Basketballer kämpfen in Koblenz um Pokal und gegen Leukämie

Wann? 28.03.2015 15:00 Uhr bis 28.03.2015 20:00 Uhr

Wo? Gymnasium Auf dem Asterstein, Lehrhohl 50, 56077 Koblenz DE
Rheinland-pfälzische Basketballer rufen zur Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke auf.
 
Jeder gesunde Erwachsene kann sich als möglicher Stammzellspender in der Datei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren.
Koblenz: Gymnasium Auf dem Asterstein |

Rheinland-Pfälzische Basketballer bilden mit der Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands ältester Stammzellspenderdatei, ein Team: „Komm ins Team der Lebensretter!“ Es ist nur ein kleiner Schritt, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen, aber ein großes Signal der Hoffnung für todkranke Menschen. „Mit jedem neuen Spender erhöht sich die Chance, dass einem leukämiekranken Patienten das Leben gerettet werden kann“, erklärt Marco Marzi, Präsident des Basketball-Landesverbandes. Gemeinsam mit der Stiftung ruft der Verband beim Pokalfinale „Top Four 2015“ in der Sporthalle des Sportgymnasiums Auf dem Asterstein, Lehrhol 50, in Koblenz, zur Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke auf. Am Freitag und Samstag, 27. und 28. März, treten sich Mannschaften wie der TuS Treis-Karden, die SG Lützel Post Koblenz und der BBC Horchheim gegenüber. Am Samstag kann man sich von15 bis 20 Uhr am Infostand der Stammzellspenderdatei über Typisierung und Stammzellspende informieren und sich als potenzieller Lebensretter registrieren.

Leukämie - 11 000 Mal pro Jahr wird allein in Deutschland diese Diagnose gestellt. Wenn Chemotherapie- und Bestrahlung nicht helfen, gibt es meist nur eine Chance für die Patienten. Die Transplantation gesunder Blutstammzellen eines fremden Spenders. Das ist aber nur möglich, wenn die genetischen Merkmale von Spender und Patient übereinstimmen. Mögliche Spender zu registrieren, das ist die Hauptaufgabe der Stefan-Morsch-Stiftung, die vor fast 30 Jahren als erste deutsche Datei im rheinland-pfälzischen Birkenfeld gegründet wurde.

Seit einem Jahr steht der Basketballverband im Kampf gegen Leukämie an der Seite der Stefan-Morsch-Stiftung. Marco Marzi, selbst typisiert im Team der Lebensretter, hofft, dass sich viele Sportler, Trainer und Zuschauer registrieren: „Jeder Einzelne von uns ist ein potenzieller Lebensretter. Es tut nicht weh und man kann vielleicht ein Leben retten."

Mehr als 400 000 sind derzeit als mögliche Stammzellspender bei der Stiftung registriert, weltweit sind es 25 Millionen Spender. Trotzdem ist es immer noch ein Glücksfall, wenn sich für einen Patienten ein passender Spender findet. Allgemein kann sich jeder Erwachsene zwischen 18 und 40 Jahren kostenlos als potenzieller Stammzellspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren lassen. Mit dem Einverständnis der Eltern geht das auch schon ab 16 Jahren. Ausgenommen sind Frauen mit mehr als zwei Schwangerschaften. Denn im Rahmen von Schwangerschaften können Antikörper gebildet werden, die nach heutigem Kenntnisstand den Transplantationserfolg gefährden können. Weitere Ausschlusskriterien sind auf der Homepage www.stefan-morsch-stiftung.de nachlesbar.

Die Registrierung als Stammzellspender ist ganz einfach: Beim Team der Stefan-Morsch-Stiftung kann man sich genau über die Stammzellspende informieren. Nachdem der Fragebogen über den Gesundheitszustand ausgefüllt und die Einverständniserklärung unterschrieben ist, wird eine kleine Blutprobe, knapp ein Fingerhut voll Blut, genommen. Gleiches funktioniert auch mit einem Abstrich der Mundschleimhaut.

Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Thema Stammzellspende:

Warum brauchen die Stammzellspenderdateien immer neue Spender?
Die Chancen, für einen an Leukämie erkrankten Patienten innerhalb der eigenen Familie einen passenden Spender zu finden, sind recht gering: Nur bei etwa 30 Prozent der Erkrankten erweist sich ein naher Verwandter als geeigneter Spender. Ein Grund hierfür liegt im Erbgang der für die Transplantation wichtigen Gewebemerkmale und im demografischen Wandel. Bei der großen Vielfalt der Gewebemerkmale in der Bevölkerung ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Merkmale bei zwei nicht verwandten Menschen übereinstimmen, jedoch nicht sehr groß. Sie variiert von 1: 10.000 bis 1: mehreren Millionen. Trotz der hohen Zahl potenzieller Spender, verläuft also noch so manche Suche erfolglos. Erschwerend kommt hinzu, dass das Durchschnittsalter in vielen deutschen Dateien sehr hoch ist, was zur Folge haben wird, dass in den nächsten Jahren viele tausende Spender altersbedingt gelöscht werden müssen.

Ich bin bereits typisiert. Soll ich nochmal?
Wer bereits typisiert ist, sollte sich nicht noch einmal registrieren lassen. Egal, wo er registriert ist, die Daten aller Stammzellspenderdateien stehen anonymisiert über das deutsche Zentralregister des ZKRD für weltweite Suchanfragen zur Verfügung. Wer mehrfach registriert ist, würde als Mehrfach-Treffer erscheinen und so zunächst den Eindruck erwecken, es gäbe mehrere Spender zur Auswahl. Letztendlich wäre das eine trügerische Hoffnung. Wer schon typisiert ist, sollte jedoch überlegen, ob die Spenderdatei noch die aktuellen Kontaktdaten hat. Über die Homepage der Stefan-Morsch-Stiftung (www.stefan-morsch-Stiftung.de) lassen sich die aktuellen Kontaktdaten online eintragen.

Warum liegt das Typisierungsalter bei der Stefan-Morsch-Stiftung bei 40 Jahren?
Prinzipiell kann sich jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 60 Jahren registrieren lassen. Das Höchstalter für eine kostenlose Neuaufnahme hat die Stefan-Morsch-Stiftung auf 40 Jahre festgelegt, weil ältere Spender, nicht mehr oder nur noch sehr selten von den Transplantationszentren als Spender angefordert werden. Das lässt sich statistisch belegen: Zwei Drittel des ausgewählten Spender in der Datei waren jünger als 40 Jahre (Stand: 01-2015). Denn die Transplanteure wissen, dass sich mit zunehmendem Alter die Zellteilung verlangsamt und die Beschwerden bei den potenziellen Spendern zunehmen. Deshalb bittet die Stefan-Morsch-Stiftung Spender, die älter als 40 Jahre sind, einen Beitrag für die Typisierungskosten zu leisten. Denn als gemeinnützige Organisation werden die Registrierungen aus Spendengeldern finanziert: „Diese Gelder wollen und müssen wir verantwortungsvoll einsetzen, um Spender zu registrieren, die eine höchst mögliche Chance haben auch ein Leben zu retten“, so eine Stiftungssprecherin. Das wird durch den ZKRD-Jahresbericht 2013 (Seite 14) untermauert: „Die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich einmal zur Spende gebeten zu werden, ist bei einem Aufnahmealter von unter 20 Jahren dreimal so hoch wie im Alter von 35 Jahren und zehn Mal so hoch wie bei einem Aufnahmealter von gut 45 Jahren.“

Sollten Sie noch Fragen haben – die Stefan-Morsch-Stiftung ist unter der gebührenfreien Hotline 08 00 - 766 77 24 oder über info@stefan-morsch-stiftung.de erreichbar. Auf der Homepage www.stefan-morsch-stiftung.de oder via Facebook kann man sich ebenfalls informieren.

Die Stefan-Morsch-Stiftung mit Sitz in Birkenfeld ist die älteste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ bietet die gemeinnützige Stiftung seit 1986 Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Hauptziel der Stiftung ist, Menschen zu werben, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. So werden täglich Stammzell- oder Knochenmarkspender aus der stiftungseigenen Spenderdatei von mehr als 400 000 potentiellen Lebensrettern weltweit vermittelt. Die Stiftung ist Mitglied der Stiftung Knochenmark- und Stammzellspende Deutschland (SKD).
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