Gedenkfeiern zum Volkstrauertag in der Gemeinde Bad Grund am 15.11.2015

Gittelde: Gedenkstätte | Gedenkfeiern zum Volkstrauertag

Gittelde-Teichhütte (kip) Wie in Gittelde und in Teichhütte so wurde in vielen Orten in Gedenkfeiern zu Volkstrauertag der Toten und Opfer der Kriege gedacht. Im Anschluss an den feierlichen Gottesdienst in der St. Johannes-Kirche in Gittelde wurde wegen des ungünstigen November-Wetters die Feierstunde an der Gedenkstätte im Gotteshaus fortgesetzt. Getragene Liedvorträge des MGV Gittelde unter Leitung von Beate Wittenberg und Ansprachen zum Volkstrauertag fanden in der St. Johannes-Kirche statt. Ortsbürgermeister Helge Güttler stellte in den Mittelpunkt seiner Rede den ersehnten Frieden aller Menschen, die Bedeutung und das Wirken des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Der Volksbund wurde nach dem ersten Weltkrieg gegründet. Helge Güttler führte aus, dass im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg 10 Millionen Menschen, während des Zweiten Weltkrieges 55 Millionen Menschen ihr Leben verloren und dass seit 1945 mehr als 400 Millionen Menschen bei kriegerischen Auseinandersetzungen umkamen. Er ging auf die traurigen Ereignisse am letzten Freitag in Paris ein. Diese abscheulichen Taten verurteilte er. Güttler: "Krieg ist ein Bankrott-Erklärung der Politik."
Pastorin Melanie Mittelstädt sprach die Bedeutung des Volkstrauertages an. Sie trug ein nachdenkliches Gedicht von Heinrich Lerch vor. Dieses Gedicht vom Kameraden hatte Heinrich Lerch nach dem Ersten Weltkrieg geschrieben.
Die Gedenkstätte in Gittelde umrahmten Fahnen örtlicher Vereine und Verbände. Im Namen der Ortschaft Flecken Gittelde und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurden im stillen Gedenken Kränze niedergelegt.
Eine weitere Gedenkfeier fand am Ehrenmal in Teichhütte statt. Ortsbürgermeister Helge Güttler betonte in seiner Ansprache, dass bei jedem Krieg das Volk auf der Strecke bleibt. Kein Volk hat bisher bei Kriegen gewonnen. So erinnerte er an die Kriegseinsätze in Afghanistan. Auch deutsche Soldaten mussten dort ihr Leben lassen. Ziel war es, die Afghanen von den Taliban zu befreien. Auch dieser Opfer gedachte Helge Güttler in seiner Ansprache.
Pastorin Melanie Mittelstädt beleuchtete in ihrer Ansprache die Schrecken der Kriege.
Der Kirchenchor Gittelde unter der Leitung von Heinz Schroppe verlieh mit seinen Liedvorträgen der Feierstunde an der Teichhütter Gedenkstätte einen besonderen feierlichen Rahmen. Mit Kranzniederlegungen für den Volksbund und für die Ortschaft Flecken Gittelde endete die würdige Feierstunde. Den Feierstunden an beiden Gedenkstätten nahm eine große Zahl von Einwohnern teil.
Auch in Bad Grund, Badenhausen, Eisdorf, Willensen und Windhausen fanden Gedenkfeiern statt.
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