70. 30.04.2003 Port Sudan - Sudan.

  Bur Sudan (Sudan): Port Sudan - Sudan |


21.12.2002 - 09.05.2003 Weltreise mit TS Maxim Gorki.
70. 30.04.2003 Port Sudan - Sudan.
Mittwoch, 30.04.2003
Port Sudan - Sudan
Suakin
Sonnenaufgang um 6.03 Uhr und Sonnenuntergang um 18.53 Uhr.
Es sind über 30°C tagsüber und eine Luftfeuchtigkeit von 85%.
Ankunft: ca. 8 Uhr, Abfahrt: 13 Uhr.
8.30 Uhr Beginn des Ausfluges Suakin.
Privatleute müssen 15 Euro Landgangsgebühr bezahlen, wenn sie nach Port Sudan gehen wollen.
Der Reiseleiter war aus dem Sudan, er hatte wohl deutsch gelernt, aber er sprach nicht deutsch. Helmut hat alles übersetzt.
Nachdem wir nach 1 Stunde Busfahrt in Suakin angekommen waren, wurde der Ruf nach einer Toilette laut. Helmut meinte, man kann in die Ruinen gehen.
Unsere Busse sind recht einfach, keine Lautsprechanlage und keine Kühlung. Es ist tagsüber im Landesinneren noch wärmer, also, über 30°C!
Wir brauchen für Reisen im Landesinneren eine Genehmigung der Provinzbehörden. Das hat natürlich alles die Agentur für uns übernommen. Von der Hafenstadt Port Sudan sehen wir leider nichts. Nur von weitem ein paar Häuser.
Die Straße von Port Sudan bis Suakin ist fast schnurgerade und ganz gut gebaut. Bei der einstündigen Fahrt sehen wir rechts und links der Strasse nur Sandwüste mit teilweise niedrigen Büschen.
Dann sehen wir Ziegen und Kamele, die sich in der Wüste Futter suchen. Beduinen haben ihre Zelte aufgeschlagen. Wir halten auch an ein paar Zelten auf der Strecke. Die Beduinen sind vor 200 Jahren von Saudi Arabien hierher eingewandert. Sie besitzen 2 Pässe und betreiben Kamelzucht und -handel. Sie sollen angeblich reich sein!? Sie verkaufen ihre Kamele oder vermieten sie als Lasttiere durch die Wüste bis nach Ägypten und Saudi Arabien. Die jungen Leute sind sehr aufgeschlossen. Sie tragen farbige Gewänder und lassen sich gern mit ihren Kamelen fotografieren. Auch Frauen und Kinder kommen bis fast an unsere Busse. Sie tragen sehr bunte Kleidung.
Suakin – die alte ehemalige Hafenstadt. Sie ist förmlich in Korallen erstickt! Dafür wurde von den Briten im 20 Jh. Port Sudan erbaut.
Port Sudan ist eine Millionenstadt.Im Hafen wird fleißig Handel getrieben. Es gibt einen riesigen Containerhafen.
Der Sudan ist das größte Land Afrikas. Es war früher die Kornkammer der arabischen Welt. Heute gibt es durch die jahrelange Dürre Armut und Hungersnot. Es herrscht Bürgerkrieg zwischen dem moslemischen Norden (70% der Bevölkerung) und der christlichen oder animistischen Bevölkerung des Südens. 1956 erklärt der Sudan seine Unabhängigkeit. Zivile und militärischen Regierungen lösen sich ständig ab. Niemand kann die wirtschaftlichen Probleme und den Bürgerkrieg beherrschen.
In Port Sudan gibt es eine Ölraffinerie, die das geförderte Öl verarbeitet. In einer 845 km langen Pipeline wird es nach Khartum (Hauptstadt) befördert.
Suakin. Als wir die historische Stadt betreten, denken wir an ein Erdbeben! Es steht fast kein Stein auf dem anderen! Die wunderschöne alte Stadt mit ihren Korallenhäusern ist fast total zerstört. Man erklärt es so: Die Bauunternehmer haben für die Fertigstellung des Mörtels das kostenlose Meereswasser genommen. Die Architekten haben davor gewarnt. Das Wasser ist verdunstet und das zurückbleibende Salz hat den Mörtel zerbröckeln lassen.
Harry kauft für Renate und sich große Strohhüte. Stehen ihnen gut und schützen vor der unbarmherzigen Sonne.
Danach gehen wir noch in das Dorf Suakin zum Markt. Es gibt den Gemüsemarkt und auf der anderen Seite den allgemeinen Markt. Eselkarren und Autos sind zwischen den Händlern auf den staubigen Strassen unterwegs. Und wir müssen aufpassen, dass wir nicht unter die Räder kommen!
Es gibt hauptsächlich Hirse, Datteln und viel andere Hülsenfrüchte, die ich gar nicht kenne.
13 Uhr TS Maxim Gorki verabschiedet sich von Port Sudan - Sudan
und nimmt Kurs auf Aqaba - Jordanien.
Die Abfahrt wird eine Stunde später! Also, 14 Uhr!
Von Salalah - Oman bis Port Sudan - Sudan
hat die TS Maxim Gorki eine Strecke von 1.270 Seemeilen zurückgelegt.
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