gelben Staub auf den Scheiben kann ich mich nicht so anfreunden ;-)
VG Birgit
Immer wieder schön anzusehen! Toller Bericht!
Karl-Heinz, Bericht und Bilder haben mir sehr gut gefallen.
Gruß Günther
Schon paradox: Früher hat man schon Monokultur auf einem Feld als etwas Natur- und Umweltbelastendes verurteilt - heute propagiert die Öko-Bewegung diesen Wahn noch als etwas Positives, selbst wenn ganze Landschaften von einer Monokultur überzogen werden.
Und ob man nun Kraftstoffe aus Biomasse herstellt oder sie verstromt - braucht Platz und auf diesem Platz kann sich keine Natur ausbreiten und auch kein echter, unbewirtschafteter Wald (welcher CO2 speichern könnte, welches wichtig sein könnte, wenn die "Klimaschützer" recht hätten).
Desweiteren verteuert es die Lebensmittel (inzwischen verdrängt ja nicht der Raps nur das Getreide, sondern Getreide wird auch schon in manchen Anlagen verfeuert).
Ja, schön sehen sie aus, die gelben Felder. Aber sie verlieren schnell an Reiz, wenn man an die realen Nachteile denkt...
"Die gelben Rapsfelder stehen dafür gerade zu dieser Jahreszeit als weithin leuchtendes Zeichen."
Leuchten werden wohl eher die brennenden Urwälder.
Wie die Zukunft aussieht, wenn dieser Wahnsinn nicht beendet wird ist fraglich.
Zumindest aber werden wir auf vieles verzichten müssen.
BIO ?
Bio = ökologisch? Stimmt meistens NICHT bei Bio-Treibstoffen
Der Begriff "Bio" spiegelt besondere Umweltverträglichkeit vor. Doch "Bio" steht in diesem Zusammenhang nur für "biogen", also statt aus fossilen Quellen von Lebewesen abstammend. Es sagt nichts über die ökologische Verträglichkeit dieses Treibstoffes.
Quelle :
http://www.greenpeace.at/biotreibstoffe1.html#c307...
Wer sich mit dem Thema ernsthaft beschäftigen möchte, für den habe ich hier mal ein paar Links für den Einstieg.
http://www.greenpeace.de/themen/sonstige_themen/fe...
http://www.greenpeace.at/biotreibstoffe.html
http://www.greenpeace.at/orangutan.html?&type=98
Schön sehen sie ja aus diese gelben Ölfelder, die Bienen sammeln den Rapshonig und Rapskäfer fliegen einen ins Auge. So hat halt alles seine Vor,- und Nachteile.
Ein Beitrag zum Nachdenken, es sind ja schon einige Gedanken in den Kommentaren zu lesen gewesen, die Auswirkungen werden sich noch zeigen! VGW
Wenn sich die Auswirkungen zeigen ist es zu spät.
Zerstört ist zerstört, kommt nie wieder.
Die Kritik am Rapsanbau ist durchaus berechtigt. Und Rapsöl als Rohstoff ist auch nur eine Möglichkeit auf der Suche nach alternativen Energien. Aber auch alle anderen sind nicht frei von Tadel.
Welche sich langfristig durchsetzen werden und welche ökologischen, ökonomischen und politischen Interessen dabei eine Rolle spielen werden, bleibt abzuwarten.
Dass überhaupt an diesen Themen gearbeitet wird, ist allemal wichtiger als untätig abzuwarten bis fossile Energievorräte versiegen oder zuzusehen wie sie als politisches Druckmittel instrumentalisiert werden.
> "Dass überhaupt an diesen Themen gearbeitet wird, ist allemal wichtiger als untätig abzuwarten bis fossile Energievorräte versiegen"
Die Energieversorger denken doch schon ewig darüber nach. Oder meinst du, jemand, der z.B. Strom mit Kohle herstellt und damit seine "Kohle" macht, zuckt nur mit den Schultern und hört auf Profite zu machen, nur weil ein Rohstoff knapper werden kann? ;)
I.Ü. gehen die Prognosen immer vom Ist-Zustand aus. Deshalb wurde auch schon mehrfach das Versiegen des Öls angekündigt, weil man nicht beachtet hat, dass sich mit steigenden Preisen auch das Ausbeuten bis dahin unrentabler (z.B. zu tiefer) Quellen oder z.B. Ölschlämme plötzlich lohnen würde.
Ok, irgendwann ist Schluss - aber das wird noch eine Weile dauern und auch ein sanfter Übergang sein. Ausser man geht mit der ideologischen Brechstange vor - aber da wird jeder Irrtum und Irrweg für alle sehr teuer, wenn man Pech hat.
Karl-Heinz, Bericht und Bilder sind bei mir gut angekommen. Ein Bericht zum nachdenken: und der Fakt zu spät ist zu spät kommt auch hierbei gleich zum Vorschein.
Gruß Fred
Jedenfalls verursachen diese Ölfelder keine Ölfelder (Golf von Mexiko) und,
Andreas, DAS Ölfeld wird (hoffentlich) sehr sehr teuer für BP.
Aber solange nur die Anderen (Kleinen) Pech haben ist die spätkapitalistische Idylle nicht gefährdet.
Damals wurde Shell boykottiert. Bykottiert jetzt BP - sollen sie doch an ihrem Dreck ersticken.
Dass Energieversorger Mittel und Wege finden, um weiterhin Kohle zu machen, und sei es mit Schnaps und warmen Decken, weiß Hinz und Kunz auch und, dass die Ölvorräte noch lange nicht erschöpft sind ebenfalls.
Ich hoffe halt, das "ewige Nachdenken" bewirkt, dass die alternativen Energieformen irgendwann so ausgereift, flächendeckend genutzt und für alle erschwinglich werden, damit die Welt unabhängig(er) von Energieimporten aus den wenigen Förderregionen wird und von den damit verbundenen Szenarien, die sich jeder leicht selbst ausmalen kann, einschließlich der Katastrophen, wie wir sie gerade aktuell erleben.
> "Jedenfalls verursachen diese Ölfelder keine Ölfelder (Golf von Mexiko)"
Monokulturen wirken sich auch sehr schädlich auf die Umwelt aus.
> "DAS Ölfeld wird (hoffentlich) sehr sehr teuer für BP"
Ja.
> "Aber solange nur die Anderen (Kleinen) Pech haben ist die spätkapitalistische Idylle nicht gefährdet"
Das gilt aber auch für die Kapitalisten mit ihren "blühenden Ölfeldern" - die wollen auch nur Kohle machen.
> "Damals wurde Shell boykottiert. Bykottiert jetzt BP"
Damals? Meinst du Brent Spar?
Das war ein Wendepunkt in meiner "Ökokarriere".
Hab brav mitgemacht und alles geglaubt.
Und dann erfuhr man, dass nicht nur Shell beteilgt war und der Boykott somit sinnlos - aber das hat keinen "Mitöko" interessiert.
Auch, als dann herauskam, dass bei den Angaben der "Umweltschützer" über die angeblich vorhandenen Schadstoffe gelogen wurde, hat das keinen interessiert.
Das hat mich zum Nachdenken bewegt...
> "Ich hoffe halt, das "ewige Nachdenken" bewirkt, dass die alternativen Energieformen irgendwann so ausgereift, flächendeckend genutzt und für alle erschwinglich werden, damit die Welt unabhängig(er) von Energieimporten aus den wenigen Förderregionen wird und von den damit verbundenen Szenarien, die sich jeder leicht selbst ausmalen kann, einschließlich der Katastrophen, wie wir sie gerade aktuell erleben."
Wir werden nie auch nur uns selbst mit Biomasseenergie versorgen können - selbst wenn wir keine Nahrung mehr anbauen. Und schon jetzt importieren wir Bioenergie, die im Ausland zu Umweltzerstörungen führt (Stichwort Palmöl, Biosprit)
Wo ist eigentlich das Elektroauto hin, dass 1990 schon serienreif war ?
Nur mal so ne Frage ?
Wenn ernsthaftes Interesse an umweltfreundlichen Energien bestehen würde, dann hätte wir diese längst.
http://www.phlink.de/gruenercampus/
Und wer glaubt das er der Umwelt etwas gutes tut, weil er Raps im Tank hat, der hat nicht sehr weit gedacht.
Ob Ölpest im Golf von Mexico, oder brennende Urwälder in Indonesien, Öl bleibt Öl.
Raps ist doch nur ein Beispiel von vielen bekannten Alternativen. Was schlägst du vor? Die Akkus von millionen Elektroautos mit sauberem Atomstrom laden?
Nein, natürlich mit Ökostrom...
http://www.greenpeace-energy.de
Das Elektroauto fand ich auch mal toll, aber das wird es mangels Rohstoffe gar nicht flächendeckend geben können.
> "Welche Lösung schlägst du also vor?"
Für alles offen zu sein, ausser für ideologische Spinnereien.
Beispiel: Wir alle müssen Milliarden in den Wind- und Solarkram reinbuttern, obwohl uns z.B. immer noch eine Speichertechnologie fehlt, mit der wir den ausgeweiteten Wind- und Solarstrom überhaupt nutzen können. Aber niemand fährt die Subventionen für die Wind- und Solarindustrie zurück, um stattdessen Speichertechnologien zu entwickeln, sondern die Kohle fließt aus ideologischen Gründen nutzlos weiter in deren Taschen.






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