Übung der Stadtfeuerwehr Laatzen: Zugunfall

  PRESSEINFO STADTFEUERWEHR LAATZEN 30.10.2016

Mit den Stichworten "Zugunfall im Bereich des Bahnhofs Laatzen in Fahrtrichtung Hannover" wurde die Ortsfeuerwehr Laatzen am Freitag um 16.44 Uhr in die Münchener Straße nahe der Bahngleise alarmiert. Die ersten anrückenden Helfer fanden einen umgestürzten Bus vor unter dem ein Personenwagen geraten war. Der Omnibus war von einem Zug gerammt worden. Viele eingeschlossene Fahrgäste schrien um Hilfe, andere waren ganz ruhig und simulierten unter Schock stehende beteiligte Personen.

Mit viel Rüstholz und Hebekissen wurde der Bus stabilisiert, um ein weiteres seitliches umkippen zu verhindern. Mit schwerem technischen Gerät wurden anschließend zwei Zugänge zum Inneren des Busses geschaffen, eingesetzt wurden hydraulische Rettungsgeräte und Glassägen. Nach und nach konnten die Eingeschlossenen das Innere des Busses verlassen. Auch um den eingeschlossenen Zugführer sowie die PKW-Insassen kümmerten sich die Einsatzkräfte. Da schon wenige Minuten nach Alarm abzusehen war, dass die Kräfte nicht ausreichen, wurde um 17.07 Uhr Vollalarm im Stadtgebiet ausgelöst. Sämtliche Sirenen heulten und danach rückten auch die Helfer aus Ingeln-Oesselse, Gleidingen und Rethen an. Zusammen mit der Besatzung von vier Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug (keine regulären Rettungsmittel aus dem Tagesdienst), Kräften der SEG des DRK aus Empelde sowie Kräften der Berufsfeuerwehr Hannover wurden die 34 Verletzten befreit, gesichtet und medizinisch versorgt. Bei einsetzendem Regen wurden die Geretteten in einem Bus (Großraumrettungswagen) der Berufsfeuerwehr Hannover sowie in Zelten versorgt. Vier Personen mussten nur betreut werden, sie waren nicht verletzt.

Die Ladung des Zuges bestand auch aus Gefahrgut, die Behälter mit Reinigungsbenzin waren allerdings nicht Leck geschlagen. Ein Gefahrguteinsatz war somit nicht notwendig.

Stefan Müller, DB Notfallmanager, bezeichnete das Übungsszenario als durchaus realistisch: "Bei einer Rangierfahrt, die in diesem Bereich zwar vorkommen kann, aber sehr selten ist, könnte es tatsächlich zu einem Unfall kommen". Feuerwehr und DB-Manager hoffen allerdings, dass es niemals zu einem solchen "Schreckenszenario" kommt.

Die Pressesprecherin der Stadt Laatzen, Ilka Hanenkamp-Ley, war an diesem Abend auch im Einsatz. Vor laufender Kamera gab sie ein Statement zum Unfallgeschehen ab und informierte die Presse vor Ort über das Ausmaß des "Unglücks".

Mehrere Male trafen sich die Einsatzleiter der beteiligten Rettungsorganisationen, der stellvertretende Stadtbrandmeister, die Polizei sowie die beiden Pressesprecher zu einer Lagebesprechung. Immer wieder wurde die Lage neu beurteilt und aktuelle Zahlen abgeglichen.

Gegen 18 Uhr wurde die Übung beendet, Einsatzleiter Jörg Peters (stellv. Stadtbrandmeister) zog eine positive Bilanz und lud zu einem warmen Essen ins Feuerwehrhaus Laatzen ein.

Schon sehr früh wurde mit der Übung begonnen: Gegen 12 Uhr lieferte die Firma Leifheit aus Pattensen den Bus an und kippte ihn um. Gegen 13.30 Uhr begann die Realistische Notfall Darstellung (RND) aus Hannover mit dem Schminken von 18 Erwachsenen, so wurden Wunden und offene Schnittverletzungen auch für die Helfer sehr realitätsnah dargestellt. Auch hysterische Angehörige wurden von der RND dargestellt. Von außen wirkte die Übung "wie echt".
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