1.000 Tage - 1.000 Bilder

Hannover: Stiller | Atelier |

Der 15. August 2011 veränderte das Leben des Künstlers Dietmar Stiller aus Hannover Groß-Buchholz.

Angeregt von amerikanischen Künstlern, startete er sein Daily Painting Projekt und nennt es »A Stiller A Day«. Seitdem ist er einer der wenigen heimischen Künstler, die jeden Tag aufs Neue »Farbe bekennen«. An 1.000 Tagen entstanden seither exakt 1.000 kleine Öl-, Acryl- und Aquarellbilder. Sie zeigen Stillers ganz persönliche malerische Sicht alltäglicher Dinge, Erlebnisse und Ereignisse.
Der Clou an der Sache: Am Ende des Tages fotografiert Stiller das neue kleine Gemälde stellt es anschließend mit einem tagebuchartigen Kommentar versehen ins Internet. Auf der Blogseitewww.dailypainting.de präsentiert Stiller das frische »Tagesbild«. Hier kann man es bewundern, kritisieren, kommentieren oder ersteigern.

Während sich in Amerika bereits rund 800 Daily Painter in verschiedenen Internetforen gefunden haben, stellen sich hierzulande bisher nur eine Hand voll Künstler dieser Herausforderung.

Inspiration findet Stiller in zahlreichen Reiseskizzen und beim Fotoarchiv. Der geübte Blick des Künstlers sieht auch in den alltäglichsten Dingen ein Bildthema. »Die Motive kommen zu mir, ich muss sie nicht erst suchen.« sagt Stiller, der seine Bilder am liebsten beim täglichen Umherstreifen durch Hannover vor Ort skizziert und fotografiert. Die Tagesbilder des 49-Jährigen zeigen oftmals einfache Details und Alltagssituationen: Eine fleckige Hauswand, eine Telefon-Verteilerdose, eine Gruppe Marathonläufer, einen Hot Dog Verkäufer oder ein leicht im Wind wogendes Weizenfeld.

Ohne Einhaltung einer strengen Disziplin ist es schlichtweg nicht möglich, neben dem Tagespensum als freier Grafik- und Webdesigner noch 3-4 Stunden täglich ein Bild zu malen. Erst nachmittags beginnt daher der Schaffensprozess im gemütlichen Dachatelier in Groß-Buchholz. Die Fertigstellung der nur 20 x 20 cm großen Leinwandbilder dauert oft bis in die späten Abendstunden.

Was als persönliche künstlerische Herausforderung und zur Disziplinierung des eigenen Malstils begann, hat sich inzwischen mehr als verselbständigt: »Eigentlich hatte ich nur 100 Bilder an 100 Tagen im Sinn, doch inzwischen ist das tägliche Malen für mich so wichtig wie Essen und Trinken.«

Ein Ende ist noch nicht in Sicht.
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