Vortragsabend zum Thema „Kinder brauchen Grenzen?!“ war ein voller Erfolg – 125 Teilnehmer

Referentin MARLIES WAGNER
 
Referentin MARLIES WAGNER
Lehrte: Städtische Galerie - Alte Schlosserei | Lehrte.

Unter dem Motto „Kinder brauchen Grenzen?!“ fand am 04. November ein Informations- und Diskussionsabend mit Marlies Wagner vom Institut für angewandte Psychologie & Pädagogik aus Kiel statt. Organisiert wurde der Abend über den Stadtkitabeirat der Stadt Lehrte.

„Der Abend war ein voller Erfolg!“ so der Vorsitzende des Stadtkitabeirates Jens Esslinger. Gerechnet hatten die Organisatoren mit 30-40 Teilnehmern. „Am Ende des Abends waren wir von der Teilnehmerzahl 125 sehr überrascht und haben uns über diese große Resonanz sehr gefreut!“ so Ellen Rigo.
Hendrik Alberts der Frau Wagner als Referentin für diesen Abend gewinnen konnte, dankte so in seiner Begrüßung zuerst einmal den Anwesenden Teilnehmern für ihr zahlreiches Interesse. „Von Großeltern, über Eltern, bis zu Erzieherinnen und Erziehern war alles vertreten“ so Alberts.

Marlies Wagner ging in ihrem Vortrag unter anderem darauf ein, wie kompliziert es für Erziehende sein kann, die richtige Balance zwischen „Fürsorge“ und dem „Setzen“ und „Ziehen von Grenzen“ zu finden.
„Patentrezepte oder Lösungsschablonen bringe ich Ihnen heute Abend nicht mit“, so Wagner gleich zu Vortragsbeginn. Dafür erklärte Sie dem Publikum, wie wichtig es für Kinder ist, die bestehenden 16 seelischen Grundbedürfnisse, wie z.B. „Ruhe finden“, „Liebe erleben“, „Vertrauen erfahren“, „Neugierde (aus)leben“, „Respekt und Achtung“, „Gefühle erleben“ oder „Zeit erfahren“ zu befriedigen.
„Diese Grundbedürfnisse können entwicklungspsychologisch als tragende Entwicklungssäulen bezeichnet werden, die Kindern helfen, Wurzeln für ihre Persönlichkeits- und Lebensentfaltung zu entwickeln“, so Wagner, die dafür auch gerne das Bild eines gut verwurzelten Baumes benutzt. „Ein gut verwurzelter Baum kann einem Sturm gut standhalten und lässt sich nicht umwerfen.“.

Ein weiterer Punkt ihres Vortrags stellte das Vorleben und Weitergeben von „Werten und Normen“ dar. Wagner führte aus, dass dies nur gelingen kann, wenn man sich als Erziehender seiner eigenen Wert- und Normenvorstellung bewusst ist und diese dem Kind somit vorleben kann. „Sich hier verstellen zu wollen, wird vom Kind schnell erkannt“ ,so Wagner. Besonders wichtig sei für das Kind laut Wagner eine sichere Bindung des Kindes zu mindestens einer Person. „Leider zeigen neuste Studien hier, dass diese sicheren Bindungen bei nur noch 30% aller Kinder vorhanden sind“, so Wagner. „Fehlt diese sichere Bindungsperson, fehlt den Kindern die Möglichkeit, Tag für
Tag durch Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke Werte kennen zu lernen und sie für sich zu übernehmen. Kinder brauchen aber ein „wertegeprägtes Umfeld“, das sie nur durch uns Erwachsene kennenlernen können.“ erklärte Wagner.

Am Ende ihres knapp 80 minütigen Vortrages, nutzte das Publikum die Möglichkeit Fragen an Frau Wagner zu stellen und mit ihr über die vorgestellten Inhalte zu diskutieren.


Falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik für den Stadtkitabeirat haben, wenden Sie sich bitte an diese Mailadresse:

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