Bürgermeisterkandidatur in Isernhagen

  Zur Bürgermeisterwahl in Isernhagen am 25. Mai 2014 treten drei Kandidaten an. Neben Amtsinhaber Arpad Bogya sind das Dr. Stefan Baufeld, Jurist im Verwaltungsrecht und Umweltrecht sowie Dr. Christian Possienke, ebenfalls Anwalt. Es dürfte also spannend werden am Wahltag.

Beim Treffen der Isernhägener Grünen am 3. März stellten sich die zwei Herausforderer für das Bürgermeisteramt den zuvor übermittelten Fragen der Anwesenden: Dr. jur. Christian Possienke und Dr. jur. Stefan Baufeld. Beide zeigten sich offen und kompetent und stimmten in manchen Punkten vollständig oder tendenziell überein. Beide sind also als Alternative für den derzeitigen Bürgermeister anzusehen. Besonders Dr. Baufeld zeigte sich im Detail mit Isernhagens Problemen vertraut und vertrat ökologische und soziale Standpunkte, die aus Sicht der Grünen wichtig sind. Als Verwaltungsjurist verfügt er über Erfahrung in der kommunalen Politikberatung.

In einer abschließenden Diskussion unter den anwesenden Grünen-Mitgliedern wurde deshalb mehrheitlich Dr. Baufeld als der passendere Kandidat für das Bürgermeisteramt angesehen.

Dr. Baufeld wird von keiner Partei aufgestellt und benötigt daher 170 Unterstützungs- Unterschriften für die Wahlzulassung. Da an der Beratung auch BürgerInnen anderer Parteien und Parteilose teilgenommen haben, ist davon auszugehen, dass diese für seine überparteiliche Kandidatur innerhalb der nächsten 4 Wochen zusammenkommen. Formblätter dafür können unter buergermeister-baufeld@gruene-isernhagen.de angefordert werden.

Hier die Themengebiete der Befragung:

Wofür wollen Sie sich als Isernhagens Bürgermeister einsetzen?
1. Energiewende kraftvoll durchsetzen
1.1 Wie wollen Sie in diesem Sinne Einfluss auf den Energiemix der EWI nehmen?
(z.Zt. 21,2% Kernkraft, 32,41% Kohle, 6,82% Erdgas, 6,28% sonstige fossile
Energieträger, 29,37% Erneuerbare Energien (gefördert nach dem EEG) sowie 3,92%
sonstige Erneuerbare Energien)
1.2 Streben Sie eine Rekommunalisierung der Energiewerke inkl. Des Netzbetriebs
unter Einbeziehung einer örtlichen Bürgerenergiegenossenschaft an?
1.3 Wie wollen Sie Erneuerbare Energieprojekte in Isernhagen unterstützen?
1.4 Unterstützen Sie die Errichtung von Windkraftanlagen im geplanten Gebiet
NWB-Kiho?
1.5 Wie sollten wir uns bezüglich der geplanten Stromtrasse durch Isernhagen
verhalten?
2. Ökologische Wirtschaft
2.1 Welche Kriterien hinsichtlich einer Ökologisierung der örtlichen Wirtschaft
würden Sie bei der Ansiedlung von Gewerbebetrieben anwenden?
2.2 Sehen Sie Möglichkeiten vorhandene Betriebe in diesem Sinne zu unterstüt-
zen?
2.3 Wie stellen Sie sich die Sicherung der Finanzlage der Gemeinde vor?
2.4 Soll der Kollberg zum Gewerbegebiet werden?
2.5 Wo sollen Ihrer Meinung nach neue Baugebiete entstehen?
2.6 Von welchen Steuerungsmöglichkeiten sollte die Gemeinde Gebrauch machen, um
bei der weiteren wirtschaftlichen und infrastrukturellen Entwicklung auch den
dörflichen Charakter Isernhagens nachhaltig bewahren zu können?
3. Agrarwende (ökologisch, sozial, artgerecht)
3.1 Was können wir in Isernhagen dafür tun?
4. Ganztagsschulen, IGS, kein Turboabitur; frühkindliche Betreuung
4.1 Unterstützen Sie die Einführung eines integrierten Schulsystems, z.B. in
Zusammenarbeit mit Burgwedel?
4.2 Welche Anstrengungen beim Ausbau der Krippen- und Hortbetreuung müssen un-
ternommen werden, um auch seitens der Gemeinde die für die freie Berufsausübung
arbeitswilliger Eltern erforderlichen strukturellen Rahmenbedingungen zu schaf-
fen?
5. Mobilität: Förderung ÖPNV und Fahrrad
5.1 Was halten Sie von einer Zusammenarbeit mit dem ADFC hinsichtlich der Ziel-
setzung „fahrradfreundliches Isernhagen“?
5.2 Würden Sie für einen lokalen Radverkehrsplan in Zusammenarbeit mit anderen
Institutionen im Sinne des Klimaschutzes Mittel bereitstellen?
6. Natur bewahren, Menschen schützen
6.1 Wo sehen Sie Handlungspotential und organisatorische Möglichkeiten um in
diesem Sinne tätig zu werden?
6.2 Sind Sie zur Durchsetzung eines Nachtflugverbots zur Zusammenarbeit mit
Bürgerinitiativen und Nachbarkommunen bereit?
7. Mehr Bürgerbeteiligung und Volksentscheide
7.1 Wie können nach ihrer Meinung Bürger am kommunalen Willensbildungsprozess
besser mitwirken?
7.2 Was halten Sie von den bisherigen Möglichkeiten der kommunalen Bürgerbetei-
ligung?
7.3 Sind Sie bereit Einwände gegen Verwaltungs- und Ratsentscheidungen mit Bür-
gerInnen zu diskutieren und im Sinne einer Optimierung weiter zu verwenden?
8. Integration und Teilhabe für alle
8.1 Sehen Sie Möglichkeiten mehr für die Integration benachteiligter Personen-
gruppen, z.B. Behinderte, Zuwanderer, sozial Schwache zu tun?
9. Steuern gerecht verteilen
9.1 Gibt es hier Handlungsspielräume im Sinne einer kommunalen Einnahmen- bzw.
Ausgabenpolitik?
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