Ein Herz für Klaus - Ergebnis und Spendenstand

"Ein Herz für Klaus" - Über 60 Menschen hatten gespendet
 
Im Juni gestartet - sind fast 2000 EUR zusammengekommen. Das Meiste via Paypal.
 
Ein neuer Wohncontainer, wie er auch von Hamburgs Kirchengemeinden zur Unterbringung von Obdachlosen genutzt wird. (Foto: Max Bryan)
 
Solche Zettel bekommen Obdachlose jeden 1. November eines Jahres zum Einzug in einem der begehrten Container. Doch das Angebot der TAS (Diakonisches Werk in der Hamburger Bundesstrasse) reicht bei Weitem nicht aus. Nur 80 Container für 2000 Obdachlose stehen zur Verfügung. (Foto: Max Bryan / Archiv)
"Was lange währt, wird endlich gut!" In Sachen Klaus gibt es Neues zu berichten. Den ganzen Sommer über wurden Spenden gesammelt - fast 2000 EUR sind zusammengekommen und die Aktion wurde nun auch verlängert. Ziel: Ein eigener Wohncontainer für Klaus! Gleich mehr noch dazu ...

Vorerst noch RIESEN DANK an alle bisherigen Spender von "Ein Herz für Klaus", die seit Wochen und Monaten so engagiert mit dabei sind. Mehr als 60 Menschen haben gespendet, um Klaus (61) ein besseres Leben zu ermöglichen.

Aktion vom Juni hier --> https://www.facebook.com/notes/max-bryan/-hilfe-f%...

2000 EUR bei "Ein Herz für Klaus"

Mit dem gespendeten Geld können wir Klaus nun sogar auch unterbringen, drei Monate mindestens - in einem der günstigen Hostels der Stadt - und solange das Geld reicht. Auch ein Container ist im Gespräch. Unser "Herz für Klaus" schlägt weiter!

Container-Konzept

Schon in wenigen Wochen ist es wieder soweit. Das Hamburger Winternotprogramm öffnet seine Tore und bringt Menschen von der Straße - zumindest für die Nacht. Konzipiert als Erfrierungsschutz mit riesigen Container-Burgen - wie die an der Hamburger Münzstraße. Wir alle wissen, dass dies bei Weitem nicht ausreicht. Erst letztes Jahr war die tagsüber Schließung der Container im Hamburger Winternotprogramm ein großes Thema in den Medien - denn die Obdachlosen mussten raus - jeden Morgen - und konnten erst Abends wieder rein. Gerade älteren Obdachlosen fällt das ständige hin und her schwer. Auch Klaus (61) war und ist betroffen.

Von dem bislang gesammelten Geld, können wir Klaus nicht nur finanziell unterstützen, sondern - und abhängig von weiteren Spenden - auch das Überwintern ermöglichen. Ein kleiner Wohncontainer - zum Beispiel - kostet nicht die Welt. Für etwas über 100 EUR im Monat lässt sich ein kleines Heim für Klaus schon anmieten - ein Wohncontainer - wie ihn das Winternotprogramm für gewöhnlich auch im Auftrag der Stadt erstellt - nur mit dem Unterschied, dass bei uns niemand raus muss. Niemand soll tagsüber gehen müssen - nur weil die Stadt das so will. Unsere Hilfe geschieht bedingungslos - wir sind freie Bürger in einem freien Land und wollen nicht zusehen, wie das Dilemma sich jedes Jahr aufs Neue fortsetzt. Wir alle können etwas dagegen tun und ich sage auch WIE!

Bedingungsloses Winternotprogramm

Sie haben einen Garten? Ein eigenes Grundstück mit Strom- und Kanalanschluss? Wenn die Antwort auf diese Frage "Ja" lautet, hat theoretisch Jeder mit entsprechend finanziellen Mitteln die Möglichkeit einen Hamburger Obdachlosen bei sich aufzunehmen. Wenn nicht im Haus - dann im Garten - in einem eigens dafür angemieteten Wohncontainer nebst Sanitärzelle und kostenloser Inneneinrichtung - denn Beides ist preiswerter als man denkt. Ein Einzelcontainer - der Marke "Standardzelle" ist für schon 130 EUR zu haben und ein Sanitär-Container, mit Dusche, Waschbecken und Toilette für sogar schon unter 200 EUR zu bekommen . Rechnet man Strom und Nebenkosten mit hinzu, ist man mit gut 400 EUR dabei. Für dieses Geld lässt sich quasi ein Menschenleben retten! Für einen Monat - einen Winter - oder ein ganzes Leben - so lange man kann.

"Rette ein Leben und du rettest die Welt"

So was Schönes steht im Talmud und es ist wahr. Wenn jeder Hamburger - der es sich leisten kann - nur einen einzigen Container in seinem Garten aufstellen würde und "Jeder" dann "Tausende" sind, würde es in Hamburg keine Obdachlosen mehr
geben, weil jeder ein Fleckchen Erde für sich hätte, ein Ort, an dem er bleiben kann und sei es nur für einen Winter - im Idealfall auch länger.

Aktion geht weiter

Je mehr gespendet wird, desto größer wird die Chance Klaus auch über den Winter zu bringen und wir fangen klein an - auf dass Andere sich der Aktion anschließen und dem Beispiel folgen. Gemeinsam können wir viel erreichen und den Grundstein für ein bedingungsloses - ganztägiges Winternotprogramm legen. Jeder ist eingeladen sich daran zu beteiligen. Jeder für sich und in seinem Eck - das ist ein schöner Traum und wir machen ihn wahr!

Link zur Fortsetzung der Aktion: "Ein Herz für Klaus" (Containerprojekt) -->
https://www.facebook.com/notes/max-bryan/ein-herz-...

Wer Klaus und anderen Hamburger Obdachlosen helfen will, kann dies weiterhin tun. Per sofort sammeln wir Spenden auch für ein bedingungsloses Winternotprogramm, für Wohncontainer, die speziell denen zugänglich werden, die sonst keine Chance haben darin unterzukommen. Auch Stellplätze werden gesucht (bitte weitersagen!).

Stellplatz gesucht

Wer Obdachlosen wie Klaus helfen möchte, kann dies auch mit der Bereitstellung eines Stellplatzes für Wohncontainer tun. Denn so verlockend dieses Angebot auch klingen mag, es steht und fällt mit einem geeigneten Stellplatz für die jeweiligen Container. Idealerweise mit Strom- und Kanalanschluss. Manchmal wird auch einfach nur ein Loch gegraben - um den Anschluß für das Abwasser zu erreichen, das alles ist möglich und wurde auch schon getan (selbst erlebt).

Wer weitere Orte kennt, wo Container noch stehen dürfen - möge sich bitte bei mir melden. Ich werde mich gerne darum kümmern und schauen was geht. Abhängig von der weiteren Entwicklung dieses Projekts ist auch eine Vereinsgründung im Gespräch. Wer mitgestalten möchte - gerne!

Notwendigkeit

Zwar gibt es schon bestehende Container-Programme auch anderer Vereine, aber die sind teilweise so angelegt, dass 80% der Hamburger Obdachlosen nie eine Chance haben darin unterzukommen. Zugangsvoraussetzungen für vermeintlich "neuartige Container-Konzepte" mit Sonderausstattung a´la "schöner Wohnen" sind nämlich nach wie vor auf die Kooperation mit dem Sozialamt angewiesen und da hört die Hilfe dann meist auch auf. Wer keinen Leistungsanspruch hat, kommt gar nicht erst rein in die beliebten Container. Das ist ein Übel unserer Zeit, dass den Ärmsten der Armen nicht geholfen wird, nur weil sie keinen Anspruch auf Leistung haben und auch nicht jeder nutzt diese Leistung. Viele verschließen sich dem System, wollen mit Staat und Reglement nichts zu tun haben - schon vor Monaten hatte ich darüber berichtet.

Menschen sterben

Immer wieder kommt es zu Todesfällen auf Deutschlands Straßen - nicht ungewöhnlich für Menschen, die auch im Winter draußen schlafen und chancenlos sind, nur weil sie den falschen Pass haben. Wer obdachlos ist und aus EU-Gebieten nach Deutschland zureist, hat es oft sehr schwer eine Bleibe für Dauer zu finden. Denen bleibt meist nur das Angebot der Stadt und das schließt jeden Morgen aufs Neue seine Türen - die Leute müssen raus - egal wie anstrengend das auch ist. "Die Leute sollen in Bewegung bleiben und ihren Belangen nachgehen", heißt es zur Begründung.

Quelle hier: --> https://www.facebook.com/notes/max-bryan/-sieben-l...

Ausnahmen bieten meist nur die Einzel-Container der Kirchengemeinden und die sind binnen weniger Stunden "vergriffen."

Zum Vergleich

Wer in einem der begehrten Einzel-oder Zweier-Container der "TAS" (vermittelt durch das Diakonisches Werk in der Hamburger Bundesstrasse) unterkommen will, muss früh aufstehen. Jeden 1. November eines Jahres werden die Container dort vergeben. Meist so um die 80 - manchmal auch mehr - je nach Kooperation und Kapazität der Hamburger Kirchengemeinden - doch die sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und der Zugang geschieht auch nicht bedingungslos.

Was Hamburg braucht, sind mehr Programme mit bedingungslosem Zugang zu Wohncontainern auch für JEDERMANN - egal welcher Herkunft oder Vergangenheit. Nicht Wenige haben Probleme mit Alkohol und das harte Reglement so mancher Programme schreckt viele Betroffene auch ab, das Angebot anzunehmen. Nicht Wenige bleiben lieber auf "Platte", als sich den Bedingungen des Zugangs zu unterwerfen. Sie schlafen dann lieber draußen und erfrieren. Gerade alkoholisierte Menschen erkennen nicht rechtzeitig die Grenzen der eigenen Belastbarkeit und erfrieren dann unbemerkt im Schlaf. Gerade für diese Menschen muss mehr getan werden. Niemand darf abgewiesen oder ausgegrenzt werden, nur weil er nicht der Norm entspricht. Echte bedingungslose Hilfe ist immer noch zu selten und es ist an uns, sie zu schaffen.

Beispiel Krankenmobil

In diesem Zusammenhang denke ich immer wieder an einen Bericht neulich im Fernsehen - von einem der Krankenmobile, also Ärzte die Obdachlosen helfen OHNE zu reglementieren. Da war eine Frau - Mitte 50 - sie sah ziemlich deutsch aus - und nannte sich "Lieschen Müller aus Afghanistan" und der Name war nicht das Einzige, was an ihr nicht stimmte. Doch was tat der Arzt? Griff er sie an, weil sie offenbar nicht die Wahrheit über sich sagen wollte oder spendete er seine Hilfe ohne zu fragen? Letzteres war der Fall und schon das zeigt das große Herz dieser Dienste.
Frage nicht, was der Betreffende für ein Problem hat, frage, wie Du ihm helfen kannst und stelle keine Bedingungen für deine Hilfe - denn das ist wahre Nächstenliebe - das ist wahre Diakonie!

Bedingungslose Hilfe

Für den Moment bleibt mir nur der Wunsch es besser zu machen. Wer Hamburger Obdachlosen helfen möchte, kann dies tun und das jeder auch für sich.

+++ Die Kosten im Überblick +++

Option 1: Hostel = 2550 EUR für die Unterbringung eines Obdachlosen von November bis April 2017 (5 Monate a 527 EUR/Monat bei 17 EUR/Nacht im günstigsten Hostel der Stadt).

Option 2: Container = 130 EUR/Monat für 1 Wohncontainer 6x2 Meter inkl. Mobilar (Tisch, Stuhl, Spint, Bett, Heizung usw. ist alles inklusive)

+ 190 EUR für 1 Sanitärzelle mit WC, Dusche und Waschbecken

+ 120 EUR für Strom, Wasser und sonstigen Verbrauch - kostenfreier Stellplatz + Versorgung via Tafel vorausgesetzt
________________
= 440 EUR Kosten pro Person und Monat

Dieser Preis gilt bei einer Mindestmietdauer von 6 Monaten (Bedingung des Lieferanten) und somit dann 440 EUR x 6 = 2640 EUR pro Person (November bis April eines Jahres) zzgl. der Einmalkosten für An- und Abtransport der beiden Container in Höhe von 390 EUR sowie Nebenkosten für Endreinigung und Durchsicht in Höhe von 170 EUR, macht zusammen = 3200 EUR insgesamt für einen Wohncontainern mit Sanitärzelle für 6 Monate von November 2016 bis April 2017.

Somit kostet die Unterbringung eines einzelnen Hamburger Obdachlosen in diesem privaten - durch Spenden finanzierten Winternotprgramm - mindestens 2550 EUR (Hostel) und maximal 3200 EUR zzgl. MwSt. 608 EUR = 3808 EUR (für 6 Monate insgesamt).

Vorteil Container: Die zu leistenden Zahlungen wären als Mietkauf abwickelbar. Sollten die Spenden also zusammen kommen, hätte auch Klaus die freie Wahl, ob er einen Container mieten, kaufen oder im Hostel unterkommen mag. Dank weiterer Spenden wäre Klaus dann irgendwann ganzjährig untergebracht und müsste nie wieder zurück auf die Straße. Durch Mietkauf wird der Container quasi sein Eigentum.

Eigentum durch Mietkauf

Für Klaus wäre es eine Chance. Ein privates, bedingungsloses Winternotprogramm für ihn und andere Hamburger Obdachlose. Wir alle können dafür sorgen, dass Menschen wie Klaus nicht länger im Freien schlafen müssen. Jeder, der im Stande ist zu helfen, könnte dies tun und sich hieran beteiligen oder selbst auch eine Aktion starten, um einen Obdachlosen im eigenen Eck über den Winter zu helfen.

Weitere Infos dazu hier: www.maxbryan.de

Danke an alle Menschen guten Herzens, die den Obdachlosen helfen!

Spendenlink: https://www.leetchi.com/c/hilfe-fuer-klaus
3
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
258
Luise Naujocks-Schoolmann aus Marienhafe | 11.10.2016 | 00:04  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.