Norddeutschland zu Gast in Gnarrenburg – Annette und Jörg Peters feierten 30jähriges Praxisjubiläum

  Da man, aufgrund der üblichen Patientenschwemme, am Freitag nicht mehr dazu gekommen war, das Jubiläumsfrühstück vorzubereiten, standen das Ehepaar Peters und ihre fleißigen Helfer vom Verein TransBorderLes e. V. schon früh um sieben Uhr in der Praxis, um den Gästen einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen.
Kaum war kurz vor neun Uhr die Eingangstür geöffnet worden, standen auch schon die ersten Gratulanten in der Praxis.
Margreth Bredehöft aus Karlshöfen:
„Als Herr Peters heute auf den Tag genau vor dreißig Jahren zum ersten Mal seine Praxistür aufschloss, waren wir seine ersten Patienten. Aus diesem Grund wollten wir auch heute die Ersten sein. Während wir gemeinsam alt geworden sind, hat er uns unzählige Male helfen können.“
Nur wenige Augenblicke später füllte sich die Praxis. Aus dem gesamten Elbe-Weser-Dreieck waren Patienten und Neugierige angereist, um dem Ehepaar Peters zu gratulieren. Gegen zehn waren die Praxisräume dermaßen voll, dass die Sitzplätze knapp wurden. Erst zusätzlich herbeigeschaffte Stühle konnten Abhilfe schaffen.
Die Bestseller-Autorin Margaretha Main, die gemeinsam mit ihrer Lebenspartnerin Michaela extra aus dem Schwarzwald angereist war, ließ es sich nicht nehmen, die Eheleute Peters für ihr Können und ihre Hilfsbereitschaft zu loben. Im Namen des Vereins TransBorderLes e.V. überreichte sie einen großen Blumenstrauß.
Auch der niederländische Autor Frido van de Visser hatte keine Mühen gescheut, um vorbeizukommen.
Frido van de Visser:
„Gekommen bin ich vor vielen Jahren mal als Patient. Mir wurden nicht nur oft meine Schmerzen gelindert, sondern ich bekam obendrein die Möglichkeit, meine Geschichte zu erzählen. Herr Peters fand die so interessant, dass er ein Buch daraus machte, das bei uns in Holland sehr bekannt geworden ist und einiges aufgerührt hat. Durch die Arbeit an diesem Buch hat sich mein Leben verändert. Heute bin ich um Klassen glücklicher als zuvor. Ich finde die beiden ganz toll. Helfen und Zuhören findet man nicht überall.“
Die Besucher hatten sich redlich Mühe gegeben. Nicht nur Blumengestecke und Glückwunschkarten wurden freudig überreicht, sondern auch die eine oder andere selbst gebackene Torte. Manche Weißt-Du-noch-damals-Geschichte wurde erzählt und über manche Anekdote herzhaft gelacht. Im Laufe von dreißig Jahren war einiges zusammengekommen.
Jörg Peters:
„Es war wohl Mitte 1984. Da betrat ein Patient ausländischer Herkunft meine Praxis. Er sprach kaum Deutsch und hielt mir ein Rezept unter die Nase. Ein Arzt hatte ihm Fangopackung und Massage verschrieben. Ich holte also eine Fango herbei und legte sie auf die Behandlungsliege. Allerdings weigerte er sich, sich zu entkleiden. Endlich hatte ich ihn so weit. Allerdings verstand er nicht, was nun mit ihm passieren sollte. Ich musste ihm vormachen, dass er sich auf die Fango legen sollte. Endlich erhellte sich sein zuvor skeptischer Blick und er legte sich mit einem kühnen Schwunge auf die heiße Packung. Nach höchstens drei Sekunden sprang er auf, packte sich seine Sachen unter den Arm und rannte halbnackt aus der Praxis. Bevor er die Tür krachend hinter sich zuwarf, schrie er mir ein wütendes „Du mich nicht braten“ entgegen. Ich bin ihm danach mehrmals im Dorf begegnet. Sobald er mich erkannte, wechselte er sofort die Straßenseite.“
Obendrein wurde Herr Peters mehrfach über seine Reisen nach Südkorea, Südafrika und Indien befragt. Während eine schwangere Besucherin sehr an der Afrikanischen Geburtsmethode der zwei Bäume interessiert war, wollten andere etwas über das Ur-Ayur-Veda in Erfahrung bringen. Der Gesprächsstoff ging niemals aus und erst gegen Mittag verließen die letzten Gäste die Praxis.
Margarethe Scheider, Pastorengattin, die gemeinsam mit ihrem Ehemann aus Bremerhaven angereist war:
„Ich wurde vor vielen Jahren von einer Freundin auf Herrn Peters aufmerksam gemacht. Ich litt damals unter jahrelang andauernden starken Kopfschmerzen. Ich weiß nicht mehr, was ich alles schon ausprobiert hatte. Nichts hatte wirklich geholfen. Erst Herr Peters mit seinem unglaublichen Wissen konnte mir helfen. Seitdem suche ich ihn regelmäßig auf.
Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch und war gespannt, wen ich beim Jubiläum alles treffen würde. Ich habe viele Menschen aus einem großen Umkreis kennen gelernt, war aber auch auf der anderen Seite etwas irritiert darüber, dass nur ganz wenige Gnarrenburger den Weg hierher gefunden haben. Ich kann nicht nachvollziehen, dass es intelligente Menschen gibt, die irgendwelchen utopischen und dazu noch völlig blödsinnigen Gerüchten aufsitzen. Würde auch nur eine Anschuldigung der Wahrheit entsprechen, hätte diese Praxis wohl kaum dreißig Jahre in einem Dorf überlebt. Ich werde in jedem Falle wiederkommen. Wie sagte noch Paracelsus so treffend? Wer heilt hat Recht.“
Um sich für ihren Einsatz erkenntlich zu zeigen, luden die Eheleute Peters ihre fleißigen Helfer zu einem gemeinsamen Abendessen ins Hotel Kluster Hof ein. Nach dem Essen berichteten alle noch einmal von ihren Begegnungen mit Hamburgern, Cuxhavenern, Stadern und Bremern und ließen damit den Jubiläumstag fröhlich ausklingen.

Informationen finden Sie unter www.praxis-peters.de
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