Übung der Ortsfeuerwehr Ingeln-Oesselse und des Gefahrgutzuges der Stadtfeuerwehr Laatzen: Schwerer Unfall mit Radioaktivität

...Vorbereitung der technischen Hilfe....
PRESSEINFO STADTFEUERWEHR LAATZEN 21.09.2016

Übung der Ortsfeuerwehr Ingeln-Oesselse und des Gefahrgutzuges der Stadtfeuerwehr Laatzen: Schwerer Unfall mit Radioaktivität

Laut Szenario der beiden Übungsleiter Jan Kasten und Marc Gronenberg ist es gegen 19 Uhr nahe der Stiftungsstraße in Ingeln-Oesselse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einen Kleintransporter gekommen (ein 14-Jähriger hat Vaters Auto genommen und eine Spritztour unternommen, in der Straße Dorfswiese rammt er dann einen Kleintransporter). Der junge Mann ist im Auto eingeklemmt, der Fahrer des Transporters unverletzt.

Gegen 19.12 Uhr ist die Ortsfeuerwehr Ingeln-Oesselse an der Einsatzstelle. Das Auto wird mit Leiterteilen und Spanngurten stabilisiert (gegen Wegrutschen im nahen Graben) und schweres technisches Gerät bereit gestellt. Mit Klebefolie werden die Scheiben abgeklebt und anschließend mit Spezialwerkzeug eingedrückt, die Folie verhindert die Bildung von Splittern. Eine junge Feuerwehrfrau klettert in den Unfallwagen und beruhigt den jungen Mann. Ihm wird eine Decke gegen die Kälte sowie Trümmerteile bei der Rettung umgelegt, außerdem setzen die Retter ihm einen Helm auf. Das Dach wird anschließend mit schwerem Gerät (hydraulische Rettungsschere und Spreizer) abgetrennt, so dass der Junge gegen 19.40 Uhr auf einer Trage befreit werden kann.

Der Paketwagenfahrer bekommt unterdessen Hinweise aus dem Logistikzentrum, dass nicht ordnungsmäßig verpackte radioaktive Strahler im Transporter gelagert sind. Die Einsatzstelle wird daraufhin großräumig abgesperrt. Der alarmierte Gefahrgutzug trtift gegen 19.25 Uhr mit vier Fahrzeugen und 20 Helfern ein. Mehrere Trupps rüsten sich mit Atemschutzgeräten aus und steigen in spezielle Einsatzanzüge. Ein Trupp geht mit einem Dosisleistungsmessgerät (lange Stange an deren Spitze die Strahlung gemessen wird) bis zum Transporter vor. Glücklicherweise kann keine erhöhte Strahlung festgestellt werden. Das Gefäß ist also nicht beschädigt. An der Absperrgrenze werden aber vorsichtshalber alle eingesetzten Trupps mit einem Messgerät von Kopf bis Fuß abgetastet.

Gegen 20.20 Uhr wird die Übung beendet.

Zahlreiche Bewohner des Doppeldorfes verfolgten die Rettungsarbeiten aus "sicherer Entfernung", manche dachten einen Ernstfall bei so vielen Feuerwehrfahrzeugen in dem Wohngebiet nahe der Stiftungsstraße.
Bei Bratwurst und kühlen Getränken wurde die Übung am Ingeln-Oesselser Feuerwehrhaus in der Bokumer Straße besprochen. Die Übungsleitung war mit den Leistungen zufrieden.

Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehr Ingeln-Oesselse mit drei Fahrzeugen und 15 Helfern sowie der Laatzener Gefahrgutzug mit vier Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften.

Fotos anbei, alle: Senft
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