"Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu" - "Jauchzet, Frohlocket" - Ein Osterkonzert von C.P.E. Bach mit Elementen von J.S. Bach - hier als Aufzeichnung von NDR Kultur zum Hören

Der auferstandene Christus im Altarbild
  Mit dem Werk von Carl Philipp Emanuel Bach "Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu" und vorweg als Osterkantate der Jubelgesang "Jauchzet, Frohlocket" in der Verwendung des Eingangschores aus dem Weihnachtsoratorium seines Vaters Johann Sebastian Bach wurde das Konzert am Ostermontag in der St. Michaelis-Kirche gestaltet - in der Gesamtleitung von Kirchenmusikdirektor Christoph Schoener. War die Verbindung beider Werke früher eine Hommage vom Sohn an den Vater J.S. Bach, bedeutet sie zu Ostern 2014 - im 300. Jubiläumsjahr von C.P.E. Bach - eine Ehrung der großen Komponisten in einer beide verbindenden Aufführung.

C.P.E. Bach schrieb das Werk "Jauchzet, Frohlocket" im Winter 1777/78. Die Uraufführung fand Ostern 1778 statt und erhielt allgemeinen Beifall. Seine Musik beabsichtigt die "Rührung des Gemüts", die "Erweckung der Empfindung" - sie gilt als Musik einer Zeit der Empfindsamkeit.

Der Text ist von Karl Wilhelm Ramler, 1925 in Kolberg geboren. Beide verband eine intensive Freundschaft. Ramler vertrat die Auffassung, Auferstehung und Himmelfahrt sind machtvolle Manifestationen des Göttlichen in der Welt und in der menschlichen Seele. Als liebende tief empfindende Einzelseele ist der Mensch dem Göttlichen nah. Er wollte das Göttliche unverhüllt in die Welt und unmittelbar im Gemüt des Menschen zur Anschauung und Wirkung bringen. Ramlers poetischer Text wird als gelungestes und reinstes Zeugnis gesehen.

Mit dem Lob- und Jubelgesang des Schlusschores gebe ich eine wörtliche Impression der mit Inhalt gefüllten großartigen Musik C.P.E.Bach´s:

Gott fähret auf mit Jauchzen,
und der Herr mit heller Posaune.
Lobsinget, lobsinget unserm Könige!
Der Herr ist König! Des freue sich das Erdreich!
Das Meer brause! Die Wasserströme frohlocken
und alle Inseln sein fröhlich!
Jauchzet, ihr Himmel! Freue dich, Erde!
Lobet, ihr Berge, mit Jauchzen!
Wer ist, der in den Wolken
gleich dem Herren gilt,
und gleich ist unter den Kindern der Götter dem Herrn?
Lobet Ihn, alle seine Engel!
Alles, was Odem hat, lobe den Herrn!
Halleluja!

Ja, da jubelten am Ende des Osterkonzerts vom Allerfeinsten auch alle Mitwirkenden und das Publikum in St. Michaelis-Kirche vor Begeisterung und Freude.

Seit 1943 verschwunden geglaubte Noten der Musikerfamilie Bach wurden 1999 in der Ukraine in einem spektakulären Fund wiederentdeckt. Dazu gehört auch die Osterkantate "Jauchzet, Frohlocket". Nach Aussage von Christoph Schoener wurde diese Kantate seit 1786 in Hamburg nicht mehr aufgeführt. Damit ist das Osterkonzert 2014 auch ein Geburtstagsgeschenk an den "Hamburger Bach" Carl Philipp Emanuel, der 20 Jahre lang Musikdirektor an den fünf Hamburger Hauptkirchen war und in der Krypta des Michels seine Grabstelle hat.

Quellen: Programmheft und St. Michaelis-Magazin März bis Mai 2014

NDR Kultur übertrug das Osterkonzert live in der Radiosendung "Musikalische Raritäten". Dieses Konzert wurde in mehrere Länder der Welt ausgestrahlt.
Hier geht es zur NDR-Aufzeichnung, die über folgenden Link in 111:53 Min. noch 30 Tage lang nachzuhören ist: http://www.ndr.de/ndrkultur/audio200193.html

Herzlich grüßt Kirsten Mauss
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4 Kommentare
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Shima Mahi aus Langenhagen | 22.04.2014 | 22:45  
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Kirsten Mauss aus Hamburg | 23.04.2014 | 11:13  
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Roswitha Bute aus Soltau | 23.04.2014 | 12:52  
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Kirsten Mauss aus Hamburg | 23.04.2014 | 21:34  
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