Ein wundervoller herbstlicher Lauf durch die Eilenriede!

    Hannover: Eilenriede | EIN WUNDERVOLLER HERBSTLICHER LAUF DURCH DIE EILENRIEDE!

Wie bei den meisten meiner „Eilenriedeläufen“ ist der Start und Ziel am Waldhotel- und Restaurant Bischofshol. Hier am Hotel Bischofshol treffen sich die wichtigsten Wander- und Radfahrwege der Eilenriede, die aus verschiedenen Richtungen kommen und führen. Daher ist die Waldwirtschaft geradezu ideal für meine Ausdauerläufe quer durch die Eilenriede. An den schönen und warmen Tagen des Jahres herrscht hier ein geradezu buntes Treiben und schon früh am Morgen trifft man auf Gleichgesinnte. Zu dieser Jahreszeit ist es allerdings bereits sehr ruhig geworden und nur sehr Wenige sind unterwegs.
Wissenswert ist das die Eilenriede Hannovers der größter Stadtwald Europas ist, mit einer Gesamtfläche von 659 Hektar, da bleiben selbst Parks wie der Hyde Park in London oder der Pariser Bois de Bologne auf der Strecke. Mit einem Wegenetz von über 42 Km lässt sich hier bequem ein Marathon laufen und mit seinen vielen Teichen, Gräben, Liegewiesen und Spielplätzen, Ausflugslokalen, Sportpfaden, Schutzhütten und sogar Rodelhügeln und Mountainbike Strecken erfüllt unsere Eilenriede alle Bedürfnisse erholungssuchender Menschen und eben auch sportverückter Dauerläufer wie Meine Wenigkeit. Ist man früh genug unterwegs, so kann man sogar eine Vielzahl der Waldtiere sehen und hören. Und was den Baumbestand angeht, so ist hier auch so gut wie alles vertreten: Ahorn, Buche, Linde, Eiche, Ulme, Esche, Tanne und Kiefer nebst vielerlei Gesträuch und Waldpflanzen. Der Name oder besser die Bezeichnung „Eilenriede“ leitet sich ab von Ellenried. Eller ist plattdeutsch und bedeutet Erle, Ried bedeutet „feuchter Wald“ Wer Erlen kennt, der weiß das diese Bäume vorwiegend im „feuchten“ wachsen. Erlenried – Eilenriede! Allerdings ist der Bestand an Erlen aufgrund der zunehmenden „Austrocknung“ der Eilenriede drastisch zurückgegangen und heute wachsen hier vorwiegend Rotbuchen und Stileichen, wobei die Eichen hier am häufigsten wachsen. Woher ich das weiß? Von meinem Klassenlehrer „Bubu“ Borsutzke, der mit uns oft durch die Eilenriede und zum Vogelschutzgehölz wanderte und stundenlang darüber referieren konnte, wie das alles entstanden ist. Ich war jedes Mal regelrecht fasziniert über die vielen Dinge und Geschichten über die Eilenriede.
So beginne ich dann meinen heutigen (Langen) Lauf durch den Fußgängertunnel unter dem Messeschnellweg hindurch immer geradeaus zum Döhrener Turm und weiter zum Maschseestrandbad, um den Maschsee herum, zurück zum Bischofshol und biege dann nach 12 KM dort wieder angekommen nach links ab in Richtung Anderten, entlang am Landwehrgraben bis zum Kirchröder Turm, weiter entlang des Fußweges Am Wolfsgraben, der Kaulbachstrasse in Richtung Pferdeturm Kleefeld. Dort überquerte ich dann an der Petri Kirche die Straße am Pferdeturm und laufe dann direkt wieder in die Eilenriede hinein, immer auf dem Wald Pfad am Eilenriede Grenzgraben entlang parallel zur Kleestrasse in Richtung Vogelschutzgehölz/Weidetorkreisel. Passiere das Vereinsheim des TUS Kleefeld und gelange zum Waldhaus/Vogelschutzgehölz. Also die heutige Waldstation, das war früher, seit 1959, mal das Vogelschutzgehölz. Hier stand ein kleines aber sehr interessantes Informationshaus über unsere heimischen Vögel und insbesondere der Vögel die hier in der Eilenriede lebten, dem war ein Vogelfreigehäge angeschlossen. Im Jahre 2000 ist dann alles komplett ausgebrannt und die Waldstation entstand 2004 an dieser Stelle. Später, 2009, kam dann das Waldhochhaus dazu. Weiter geht der Lauf über die Fußgängerbrücke nahe Steuerndieb, die über den Messeschnellweg führt. Entlang am Schiffgraben, der sehr geschichtsträchtig ist und im Mittelalter erbaut wurde und hat das Aegidientor mit dem Altwarmbüchener Moor verbunden.
Hier wurden Holz und Torf direkt in die Stadt transportiert wo es als Bau- und Brennmaterial benötigt wurde. Der Landwehrgraben hatte eine Länge von 9 KM und war ab Steuerndieb ein Teil der Hannoverschen Landwehr. Der Landwehrgraben ist nur noch in der Eilenriede von der Musikhochschule bis zur Waldgaststätte Steuerndieb auf einer Länge von 3 Km erhalten geblieben. Nun erreiche ich das Restaurant Steuerndieb und überquere dort die Gehägestrasse, die in Richtung Groß Buchholz verläuft. Von dort, aus Groß Buchholz stammt der „Namensgeber“ der Waldgaststätte Steuerndieb, der ehemalige Räuber Jasper Hanebuth, der im Jahre 1607 im Stadtteil Groß Buchholz geboren wurde und in der Eilenriede sein Unwesen trieb. In den Zeiten der Pst, Kriege und Besatzungen raubte und mordete er hier, meist am Waldrand nahe des heutigen Zoogeländes. Bei seiner Festsetzung gestand er 19 Morde und wurde dafür gerädert. Am Steuerndieb soll einer seiner Höhlenausgänge gelegen haben. Heute zeugt noch eine nach ihm benannte und am Waldrand gelegene Straße, der Hahnebuthwinkel von ihm.
Am Neuen Graben entlang geht es ein Stück tief in den Wald hinein, bevor ich dann den übernächsten Kreuzweg nutze um nach links über die Waldchaussee hinweg in Richtung Kleefeld zu laufen, kreuze erneut den Schiffgraben und gelange zum Zoo in Höhe der Elefantenbecken, biege nach rechts und dann gleich wieder nach links ab, wo ich dann kurz darauf vor der zweiten Fußgängerbrücke, die ebenfalls über den Messeschnellweg führt ankomme. Fix hinüber und weiter gelange mich rechtshaltend an einem Spielplatz mit Liegewiese vorbei wieder zur Kleestrasse. Vorbei am Eisstadion, erneut an der Petri Kirche vorbei laufe ich weiter durch die Eilenriede in Richtung Zuschlagstrasse, quere den Landwehrgraben und laufe dann Querbeet am durch die Wildnis bis zur Schnellwegbrücke, unterdurch und gelange nach insgesamt 28 KM wieder am Ausgangspunkt, dem Knusperhäuschen am Bischofshol, das gibt es übrigens schon seit 1681 und bereits in den Jahren 1955 bis 58 war ich dort oft Stammgast mit meinem Vater, der oft gegenüber der Alten Bult spielenden Arminia zugeschaut hat. So das soll es für Heute gewesen sein. Die nassen Sachen aus und die trockenen Sachen an und ab geht es nach Hause, dort warte bereits unser Hund, der möchte auch nochmal raus 
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