Endlich Frau – vom ganz normalen Wahnsinn, transsexuell zu sein

    Endlich Frau – vom ganz normalen Wahnsinn, transsexuell zu sein

Elisabeth Keller im Gespräch mit dem Autor und Lebensberater Hans Georg van Herste

EK Herr van Herste! Sie haben aus Ihrem Buch „Der wahre Traum von Freiheit“ ein neues Buch gemacht. Was war der Grund? Immerhin haben Sie dafür einen Buchpreis bekommen.

vH Jeder Mensch lernt dazu, also auch ich. „Der wahre Traum von Freiheit“ war nun unverändert fünf Jahre auf dem Markt. In der Zeit ist viel passiert und ich dachte, es ist an der Zeit, es zu überarbeiten und auf den neusten Stand zu bringen.

EK Erzählen sie mir mehr davon.

vH Vor 1982 wusste ich wenig über Transsexualität. Ich hatte davon gehört, konnte mir aber kein klares Bild davon machen. Es gab kaum wirklich informatives Material darüber. Das Internet war noch nicht erfunden und ich hatte es anfangs schwer, etwas über das Thema zu erfahren. Viele Abhandlungen trieften vor Häme und man stellte die Betroffenen mit Geisteskranken auf eine Stufe.
Durch meine vielen lesbischen Patientinnen, die ich damals behandelte, wurde ich erst auf die Problematik dieser Personengruppen aufmerksam gemacht. In der Zeit war noch nicht bekannt, dass Homo-, Trans- und Intersexualität angeborene Varianten der Natur sind und auch im Tierreich häufig vorkommen. Leider herrschte damals noch die von den Nazis vorgegebene Meinung vor, all diese Menschen wären nicht ganz dicht und man könne sie durch eine Therapie auf den rechten Weg zurückführen.
Ich meine, es muss kurz vor Weihnachten 1982 gewesen sein, als ich ein grausames Spiel mit ansehen musste. Eine Frau wurde von ein paar jungen Männern verfolgt. Sie versuchte, zu fliehen, kam aber, aufgrund ihrer hochhackigen Pumps, nicht weit. Als die Personen an mir vorbeirannten, begriff ich im ersten Moment gar nicht, was sich da abspielte, und ich schaute ihnen verwundert nach. Da die Männer lachten, hielt ich das Ganze für einen Spaß.
Erst als die Frau um Hilfe rief, folgte ich den Leuten, um eventuell helfend eingreifen zu können. Kurz darauf kam ein Polizist angelaufen. Ich verlangsamte meine Schritte, da ich annahm, dass er eingreifen würde. Die Männer hatten inzwischen angefangen, auf die Frau einzuschlagen und sie zwischen sich hin und her zu schubsen. Die Frau versuchte, sich zu wehren und schaute den Polizisten hilfesuchend an. Der griff allerdings nicht ein und ich hörte ihn rufen: „schlag nochmal zu!“ Erst als sich mehrere Passanten dem Geschehen näherten, rannten die Männer lachend davon. Auch der Polizist kümmerte sich nicht weiter um die, inzwischen am Boden liegende, Frau und ging seines Weges. Erst als man ihr aufgeholfen hatte, war ich heran und erkannte, dass es sich um eine Transsexuelle handelte. Als die Passanten bemerkten, wem sie da geholfen hatten, entfernten auch sie sich von dem Ort des Grauens. Ehe ich ihr meine Hilfe anbieten konnte, rannte sie davon.
Dieses Erlebnis verfolgt mich bis heute und hat im Endeffekt dazu geführt, dass ich mich informierte und Betroffenen, soweit es mir möglich ist, unter die Arme greife.
Meine lesbischen Patientinnen, mit denen ich über den Vorfall sprach, machten mich anschließend mit Transsexuellen bekannt und ich musste mir etliche grausame Geschichten anhören. Schon während der Gespräche wurde mir klar, dass ich keine Irren vor mir hatte, sondern eigentlich ganz normale Menschen aus allen Gesellschaftsschichten, die einfach nur im falschen Körper zu Welt gekommen waren. Ich traf auf intelligente, teils studierte Leute, die man aufgrund ihrer sexuellen Orientierung ausgrenzte, verhöhnte und oft sogar körperlich anging. Die meisten hatten erst im Erwachsenenalter gewagt, sich zu outen, und waren damit voll auf die Nase gefallen. Durch die Bank alle waren abgestürzt, waren aus ihren Familien rausgeschmissen worden und hatten Arbeitsplatz und Freundeskreis verloren. Alle lebten, obwohl teilweise sehr gut ausgebildet, vom Arbeits- oder Sozialamt. Einige von denen, die sich schon in jüngeren Jahren geoutet hatten, hatten Monate in irgendwelchen Psychiatrien verbracht, um sie umzupolen, wie das damals genannt wurde.

EK Was haben Sie unternommen, um diesen Menschen zu helfen?

vH Anfangs gar nicht viel. Ich hatte ja selbst keine Ahnung von der Materie. Ich habe einfach nur zugehört. Diese Menschen waren dermaßen ausgehungert nach Kontakt, dass schon diese einfachen Gespräche zu einer Besserung ihrer psychischen Verfassung führten. Niemand hatte sich bisher die Zeit genommen, sie wirklich anzuhören. Hatten sie sich jemandem anvertraut, waren sie ausgelacht und vom Hof gejagt worden.

EK Eine moderne Hexenjagd also.

vH So könnte man es nennen.

EK Wie ging es weiter?

vH Ich habe mir alles besorgt, was es über das Thema gab, musste allerdings feststellen, dass auch in Büchern und Abhandlungen immer noch die alten Klischees vorherrschten. Erst im Laufe der Jahre konnte ich aus den Informationsfetzen, die mir zur Verfügung standen, ein umfangreiches Bild erstellen und mit jedem Gespräch, mit jeder Information, setzte sich Stück für Stück das Puzzle zusammen.

EK Das ganze gipfelte dann im Fall „Johanna“.

vH Anke Winter, die Mutter von Johanna, kam Mitte der 1990er Jahre zu mir. Sie klagte über Schmerzen in den Schultern, im Nacken und im Rücken. Ich stellte schnell fest, dass neben den körperlichen Störungen auch psychische vorlagen. Während der Behandlungen fasste sie Vertrauen zu mir und erzählte mir von ihrem Sohn Johannes, der sich stets weigern würde, Hosen zu tragen. Er behauptete, schon seit frühster Kindheit, ein Mädchen zu sein. Sie hätte gar kein Problem damit, aber ihre Familie würde dauernd Theater machen. Das hätte dazu geführt, dass Johannes dauernd traurig sei.
Ich bat sie darum, Johannes einmal mitzubringen. Als er zum ersten Mal durch meine Praxistür kam, habe ich ihn nicht erkannt. Er trug ein buntes Kleidchen, weiße Kniestrümpfe und bunte Turnschuhe. Als er meiner ansichtig wurde, klammerte er sich angstvoll an seine Mutter. Erst im Laufe des Gespräches taute er langsam auf und erzählte mir, dass er schon immer ein Mädchen gewesen sei und nie mehr etwas anderes sein wolle. Er klang dermaßen überzeugend und ungekünstelt, dass mir schnell klarwurde, dass dieser Johannes niemals ein Johannes gewesen war. Vor mir saß ein waschechtes Mädchen.

EK Und was haben Sie dann gemacht?

vH Ihn als solches behandelt.

EK Und das hat was gebracht?

vH Ja, Johanna war von Stund´ an wie ausgewechselt. Ich hatte ihr versprochen, ihr zu helfen und sie schien mir zu glauben. Während der nächsten Gespräche kam dann die ganze Grausamkeit ihres jungen Lebens ans Tageslicht. Sie erzählte mit Tränen in den Augen, dass sie vom eigenen Vater, von ihren Geschwistern und auch vom Rest der Verwandtschaft gehänselt, teilweise geschlagen wurde. Ihr Vater würde ihr verbieten, im Kleid herumzulaufen. Er hätte Angst, dass die Nachbarn und Freunde schlecht über ihn reden. Sie würde den guten Ruf der Familie zerstören.
Daraufhin redete ich mit Vater und Geschwistern, stieß aber überwiegend auf Ablehnung. Anke erzählte mir anschließend, dass auch sie nun großen Ärger bekommen hätte, weil sie mich informiert hatte. Die Geschichte eskalierte soweit, dass Anke schließlich mit Johanna auszog. Dem Himmel sei Dank hatten wir zu der Zeit gerade eine Opferwohnung frei, in der die beiden gefahrlos unterkriechen konnten.
Anke hatte mit den Lehrern gesprochen und diese über das Thema „Transsexualität“ ins Bild gesetzt. Während die Lehrerinnen keine Bedenken äußerten, weigerten sich die Lehrer, Johanna, als Johanna zu akzeptieren. Auch viele Mitschüler hatten kein Problem – zumindest am Anfang nicht. Für sie war Johanna schon immer ein Mädchen gewesen. Das änderte sich allerdings schnell, da viele Eltern kein Monster in der Schule haben wollten und ihre Kinder aufstachelten. Das führte dazu, dass Johanna praktisch dauernd gehänselt und verspottet wurde.
Selbst ein Elternabend, der die Lage erklären sollte, brachte nicht viel. Viele Eltern waren skeptisch. Das führte unter anderem dazu, dass Johanna im Zimmer der Lehrerin schlafen musste, wenn es auf Klassenfahrt ging. Einige Eltern hatten geäußert, sie hätten Angst davor, dass Johannas Krankheit auf andere Schüler überspringen könnte und anschließend nur noch Trans- und Homosexuelle von der Klassenfahrt zurückkehren würden. Jede Einrede unsererseits verhallte ergebnislos.
Auch die Familie machte Front gegen uns und es brauchte mehrere Gutachten, mehrere Gerichtsurteile und die Zustimmung einer Ethikkommission, um Johanna den Weg ins Leben einer Frau zu ebnen.

EK Warum sind Sie in die Öffentlichkeit gegangen?

vH Ich hatte mich schon vor der Johanna-Zeit öffentlich zu meinen Themen geäußert, um aufzuklären und den Menschen die Angst zu nehmen. Das war natürlich auch Anke und Johanna nicht entgangen. Dieser Fall allerdings war etwas anders gelagert, da wir es schafften, für Johanna eine Pubertätshemmung durchzusetzen.

EK Was heißt das genau?

vH Die allermeisten Betroffenen wissen schon im Alter von fünf bis sieben Jahren, was mit ihnen los ist. Da sie aber in einer homophoben Gesellschaft aufwachsen, lernen sie früh, sich zu verstellen, um nicht aufzufallen, nicht ausgegrenzt zu werden. Das führt nicht nur zu großen psychischen Problemen, sondern auch dazu, dass wertvolle Zeit verstreicht. Bis dahin hatte ich ausschließlich erwachsene TS kennen gelernt. Johanna war die erste, die vor der Pubertät behandelt werden konnte.
Ich war schon immer der Auffassung, dass eine Geschlechtsangleichung nicht früh genug beginnen kann. Warum soll man Mädchen im Jungenkörper erst durch die männliche Pubertät laufen lassen? Warum soll man zuschauen, wie das unerwünschte Geschlecht immer mehr in den Vordergrund rückt, also die Schultern breit werden, die Stimme tief, der Bartwuchs sprießend, wenn man das im Vorfeld verhindern kann?

EK Birgt das nicht die Gefahr, dass man einem kindlichen Spiel aufsitzt?

vH Kinder wollen geliebt werden. Sie wollen dazugehören. Sie wollen in Familie und Freundeskreis akzeptiert werden. Ich habe noch kein Kind erlebt, dass sich freiwillig solchen Strapazen aussetzt, wenn es nicht wirklich dahinterstehen würde. Nicht Betroffene können sich schwer vorstellen, was in diesen Kindern vorgeht, welche Ängste sie im Vorfeld bewältigen müssen, ehe sie den Mut haben, sich zu outen, sich der sicheren Häme ihres Umfeldes auszusetzen.
Wir haben unglaublich viele Zuschriften bekommen, nachdem der Fall bekannt geworden war. Johanna, die selbst viel erlebt hatte, kam von sich aus auf die Idee, in die Öffentlichkeit zu gehen, um anderen Betroffenen einen steinigen Weg, wie den ihren, zu ersparen. Sie hat ihr Bestes gegeben. Sie hat stoisch die blödesten Fragen immer und immer wieder beantwortet. Sie hat zigmal vor irgendwelchen Kameras ihre Geschichte erzählt und sich für unzählige Fotos zur Verfügung gestellt.

EK Was ist dabei herausgekommen?

vH Die Reaktionen hätten zwiespältiger nicht ausfallen können. Während wir auf der einen Seite für unseren Mut und unser Durchhaltevermögen von vielen jungen Betroffenen in den Himmel gehoben wurden, wurden wir auf der anderen Seit in die Hölle gewünscht. Wir erhielten Drohbriefe und Drohmails. Selbst Akademiker beschimpften besonders mich. Man unterstellte mir, ich würde mich daran „aufgeilen“, kleinen Jungs die Schwänze abzuschneiden oder in Miniröcken herumlaufen zu lassen.
Ein Arzt ließ mich wissen, dass er mir, sollte er mich zu fassen kriegen, Penis und Hoden abschneiden und mir die Teile in den Hals stecken würde, bis ich daran ersticke. Eine Verwandte von Johanna sorgte für die Räumung eines Zeitungsverlagshauses, um einen Artikel über uns verhindern. Sie hatte eine Bombendrohung ausgestoßen.
Eine TS, die an einer Tankstelle arbeitet, wurde von einem jungen Mann darüber informiert, dass er ab jetzt woanders tanken würde, um zu verhindern, dass der vergiftete Sprit ihm und seinem Auto schaden könnte.
Als ich eines Tages mit meinem Motorrad auf den Parkplatz neben einem See fuhr, wurde mir von weitem von einem anderen Motorradfahrer zugerufen: „Was willst du denn hier? Da sieht man´s mal wieder, Schwuchtelfreunde fahren Schwuchtelmotorräder! Ein richtiger Mann fährt eine Sportmaschine und keine Gold Wing mit Schwuchtelheck!“

EK Und, was haben Sie gemacht?

vH Ich habe meine Maschine abgestellt, bin abgestiegen und auf ihn zugegangen, um ihn auf seine Irrmeinung aufmerksam zu machen.

EK Und, wie hat er reagiert?

vH Als ich fast heran war, ist er aufgesprungen und weggelaufen. Wahrscheinlich kam ich ihm aus der Nähe dann doch nicht mehr so schwuchtelig vor. Erst als wir wieder wegfuhren, erkannte ich im Rückspiegel, dass er zurückkam, sich auf seine Rennkiste schwang und entgegengesetzter Richtung davonbrauste.

EK Und das hat sie nicht belastet?

vH Na ja, so ganz gehen solche Angriffe nicht an einem vorüber, aber ich habe niemals in Erwägung gezogen, aufzuhören. Was hätte das gebracht? Dummheit muss ja nicht unbedingt auch noch unterstützt werden, nicht wahr?

EK Was ist aus Johanna geworden?

vH Johanna ist heute eine ganz normale, junge Frau. Sie hat die Schule beendet, ist für ein Jahr in Australien gewesen und hat eine Ausbildung gemacht. Durch die eine oder andere Fortbildung ist sie im Beruf aufgestiegen und lebt heute irgendwo in Deutschland. Sie hat sich total aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und das ist gut so. Sie hat ihren Teil zur Aufklärung beigetragen und das rechne ich ihr hoch an. Nicht viele Menschen in ihrem Alter hatten den Mut, sich solchen Strapazen auszusetzen.

EK Sie haben Ihr Buch nicht nur überarbeitet, sondern auch um die Geschichte der Maria Wolff erweitert.

vH Die Outings der drei im Buch erwähnten TS haben in verschiedenen Jahrzehnten stattgefunden und ich wollte einfach klarmachen, was sich im Laufe der Zeit verändert hat. Der Fall „Maria“ hat bewiesen, dass eine TS auch ohne großen Aufwand glücklich werden, dass man mit geringen Hormonmengen, mit Minimaloperationen viel erreichen kann.
Auch die Gesetzeslage hat sich zum positiven entwickelt. Auf Druck der TS-Selbsthilfegruppen und Vereine musste auch die Politik endlich einsehen, dass etwas geschehen muss, um die Menschenwürde, die Menschenrechte der Betroffenen zu wahren. Maria z. B. musste sich nicht von ihrer Frau scheiden lassen. Sie musste keine Total-OP nachweisen, um als Frau mit eigenem Pass leben zu können. Das ist doch ein Fortschritt – immerhin.
Wenn wir es jetzt noch schaffen, der Bevölkerung klarzumachen, was Transsexualität bedeutet, haben wir gewonnen. Allerdings wird das wohl noch dauern, da es leider noch viele Ewiggestrige gibt, die sich nach wie vor weigern, der Realität ins Auge zu blicken. Denen kann man auch mit den allerneusten Forschungsergebnissen, die klar nachweisen, dass Homo-, Trans- und Intersexualität angeboren, also genetisch bedingt sind, nicht beikommen. Viele Menschen brauchen eben ein Feindbild, dass ihnen hilft, ihre eigene Feigheit, ihre eigenen Unzulänglichkeiten zu kaschieren.

EK Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Glück mit Ihren Kampagnen und hoffe, dass Sie es schaffen werden, auch den Rest der Bevölkerung aufzuklären.

vH Eine TS hat mir mal gesagt: „Hansi! Der Stein, den du ins Rollen gebracht hast, hat sich zu einer Lawine entwickelt, die keiner mehr aufhalten kann. Selbst wenn ein paar Leute große Kübel voller Häme über dir ausschütten, werden die die Zeit nicht mehr zurückdrehen können.“ Was will man mehr?
Inzwischen haben zwei TS den Eurovisions-Lieder-Wettbewerb gewonnen. Conchita Wurst aus Österreich und, ein paar Jahre zuvor, Dana International aus Israel haben bewiesen, dass Mut und Entschlossenheit zum Erfolg führen können. So muss es weitergehen und nie mehr aufhören. Ich hoffe, dass TS eines Tages ganz normal zum Alltagsleben dazugehören, dass niemand mehr Notiz davon nimmt. Wenn das erreicht ist, haben wir endgültig gewonnen.

Buchtipp:
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