Abstiegsprobleme

p>Die Pipelines bleiben offen!

Ostersonntag fiel der Stammtisch nicht aus. Charly, der Wirt, hatte sogar einen Korb mit bemalten Eiern hingestellt.

"Der HSV steigt nach der 1:3 -Niederlage ab!" prophezeite Ralf.

"Nee", protestierte Karl. "Der hält den Relegationsplatz und schlägt den Dritten aus der Zweiten Liga!"

Walter schüttelte den Kopf. "Gibt es keine anderen Probleme?"

"Dich als St. Pauli-Fan würde das natürlich freuen!" erwiderte Karl. "Aber ihr schafft den Aufstieg auch nicht!"

"Das ist mir vollkommen egal! Mich beunruhigt die Ukraine! Die schießen selbst über Ostern aufeinander. Die Einigung in Genf war doch nur eine Farce!
Extremisten auf beiden Seiten beeindruckt das nicht!"

"Und weshalb beeindruckt dich das? Du kannst doch nichts daran ändern!"

Walter nahm sich eins von den Gläsern mit Bier, die der Wirt inzwischen gebracht hatte, prostete ihnen zu und sagte dann: "Natürlich kann ich nichts
daran ändern, aber ich muss wie alle EU-Bürger dafür zahlen!"

"Wie kommst du denn darauf?" fragte Ralf.

"Putin will innerhalb eines Monats die Schulden von 2,2 Milliarden Dollar für Gaslieferungen bezahlt haben, sonst dreht er den Hahn zu oder es gibt nur Energie gegen Vorkasse. Der Abstieg ist nicht aufzuhalten!"

"Und wieso müssen die EU-Bürger bezahlen?"

"Das ist die moralische Pflicht für den Wink mit dem Zaunpfahl in die verlockende Gemeinschaft!" war Walter überzeugt. "Dadurch ist die Ukraine doch erst in diese Zwickmühle geraten!"

Ralf lachte höhnisch. "Moral hat in der Politik keinen Platz! Das geht immer nur um wirtschaftliche Interessen!"

Karl winkte ab. "Diese Phrase kennen wir! Sag, warum wir bezahlen müssen!"

Walter blieb ganz ruhig. "Das ist doch klar: Die EU schustert mindestens zehn bis fünfzehn Milliarden Euro in die Ukraine, davon kann sie ihre Schulden bezahlen und kommt einige Monate über die Runden. Und wir in Europa brauchen keine Angst mehr zu haben, von den Pipelines abgeschnitten zu werden. Und das deutsche Exportgeschäft läuft weiter wie bisher."

Ralf nickte zustimmend und Karl sagte: "Wo er recht hat, hat er recht! - Aber was wird jetzt aus dem HSV?"
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