Großübung der Stadtfeuerwehr Hemmingen

74 Einsatzkräfte waren im Einsatz.
  PRESSEMITTEILUNG STADTFEUERWEHR HEMMINGEN

Lagerhalle brennt und mehrere Personen werden vermisst


Am Samstag, den 19.10.2013 um 11:53 Uhr, wurden alle Ortsfeuerwehren der Stadt Hemmingen zu einem Großeinsatz nach Hiddestorf alarmiert. Gemeldet war eine brennende Lagerhalle. Über Funk erfuhren die Kameradinnen und Kameraden auf der Anfahrt, dass noch mehrere Personen in einem Betrieb vermisst werden.
Innerhalb weniger Minuten trafen alle Ortsfeuerwehren mit insgesamt 16 Fahrzeugen und 74 Einsatzkräften an den Einsatzort ein und wurden für bestimmte Tätigkeitsbereiche eingeteilt, denn so eine Großschadenslage erfordert eine gezielte Organisation.

Klaus Nowak und Mirko Silweschak von der Ortsfeuerwehr Hiddestorf-Ohlendorf, die das Szenario ausgearbeitet haben, machten es ihren Kameradinnen und Kameraden nicht einfach. Auslöser für den Übungseinsatz war ein durch zwei Monteure verursachter Kurzschluss mit anschließender Verpuffung und Brandfolge an einem Silo. Ein Monteur konnte mithilfe der neuen Drehleiter der Ortsfeuerwehr Arnum schwer verletzt von dem Silo gerettet werden. Die Drehleiter wurde erst eine Woche zuvor eingeweiht. Doch damit nicht genug, durch die Verpuffung kam es in der Verladehalle zu einem Unfall und eine Person wurde unter einem Transporter eingeklemmt. Des Weiteren wurden in der verrauchten Lagerhalle sowie in dem angrenzenden Haus noch mehrere Personen vermisst.
Die eingeklemmte Person konnte mit einem Hebesatz befreit werden und von zwei Seiten aus suchten mehrere Atemschutzgeräteträgertrupps das Gebäude nach den Vermissten ab. Erschwert wurden die Rettungen durch Gefahrgutstoffe, die gesichert werden mussten. Alle Ortsfeuerwehren wurden gefordert, denn auch der simulierte Brand sowie ein offenes Feuer mussten bekämpft und angrenzende Gebäude mithilfe der Riegelstellung geschützt werden. Um die Wasserversorgung zu sichern wurden mehrere hunderte Meter Schläuche verlegt.
Nach 40 Minuten wurden 14 Personen gerettet bzw. geborgen und auf dem Verletztensammelplatz betreut. Die „Opfer“ wurden durch Puppen und Mimen dargestellt.
Um eventuelle Fehler in Zukunft vermeiden zu können, wurde der Einsatzverlauf dokumentiert.

Nach einer guten Stunde war der Einsatz beendet und nach den Aufräumarbeiten fand eine Abschlussbesprechung statt. „Bis auf ein paar Kleinigkeiten wurde der Einsatz zügig und gut durchgeführt“, fasste der Einsatzleiter und der stellv. Stadtbrandmeister Ralf Brinkmann die Übung zusammen. Der Stadtbrandmeister Roland Frey und der Brandabschnittsleiter (III) Eric Pahlke nahmen ebenfalls an der Übung teil und konnten Brinkmann nur zustimmen.
Uneinsichtig zeigten sich leider nur einige Autofahrer, die versuchten den abgesperrten Einsatzbereich zu passieren und die Gesundheit der Ehrenamtlichen gefährdeten.
Eine unangekündigte Übung in diesem Ausmaß ist wichtig um die Qualität der Stadtfeuerwehr Hemmingen zu sichern und die Einsatzkräfte auf solche Großschadenslagen vorzubereiten.
Deshalb möchten wir unseren besonderen Dank an die Firma „Gemüsekiste“ ausrichten, die uns ihren Betrieb zu einer Einsatzübung zur Verfügung gestellt haben und einer Veröffentlichung von Fotos auf ihrem Gelände zugestimmt haben.
Bedanken möchten wir uns natürlich auch bei den Verletztendarstellern für das Ermöglichen einer realitätsnahen Rettung von Verletzten.

Im Einsatz waren alle Ortsfeuerwehren der Stadt Hemmingen:
FF Arnum, FF Devese, FF Harkenbleck, FF Hemmingen-Westerfeld, FF Hiddestorf-Ohlendorf, FF Wilkenburg

Detailliertere Bilder werden nicht veröffentlicht, wir bitten um Verständnis.

Lennart Fieguth
Stellvertretender Stadtpressesprecher
Freiwillige Feuerwehr Hemmingen
www.stadtfeuerwehrhemmingen.de
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