Vier Feuerwehren bei Übung - abends dann ein echter Einsatz in Laatzen

  PRESSEINFO STADTFEUERWEHR LAATZEN 26.04.2014

Gleich zu zwei Übungen fast gleichzeitig rückten die vier Ortsfeuerwehren der Stadt Laatzen am Freitagabend aus. Dass es sich um Übungsszenarien handelt, wussten nur sehr wenige Helfer.

Um 17.52 Uhr riefen die Melder zu einem Verkehrsunfall mit zwei beteiligten brennenden Fahrzeugen in die Feldmark nach Ingeln-Oesselse. In der Nähe des "Breiten Paul" waren zwei Personenwagen zusammengestoßen, drei Personen eingeklemmt und eine Frau lief unter Schock den Rettern schon entgegen. Zu diesem Unfall rückten die Retter aus Ingeln-Oesselse, Gleidingen und später auch die Kollegen aus Laatzen aus. Zwei Rettungswagen des DRK aus Empelde unterstützten die Helfer. Von der "Realistischen Notfall Darstellung" aus Hannover extra geschminkte Personen saßen in dem VW Golf sowie in dem Ford, alle waren eingeklemmt. Unter Einsatz von hydraulischem Rettungsgerät gelang es den Helfern schließlich die Eingeschlossenen zu befreien. Die Szene wirkte durch Kunstblut und lodernde Flammen vor den Fahrzeugen extrem realistisch. Sogar ein Bein unter dem Lenkrad eines Opfers war "aufgerissen". Eine junge Frau kam den Helfern "unter Schock stehend" entgegen gelaufen. Sie schlug mit den Händen und rief immer wieder zur schnellen Rettung auf. Passanten auf Fahrrädern und zu Fuß dachten anfangs an einen echten Unfall.

Kurz nach 18 Uhr meldeten Bewohner dann ein in Flammen stehendes Haus im Tannenweg. Ein zum Abbruch vorgesehenes Anwesen stand den Helfern hier zur realistischen Übung zur Verfügung. Bei Eintreffen der Feuerwehr qualmte es "aus allen Ritzen" und vier Personen wurden vermisst. Zu diesem Feuer rückte nun die Ortsfeuerwehr Rethen sowie weitere Kräfte aus Laatzen, unter anderem mit der großen Drehleiter, aus. Unter Atemschutz drangen mehrere Trupps in das total verqualmte Haus vor. Ein Fenster wurde schnell eingeschlagen, unter großem Klirren platzte die Scheibe in Tausend Stücke. Zur Wasserversorgung bauten die Helfer derweil eine Schlauchleitung zu einem nahen Hydranten auf, später noch eine weitere, Immer wieder gingen Trupps unter Atemschutz zur "Menschenrettung" vor.
Von außen brachten die Laatzener ihre Drehleiter in Stellung, um den Brand von oben löschen zu können. Alle vier Vermissten wurden auch gefunden und dem Rettungsdienst an einem Nachbargrundstück übergeben.

Um 18.17 Uhr löste die Regionsleitstelle die Pressebox automatisch aus. Medienvertreter kamen nicht zur Einsatzstelle, da sie zuvor telefonisch Rücksprache hielten.

Die Übung verfolgten Brandabschnittsleiter Eric Pahlke, Stadtbrandmeister Hartmut Hoffmann und sein Vertreter Dirk Kröger, mit den Leistungen von Feuerwehr und DRK waren alle Drei zufrieden. Einen Überblick verschaffte sich auch die Polizei als "Beobachter des Szenario". Im Feuerwehrhaus Ingeln-Oesselse wurde bei kühlen Getränken und einem Imbiss die Abschlussbesprechung durchgeführt. Gegen 20 Uhr rückten alle 14 beteiligten Fahrzeuge und die etwa 70 Helfer wieder ein.

Um 21.05 Uhr rückte die Ortsfeuerwehr Laatzen dann noch zu einem echten Einsatz aus. Durch das Versprühen von Insektenspray hatte eine Bedienstete eines Altenheims im Schubertweg die Brandmeldeanlage ausgelöst. Nach wenigen Minuten rückten die Helfer wieder ein.

Bilder anbei, alle: SENFT
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