1000 Teilnehmer kamen zur DGB Maifeier auf den Lehrter Rathausplatz

v.l.n.r: Liedermacher Diether Dehm, Ministerpräsident Stephan Weil, DGB Vorsitzender Reinhard Nold
 
Stephan Weil unterschreibt das Bildungsmanifest der IGM

EU- Krise, ungerechte Verteilung des Reichtums, Bildung und die Gesundheitspolitik waren Themen die bei der Maikundgebung auf dem Rathausplatz angesprochen wurden.

Seit 2003 die erste Maikundgebung mit nicht ganz schönem Maiwetter und leichtem Regen zu beginn der Veranstaltung. Dennoch kamen 1000 Menschen zur DGB Kundgebung zu der die Gewerkschafter den Ministerpräsidenten Stephan Weil eingeladen hatten.

Der mit bunten Transparenten und vielen Infotischen von unterschiedlichen Verbänden und Vereinen bestückte Platz sowie das Bunte Rahmenprogramm mit Musik von Diether Dehm, Tanzeinlage der Tanzschule Jegella und Kinderunterhaltung sorgten für ein buntes Rahmenprogramm.

Die Maikundgebung begann wie im letzten Jahr auch mit einer ökumenischen Andacht, die der Pfarrer Roman Blasikiewicz und Pastor Andreas Anke gestalteten. Pastor Roman Blasikiewicz sprach die ungerechte Verteilung der Arbeit an und beklagten die hohe Arbeitslosigkeit in Europa, speziell bei den Jugendlichen. „Die Jugend ist die Zukunft Europas“, sagte Blasikiewicz. „Deshalb muss die Politik die Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen um der Jugend eine Perspektive geben.“

Als der Lehrte DGB-Vorsitzende Reinhard Nold nach der Andacht die Veranstaltung eröffnet, ging Nold auf die EU Finanzkrise ein und forderte statt Sparpakete und Kürzungsprogramme einen „Marshallplan“ für Europa. „Die radikalen Spardiktate der Troika aus Internationalem Währungsfonds (IWF), EU-Kommission und Europäischer Zentralbank treffen nicht die Krisenverursacher sondern vor allem die Beschäftigte, Rentner und Erwerbslose“, sagte Nold. „Die Umverteilung von unten nach oben hat in den letzten Jahren eine solche Dynamik gewonnen, dass sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt zunehmend gefährdet“

Der Hauptredner und Ministerpräsident Stephan Weil bedankte sich für die Einladung und sagte „Ich bin heute von einem Vorort von Lehrte hier hergekommen“ damit hatte er die Lehrter auf seiner Seite. In seiner Rede prangerte er die Werkvertragsregelungen und deren Ausuferungen auf dem Arbeitsmarkt an. Weil sagte: „Es könne nicht sein, dass es in einem so wohlhabenden Land wie Deutschland Menschen gibt, die von ihrem Lohn nicht leben können und der Steuerzahler .jedes Jahr zehn Milliarden Euro aufbringen muss, um diese sogenannten Aufstocker zu unterstützen“. Auch ging der Ministerpräsident mit gutem Beispiel voran und unterzeichnete auf dem Rathausplatz das Bildungsmanifest der IG Metall. In dem Manifest fordert die IG Metall ein Berufsbildungsgesetz, das alle Formen der betrieblichen Ausbildung erfasst, das Qualitätsstandards festschreibt und Mitbestimmung auch an Berufsschulen ermöglicht.

Neben den Reden konnten die Kundgebungsteilnehmer der Musik von Dieter Dehm lauschen. Der für die Protestlieder „Monopoly“ und „Das weiche Wasser Bricht den Stein“ laute Beifallsrufe erhielt. Auch die Tanzgruppe Masterclass Jumpstyle der Tanzschule Jegella erhielt für Ihre Tanzeinlage viel Applaus. Auch die Kinder hatten viel Spaß auf der Hüpfburg und bei der angebotenen Kinderrallye (Eierlaufen, Sackhüpfen, Erbsenschlagen, Bilderausmalen und Torwandschießen). Zumal unter den Teilnehmern der Kinderrallye kleine Präsente verlost wurden.

Den Nerv der Menschen zu treffen, sie mit unterschiedlichen Angeboten für das Mai-Motto „Gute Arbeit. Soziales Europa. zu begeistern, ist für den örtlichen DGB Vorsitzenden, Reinhard Nold aufgegangen.

Rundum ein gelungenes Fest.
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